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Amtliche Abkürzung:LJVO
Fassung vom:25.07.2013
Gültig ab:21.08.2013
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Rheinland-Pfalz
Gliederungs-Nr:792-1-1
Landesjagdverordnung
(LJVO)
Vom 25. Juli 2013

§ 42
Bestimmung der Jagdzeiten

(1) Vorbehaltlich der Ausnahmeregelungen des § 32 Abs. 1 Satz 3 LJG und des in § 32 Abs. 4 LJG vorgegebenen Schutzes der Elterntiere sowie der Bestimmungen der Absätze 2 bis 5 darf die Jagd ausgeübt werden auf

1.

Rotwild

 

 

Kälber

vom 1. August bis 31. Januar

 

Schmaltiere,

 

 

Schmalspießer

vom 1. Mai bis 31. Januar

 

Alttiere, Hirsche

vom 1. August bis 31. Januar

2.

Damwild

 

 

Kälber

vom 1. August bis 31. Januar

 

Schmaltiere,

 

 

Schmalspießer

vom 1. Mai bis 31. Januar

 

Alttiere, Hirsche

vom 1. August bis 31. Januar

3.

Sikawild

ganzjährig

4.

Muffelwild

 

 

Schmalschafe,

 

 

Jährlinge

vom 1. Mai bis 31. Januar

 

Lämmer, Schafe,

 

 

Widder

vom 1. August bis 31. Januar

5.

Rehwild

 

 

Schmalrehe, Böcke

vom 1. Mai bis 31. Januar

 

Kitze, Ricken

vom 1. September bis 31. Januar

6.

Schwarzwild

ganzjährig

7.

Feldhasen

vom 1. Oktober bis 31. Dezember

8.

Wildkaninchen

ganzjährig

9.

Füchse

vom 1. August bis 28. Februar

10.

Stein- und Baummarder

vom 1. August bis 28. Februar

11.

Hermeline

vom 1. August bis 28. Februar

12.

Dachse

vom 1. August bis 31. Dezember

13.

Waschbären

vom 1. August bis 28. Februar

14.

Marderhunde

vom 1. August bis 28. Februar

15.

Fasanen

vom 1. Oktober bis 15. Januar

16.

Wildtruthühner

vom 1. Oktober bis 15. Januar

17.

Ringeltauben

vom 1. November bis 20. Februar

18.

Graugänse

vom 1. August bis 31. August und

 

 

vom 1. November bis 15. Januar

19.

Kanadagänse, Nilgänse

vom 1. November bis 15. Januar

20.

Stockenten

vom 1. September bis 15. Januar

21.

Waldschnepfen

vom 16. Oktober bis 15. Januar

22.

Blässhühner

vom 11. September bis 15. Januar

23.

Rabenkrähen

vom 1. August bis 20. Februar

24.

Elstern

vom 1. August bis 20. Februar

(2) Die untere Jagdbehörde kann für ihren Zuständigkeitsbereich oder für einzelne Jagdbezirke Schonzeiten für Schwarzwild und Wildkaninchen vorgeben, wenn der Schutz vor Tierseuchen gewährleistet ist und Beeinträchtigungen der Landnutzung durch Wildschäden nicht vorliegen.

(3) Zur Vermeidung negativer Auswirkungen auf den Artenschutz dürfen Jungtiere von Marderhund und Waschbär ganzjährig bejagt werden; Gleiches gilt für juvenile Nilgänse außerhalb von Vogelschutzgebieten. Jungtiere von Fuchs und Dachs dürfen in dem zur Vermeidung von Tierseuchen oder Schäden in der Landwirtschaft (gilt für den Dachs) gebotenen Umfang ganzjährig bejagt werden.

(4) Juvenile Ringeltauben dürfen im zur Schadensabwehr notwendigen Umfang auf gefährdeten landwirtschaftlichen Kulturen ganzjährig bejagt werden. Zur Vermeidung von übermäßigen Wildschäden kann die untere Jagdbehörde von Amts wegen oder auf Antrag die Bejagung von Alttauben im Monat Oktober für bestimmte Gebiete oder für einzelne Jagdbezirke genehmigen.

(5) In der Zeit vom 1. September bis zum 31. Oktober darf die Jagd auf Grau-, Kanada- und Nilgänse auf gefährdeten landwirtschaftlichen Kulturen im zur Schadensabwehr notwendigen Umfang ausgeübt werden.

(6) Vorbehaltlich einer Regelung nach § 31 Abs. 9 Satz 2 LJG darf die Jagd auf Rebhühner nach Vorgabe des § 31 Abs. 8 LJG in der Zeit vom 1. September bis 31. Oktober nur durchgeführt werden in Jagdbezirken mit einer Besatzdichte des Rebhuhns von mehr als 3,0 Revierpaaren pro 100 ha bejagbarer Offenlandfläche. Die Feststellung der Besatzdichte durch Zählung im Frühjahr obliegt der jagdausübungsberechtigten Person. Die jagdausübungsberechtigte Person muss die beabsichtigte Durchführung der Zählung der unteren Jagdbehörde rechtzeitig im Vorfeld anzeigen und teilt dieser das Zählergebnis zur Prüfung und zur gegebenenfalls erfolgenden Festsetzung eines höchstzulässigen Abschusses mit.

(7) Die Jagd darf nur in solchen Zeiträumen einschließlich Tageszeiten ausgeübt werden, in denen nach den örtlich gegebenen äußeren Umständen für Jägerinnen und Jäger die Gefahr der Verwechslung von Tierarten nicht besteht.


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