Schnellnavigation

Steuerleiste | Navigation | Suche | Inhalt

Suche

Erweiterte Suche Tipps und Tricks zur Suche

Alle Dokumente

Suchmaske und Trefferliste maximieren
 


Hinweis

Dokument

  in html speichern drucken Ansicht maximierenDokumentansicht maximieren
Einzelnorm
Aktuelle Gesamtausgabe
juris-Abkürzung:QWeinNaheV RP
Ausfertigungsdatum:18.07.1995
Textnachweis ab:01.10.2001
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Rheinland-Pfalz
Fundstelle:GVBl. 1995, 301
Gliederungs-Nr:7821-13
Landesverordnung über Qualitätswein des bestimmten Anbaugebietes Nahe und "Nahegauer Landwein"
Vom 18. Juli 1995
Zum 29.10.2020 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe
Stand: letzte berücksichtigte Änderung: §§ 6b und 6c eingefügt durch Artikel 5 der Verordnung vom 03.07.2014 (GVBl. S. 135)

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

Aufgrund

des § 3 Abs. 4, des § 9 Abs. 2 Satz 1, des § 17 Abs. 3 Nr. 2 und Abs. 4 und des § 22 Abs. 2 Satz 1 des Weingesetzes vom 8. Juli 1994 (BGBl. I S. 1467) sowie

des § 24 Abs. 2 des Weingesetzes in Verbindung mit § 39 Abs. 2 und 3 der Weinverordnung vom 9. Mai 1995 (BGBl. I S. 630)

jeweils in Verbindung mit § 1 der Landesverordnung zur Übertragung von Befugnissen und Ermächtigungen auf dem Gebiet des Weinrechts vom 18. Juli 1994 (GVBl. S. 330, BS 7821-2)

wird verordnet:

§ 1

(1) Das bestimmte Anbaugebiet Nahe umfasst die in der Anlage 1 aufgeführten Gemeinden. Zum bestimmten Anbaugebiet gehören die zur Erzeugung von Qualitätswein b.A. geeigneten Flächen.

(2) Die nähere Bezeichnung der in Absatz 1 genannten Flächen ergibt sich aus der Weinbergsrolle (§ 11 Abs. 1 und 2 des Weinlagengesetzes vom 1. Juni 1970 - GVBl. S. 184, BS 7821-5 -).

§ 2

Zur Herstellung von Qualitätswein b.A. sind die nach § 4a der Landesverordnung zur Durchführung des Weinrechts vom 18. Juli 1995 (GVBl. S. 275, BS 7821-4) in der jeweils geltenden Fassung zugelassenen Rebsorten geeignet, soweit sie der Art vitis vinifera zuzuordnen sind

§ 3

Der zulässige Hektarertrag (§ 9 Abs. 2 Satz 1 in Verbindung mit Abs. 3 des Weingesetzes) wird festgesetzt:

1.

für Prädikatswein und Qualitätswein auf 105 Hektoliter Wein,

2.

für Landwein und Wein ohne geschützte Ursprungsbezeichnung oder geschützte geografische Angabe auf 150 Hektoliter Wein und

3.

für Grundwein auf 200 Hektoliter Wein.


§ 4

„Nahegauer Landwein“ darf nur hergestellt werden aus Trauben, die von Rebflächen in dem bestimmten Anbaugebiet Nahe und von nach § 4 a der Landesverordnung zur Durchführung des Weinrechts zugelassenen Rebsorten stammen.

§ 5

Als natürliche Mindestalkoholgehalte für Landwein, Qualitätswein, Prädikatswein und Sekt b.A. werden die in der Anlage 2 aufgeführten Werte festgesetzt.

§ 6

Für Qualitätswein b.A. ist bei Angabe einer der in den Anlagen 3 und 4 aufgeführten, sich über mehrere Gemeinden oder Ortsteile erstreckenden Lagen jeweils der dort genannte Gemeinde- oder Ortsteilname, bei mehreren aufgeführten Gemeinde- oder Ortsteilnamen einer dieser Namen anzugeben.

