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juris-Abkürzung:ErwPrLehrAnerkV RP
Fassung vom:08.07.2011
Gültig ab:30.07.2011
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Rheinland-Pfalz
Gliederungs-Nr:223-1-54
Landesverordnung über die Anerkennung von
Hochschulprüfungen als Erweiterungsprüfung für Lehrämter
Vom 8. Juli 2011

Anlage 2

(zu § 3 Abs. 1 Satz 3)

Curriculare Standards im Erweiterungsfach Darstellendes Spiel

Modul 1 Theaterpraktische Grundlagen 1

Inhalte:

-

Entwicklung allgemeiner Spielfähigkeit (Wahrnehmung, Imagination, Improvisation)

-

Theatrale Zeichen (Semiotik des Theaters)

-

Der Darsteller als Ausdrucksträger (Person, Rolle, Figur)

-

Der Raum als Ausdrucksträger (Aufführungsort und -raum, szenischer Raum: Bühnenraum, Bühnenbild, Requisiten)

-

Akustische Ausdrucksträger (Musik, Geräusche)

-

Neue Medien als theatrale Gestaltungsmittel

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden erwerben theatrale Basisqualifikationen (Grundwissen, -fertigkeiten und -fähigkeiten). Sie

 

verstehen theaterästhetische Kommunikation als Spezialfall ästhetischer Kommunikation;

 

verfügen sowohl über theoretische Kenntnisse der Semiotik als auch über praktische Fähigkeiten in der Umsetzung theatraler Zeichensysteme;

 

können theatrale Aussageabsichten verwirklichen und angestrebte Wirkungen in szenischen Kontexten erzielen;

 

begreifen Improvisieren und Experimentieren als zentrale Möglichkeit für imaginative und kreative Entwicklungsprozesse;

 

können die Bedeutung der non-personalen materiellen und immateriellen Gestaltungsbedingungen und Gestaltungsmittel reflektieren;

 

sind in der Lage, neue Medien kritisch zu reflektieren und als theatrale Gestaltungsmittel sinnvoll einzusetzen.

 

Modul 2 Theaterpraktische Grundlagen 2

Inhalte:

-

Die Inszenierung als Prozess und Ergebnis theaterästhetischer Komposition

-

Zusammenspiel theatraler Ausdrucksträger

-

Rollengestaltung

-

Bühneninteraktion (Auftrittsformen, z. B. Einzelauftritt, Paar, Gruppe, Chorische Techniken und Gruppenchoreographien)

-

Szenisches Schreiben

-

Dramaturgische Gestaltung

-

Spielformen (Sprechtheater, Tanztheater, Schwarzes Theater u. a.)

-

Veranstaltungstechnik und Management

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden

 

begreifen Theateraufführungen als kommunikative Akte;

 

können die theaterspezifische Fachterminologie anwenden;

 

können theatrale Prozesse und Produkte wahrnehmen, deuten, reflektieren und qualitativ beurteilen;

 

sind in der Lage, verschiedene Ausdrucksträger zu einer Gesamtkonzeption zusammenzufügen;

 

können die wichtigsten unterschiedlichen Spielformen wirkungsvoll verwenden;

 

können szenische Textvorlagen aus unterschiedlichen Materialien entwickeln;

 

beherrschen die dramaturgische Gestaltung theatraler Produkte;

 

können mit den veranstaltungstechnischen und wirtschaftlichen Anforderungen von Theaterprojekten/Inszenierungen und elementaren Grundlagen von Projektmanagement aktiv umgehen.

 

Modul 3 Ästhetische Bildung

Inhalte:

-

Pädagogisch-anthropologische Grundlagen

-

Theorie ästhetischer Bildung

-

Pädagogik und Theorie des Spiels

-

Soziokulturelle Rahmenbedingungen ästhetischer Bildung

-

Kulturelle Bildung und Kulturpädagogik

-

Kulturelle Bildung im schulischen und außerschulischen Kontext

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden

 

können grundlegende Erkenntnisse pädagogischer Anthropologie anwenden;

 

können grundlegende Kenntnisse der Theorie ästhetischer Bildung anwenden;

 

können aus der anthropologischen und pädagogischen Bedeutung des Spiels praktische Konsequenzen ziehen;

