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Amtliche Abkürzung:DUVwG
Fassung vom:24.07.2014
Gültig ab:01.08.2014
Dokumenttyp: Gesetz
Quelle:Wappen Rheinland-Pfalz
Gliederungs-Nr:223-20
Landesgesetz über die Deutsche Universität für Verwaltungswissenschaften Speyer
(DUVwG)
in der Fassung vom 19. November 2010

§ 77

Rechtsstellung und Aufgaben

(1) Die Hörerinnen und Hörer der Hochschule bilden die Hörerschaft. Zur Hörerschaft zählen auch die gemäß § 28 Abs. 2 Satz 1 Nr. 2 eingeschriebenen Doktorandinnen und Doktoranden.

(2) Die Hörerschaft ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Sie verwaltet ihre Angelegenheiten im Rahmen der Gesetze und ihrer Satzung selbst.

(3) Die Hörerschaft gibt sich

1.

eine Satzung,

2.

eine Wahlordnung und

3.

eine Beitragsordnung.

Satzung und Wahlordnung werden von der Hörerschaft mit der Mehrheit von zwei Dritteln der anwesenden Mitglieder beschlossen.

(3a) Die öffentliche Bekanntmachung der Satzungen der Hörerschaft erfolgt unter dem Datum der Ausfertigung in einem hochschuleigenen Publikationsorgan. Das Publikationsorgan muss ein Druckwerk sein, die Erscheinungsfolge angeben, ein Erscheinungsdatum und eine fortlaufende Nummerierung enthalten sowie dauerhaft aufbewahrt werden. Daneben sind die Satzungen in elektronischer Form über die Internetseite der Hörerschaft zugänglich zu machen.

(4) Die Hörerschaft nimmt unbeschadet der Aufgaben der Hochschule Angelegenheiten der Hörerinnen und Hörer wahr. Ihr obliegt es:

1.

die Meinungsbildung in der Gruppe der Hörerinnen und Hörer zu ermöglichen,

2.

die Belange ihrer Mitglieder in Hochschule und Gesellschaft wahrzunehmen,

3.

an der Erfüllung der Aufgaben der Hochschule (§ 2), insbesondere durch Stellungnahmen zu hochschul- oder wissenschaftspolitischen Fragen mitzuwirken,

4.

auf der Grundlage der verfassungsmäßigen Ordnung die politische Bildung, das staatsbürgerliche Verantwortungsbewusstsein und die Bereitschaft ihrer Mitglieder zur aktiven Toleranz sowie zum Eintreten für die Grund- und Menschenrechte zu fördern,

5.

kulturelle, fachliche, wirtschaftliche und soziale Belange ihrer Mitglieder wahrzunehmen,

6.

die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern zu fördern und auf die Beseitigung bestehender Benachteiligungen von Frauen und Männern sowie von Menschen mit Behinderungen hinzuwirken,

7.

die Integration ausländischer Hörerinnen und Hörer zu fördern und

8.

die überregionalen und internationalen Beziehungen zwischen Hörerinnen und Hörern zu pflegen.

Zur Erfüllung ihrer Aufgaben kann die Hörerschaft insbesondere auch zu solchen Fragen Stellung beziehen, die sich mit der gesellschaftlichen Aufgabenstellung der Hochschulen sowie mit der Anwendung der wissenschaftlichen Erkenntnisse und der Abschätzung ihrer Folgen für die Gesellschaft und die Natur beschäftigen. Die Hörerschaft kann für die Erfüllung ihrer Aufgaben Medien aller Art nutzen und in diesen Medien auch die Diskussion und Veröffentlichung zu allgemeinen gesellschaftlichen Fragen ermöglichen. Umfang und Kosten der Mediennutzung zu allgemeinen gesellschaftlichen Fragen müssen in einem angemessenen Verhältnis zu Umfang und Kosten aller Aufgaben der Hörerschaft stehen. Eine überwiegende Nutzung zu allgemeinen gesellschaftlichen Fragen ist unzulässig.


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