§ 6a

(1) Für die Herstellung von Wein mit der Bezeichnung "Classic" nach Maßgabe des § 32 a der Weinverordnung dürfen nur die Rebsorten Weißer Burgunder, Dornfelder, Müller-Thurgau, Blauer Portugieser, Weißer Riesling, Ruländer, Scheurebe, Grüner Silvaner und Blauer Spätburgunder verwendet werden. Die Rebsorte Müller-Thurgau darf nur mit der synonymen Rebsortenbezeichnung Rivaner und die Rebsorte Ruländer nur mit den synonymen Rebsortenbezeichnungen Grauburgunder, Grauer Burgunder, Pinot grigio oder Pinot gris angegeben werden.

(2) Für die Herstellung von Wein mit der Bezeichnung "Selection" nach Maßgabe des § 32 b der Weinverordnung dürfen nur die Rebsorten Weißer Burgunder, Weißer Riesling, Ruländer und Blauer Spätburgunder verwendet werden. Die Rebsorte Ruländer darf nur mit den synonymen Rebsortenbezeichnungen Grauburgunder oder Grauer Burgunder angegeben werden.

§ 6b

Die Verwendung des Namens einer Einzellage oder einer kleineren geografischen Einheit, die in der Liegenschaftskarte abgegrenzt ist und nach § 9c Abs. 3 der Landesverordnung zur Durchführung des Weinrechts in der Weinbergsrolle eingetragen ist, ist nur zulässig, wenn der Wein einen natürlichen Mindestalkoholgehalt nach Anlage 2 Nr. 3 Buchst. a aufweist.

§ 6c

Die Verwendung der in § 34b Abs. 1 und 2 der Weinverordnung genannten Angaben ist nur zulässig, wenn zusätzlich zu den dort genannten Bedingungen

1.

es sich um einen Wein mit geschützter Ursprungsbezeichnung handelt,

2.

bei dem Wein der Name der Rebsorten Blauer Frühburgunder, Weißer Burgunder, Weißer Riesling, Ruländer oder Blauer Spätburgunder verwendet werden darf,

3.

der Wein einen natürlichen Mindestalkoholgehalt nach Anlage 2 Nr. 3 Buchst. a aufweist und

4.

der Wein in der amtlichen Qualitätsprüfung eine Qualitätszahl von mindestens 3,0 erreicht hat.


§ 7

Für Sekt b.A. darf die Bezeichnung "Crémant" nach Maßgabe des Artikels 66 Abs. 5 der Verordnung (EG) Nr. 607/2009 der Kommission vom 14. Juli 2009 mit Durchführungsbestimmungen zur Verordnung (EG) Nr. 479/2008 des Rates hinsichtlich der geschützten Ursprungsbezeichnungen und geografischen Angaben, der traditionellen Begriffe sowie der Kennzeichnung und Aufmachung bestimmter Weinbauerzeugnisse (ABl. EU Nr. L 193 S. 60) in der jeweils geltenden Fassung nur verwendet werden, wenn der Sekt b.A. ausschließlich aus Trauben der Rebsorten Weißer Burgunder, Weißer Riesling, Ruländer, Grüner Silvaner, Dornfelder oder Blauer Spätburgunder hergestellt worden ist und der Zuckergehalt 20 Gramm je Liter nicht übersteigt.

§ 8

Die zuständige Behörde lässt die Übertragung des Wiederbepflanzungsrechts auf einen anderen Betrieb zu, wenn der andere Betrieb aufgrund gesetzlicher Vorschriften einen Anspruch auf die Übertragung des Wiederbepflanzungsrechts geltend machen kann oder die für die Wiederbepflanzung vorgesehene Fläche in dem anderen Betrieb vorhanden ist und nach § 4 der Weinverordnung zur Erzeugung von Qualitätswein b.A. geeignet ist; daneben soll in der Regel ein räumlicher Zusammenhang mit zulässigerweise bestockten oder vorübergehend nicht bestockten Rebflächen bestehen. Soweit in einem Flurbereinigungsverfahren eine Teilnehmergemeinschaft im Rahmen des Grunderwerbs Rechte auf Wiederbepflanzung miterwirbt oder ein übernommenes bepflanztes Grundstück selbst rodet und dies ordnungsgemäß meldet, erfolgt die Übertragung auf andere Betriebe mit der Landzuteilung nach § 54 Abs. 2 Satz 2 des Flurbereinigungsgesetzes in der Fassung vom 16. März 1976 (BGBl. I S. 546), zuletzt geändert durch Artikel 17 des Gesetzes vom 19. Dezember 2008 (BGBl. I S. 2794), im Flurbereinigungsplan.