 

sind in der Lage, grundlegende Kenntnisse soziokultureller Einflüsse auf die Sozialisation für die Praxis umzusetzen;

 

können gesellschaftliche und kulturelle Hintergründe ästhetischer Bildung reflektieren;

 

verstehen die ästhetische Bildung im weiteren Rahmen der kulturellen Bildung;

 

verfügen über grundlegende Kenntnisse kulturpädagogischer Konzepte und können diese anwenden;

 

verstehen die ästhetische Bildung in der Schule als Teil kultureller Schulentwicklung;

 

verstehen die Bedeutung der Kooperation mit außerschulischen Partnern (Kulturpädagogen, Künstlern u. a.);

 

können die pädagogischen Möglichkeiten außerschulischer künstlerischer und kulturpädagogischer Institutionen nutzen.

 

Modul 4 Theorie und Geschichte von Theater

Inhalte:

-

Kultur- und Sozialgeschichte des Theaters

-

Theorie und Geschichte dramatischer/szenischer Formen

-

Aufführungsanalyse

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden

 

verfügen über kultur- und sozialgeschichtliche Perspektiven auf Theater;

 

können Theater als Bildungsort reflektieren;

 

sind exemplarisch mit bedeutsamen Werken aus unterschiedlichen Epochen von Theater vertraut;

 

können mittels systematischer Kategorien historische und aktuelle dramatische und szenische Bauformen identifizieren und unter ästhetischen Gesichtspunkten analysieren;

 

können unterschiedliche Aufführungsstile wahrnehmen und systematisch reflektieren;

 

können bedeutsame Realisierungen des Gegenwartstheaters beurteilen.

 

Modul 5 Fachdidaktik Darstellendes Spiel

Inhalte:

-

Entwicklung theaterpädagogischer Handlungskompetenz

-

Methodisch-didaktische Konzeptualisierung

-

Planen, Durchführen, Reflektieren und Evaluieren von Unterricht

-

Rolle und Aufgaben des Theaterlehrers/der Theaterlehrerin

-

Schultheater im Spannungsfeld zwischen künstlerischem und pädagogischem Anspruch

-

Leistungsfeststellung und Leistungsbeurteilung

-

Planung und Durchführung eines gemeinsamen internen Projekts der Teilnehmer/Teilnehmerinnen des Studiengangs

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden

 

können Schülerinnen und Schüler darin anleiten, szenische Gestaltungsaufgaben imaginativ und kreativ zu lösen (produktionsästhetisch), entstandene Lösungen zu reflektieren (rezeptionsästhetisch) und im Diskurs die Qualität und Bedeutung von theatralen Ereignissen einzuschätzen (werkästhetisch);

 

können die didaktischen und methodischen Prinzipien des Faches sach- und adressatengerecht im Unterricht anwenden;

 

können Unterricht sach- und adressatengerecht planen und durchführen sowie reflektieren und evaluieren;

 

können die Aufgaben des Theaterlehrers/der Theaterlehrerin ausfüllen und die eigene Praxis kritisch hinterfragen;

 

sind in der Lage, die für die jeweilige Spielgruppe angemessene Balance zwischen künstlerischem und pädagogischem Anspruch zu finden;

 

können im Unterricht entstandene theatrale Produkte sowie individuelle und gemeinschaftliche Lernprozesse analysieren, bewerten und damit zu einer angemessenen Leistungsfeststellung und Leistungsbewertung im Rahmen des Fachunterrichts kommen;

 

verfügen über grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten in der Gestaltung sowie in der Organisation und Reflexion eines in der eigenen Gruppe gemeinschaftlich erarbeiteten Theaterprojekts.

 

Modul 6

Theaterpraktisches Projekt der Studierenden

(an einer Schule oder einer anderen externen Institution)

Inhalte:

-

Entwicklung, Durchführung, Präsentation und Auswertung eines Theaterprojekts

-

Entwicklung einer szenischen Darstellung

-

Spielgestaltung und Entwicklung eines theaterästhetischen Konzepts

-

Dramaturgische Gestaltung und Inszenierung

-

Aufführung

-

Aufführungsanalyse und Evaluation

-

Dokumentation der Projektarbeit

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden

 

können die erworbenen Kompetenzen in einem eigenen Theaterprojekt selbstständig und eigenverantwortlich umsetzen.


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