§ 9

Zur Angabe der gemeindlichen Herkunft (§ 23 Abs. 1 Nr. 2 des Weingesetzes) von Wein, der aus im Ortsteil Bingerbrück der Gemeinde Bingen am Rhein erzeugten Weintrauben hergestellt ist, darf nur der Name Bingerbrück gebraucht werden.

§ 10

Diese Verordnung tritt am 1. September 1995 in Kraft.

Der Minister für Wirtschaft, Verkehr,

Landwirtschaft und Weinbau

Anlage 1

(zu § 1 Abs. 1)

Verzeichnis der zum bestimmten Anbaugebiet Nahe gehörenden Gemeinden

Alsenz

Meisenheim

Altenbamberg

Merxheim

Auen

Monzingen

Bad Kreuznach

Münsterappel

Bad Münster am Stein-Ebernburg

Münster-Sarmsheim

Bad Sobernheim

Niederhausen

Bärweiler

Niederhausen an der Appel

Bayerfeld-Steckweiler

Niedermoschel

Becherbach bei Kirn

Norheim

Bingen am Rhein, Ortsteil Bingerbrück

Nußbaum

Bockenau

Oberhausen an der Appel

Boos (Bad Kreuznach)

Oberhausen an der Nahe

Braunweiler

Obermoschel

Breitenheim

Oberndorf

Bretzenheim

Oberstreit

Burgsponheim

Odernheim am Glan

Callbach

Offenbach-Hundheim

Dalberg

Raumbach

Desloch

Rehborn

Dielkirchen

Rockenhausen

Dorsheim

Roth (Bad Kreuznach)

Duchroth

Roxheim

Eckenroth

Rüdesheim

Feilbingert

Rümmelsheim

Finkenbach-Gersweiler

Sankt Katharinen

Gaugrehweiler

Schloßböckelheim

Gerbach

Schöneberg (Bad Kreuznach)

Guldental

Schweppenhausen

Gutenberg

Simmertal

Hargesheim

Sommerloch

Hergenfeld

Spabrücken

Hochstätten

Sponheim

Hohenöllen

Staudernheim

Hüffelsheim

Stromberg

Kalkofen

Traisen

Kirschroth

Unkenbach

Langenlonsheim

Waldalgesheim

Langenthal

Waldböckelheim

Laubenheim

Waldlaubersheim

Lauschied

Wallhausen

Lettweiler

Warmsroth

Mandel

Weiler bei Bingen

Mannweiler-Cölln

Weiler bei Monzingen

Martinstein

Weinsheim (Bad Kreuznach)

Meddersheim

Windesheim

Winterborn

Wolfstein

Anlage 2

(zu § 5)

Natürliche Mindestalkoholgehalte (Ausgangsmostgewichte) im gärfähigen Gebinde

Vorbemerkung

Die Umrechnung von Volumenprozent Alkohol in Grad Öchsle entspricht der Tabelle nach der Anlage 8 der Weinverordnung in der Fassung vom 21. April 2009 (BGBl. I S. 827) in der jeweils geltenden Fassung.

% vol Alkohol

entspr.°Öchsle

1.

Landwein

"Nahegauer Landwein"

6,0

50

2.

Qualitätswein

 

 

Rebsorte Riesling

7,0

57

Rebsorte Dornfelder[1]

8,8

68

alle übrigen Rebsorten

7,5

60

3.

Prädikatswein

 

 

a)

Kabinett
alle Rebsorten

9,5

73

b)

Spätlese
Rebsorte Riesling

10,3

78

Rebsorten Müller-Thurgau und Silvaner

10,9

82

alle übrigen Weißweinsorten

11,7

87

alle Rotweinsorten

10,9

82

c)

Auslese
Rebsorte Riesling

11,4

85

Rebsorten Müller-Thurgau und Silvaner

12,5

92

alle übrigen Weißweinsorten

13,0

95

alle Rotweinsorten

12,5

92

d)

Beerenauslese
alle Rebsorten

16,9

120

e)

Trockenbeerenauslese
alle Rebsorten

21,5

150

f)

Eiswein
alle Rebsorten

16,9

120

4.

Sekt b.A.

alle Rebsorten

7,0

57

Fußnoten

[1]

Abweichend von Anlage 2 Nr. 2 wird für Qualitätswein der Rebsorte Dornfelder, der aus Weintrauben des Erntejahrgangs 2017 hergestellt wird, der natürliche Mindestalkoholgehalt auf 8,3 % vol Alkohol entsprechend 65 ° Öchsle festgesetzt, siehe Verordnung vom 06.09.2017 (GVBl. S. 188)

Anlage 3

(zu § 6)

Verzeichnis der gemeinde- oder ortsteilübergreifenden Großlagen und der in Verbindung damit anzugebenden Gemeinde- und Ortsteilnamen

Reg.Nr. der
Weinbergsrolle

Lage

Gemeinde- oder
Ortsteilname

51 01

Kronenberg

Bad Kreuznach
Bretzenheim

51 02

Pfarrgarten

Dalberg
Gutenberg
Wallhausen

51 03

Schloßkapelle

Münster-Sarmsheim
Burg Layen
Guldental
Windesheim

51 11

Burgweg

Duchroth
Niederhausen
Norheim
Schloßböckelheim

51 13

Paradiesgarten

Meddersheim
Monzingen
Obermoschel
Odernheim am Glan

51 14

Rosengarten

Mandel
Roxheim
Rüdesheim

Anlage 4

(zu § 6)

Verzeichnis der gemeinde- oder ortsteilübergreifenden Einzellagen und der in Verbindung damit anzugebenden Gemeinde- und Ortsteilnamen

Reg.Nr. der
Weinbergsrolle

Lage

Gemeinde- oder
Ortsteilname

51 01 30

Rosenberg

Bad Kreuznach

51 03 01

Abtei Rupertsberg

Bingerbrück
Weiler bei Bingen

51 03 03

Klostergarten

Weiler bei Bingen

51 03 04

Römerberg

Bingerbrück


Weiler bei Bingen

51 03 13

Trollberg

Dorsheim

51 03 20

Honigberg

Guldental
Heddesheim

51 03 23

Sonnenberg

Guldental

51 03 41

Hölle

Burg Layen

51 03 42

Johannisberg

Burg Layen

51 03 43

Rothenberg

Burg Layen

51 03 44

Schloßberg

Burg Layen

51 03 45

Steinköpfchen

Rümmelsheim

51 03 60

Saukopf

Windesheim

51 11 21

Rotenberg

Duchroth
Oberhausen an der Nahe

51 11 43

Felsenberg

Duchroth
Oberhausen an der Nahe

51 11 50

Königsfels

Schloßböckelheim

51 13 23

Sonnenberg

Nußbaum

51 13 31

Schwalbennest

Raumbach

51 13 40

Kastell

Boos

51 13 41

Johannesberg

Bad Sobernheim
Steinhardt

51 13 42

Herrenzehntel

Weiler bei Monzingen

51 13 50

Mittelberg

Steckweiler

51 13 81

Geißenkopf

Obermoschel

51 13 82

Silberberg

Niedermoschel
Obermoschel

51 14 10

Pfaffenberg

Burgsponheim

51 14 11

Schloßberg

Burgsponheim

51 14 19

Schloßberg

Mandel

51 14 20

Goldgrube

Rüdesheim