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Amtliche Abkürzung:SoAnG
Fassung vom:16.02.2016
Gültig ab:24.02.2016
Dokumenttyp: Gesetz
Quelle:Wappen Rheinland-Pfalz
Gliederungs-Nr:217-2
Landesgesetz über die staatliche Anerkennung von
Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern sowie Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen
(SoAnG)
Vom 7. November 2000

§ 1 a
Ausländische Ausbildungs- und
Befähigungsnachweise

(1) Die staatliche Anerkennung eines außerhalb der Bundesrepublik Deutschland von Angehörigen eines Mitgliedstaates der Europäischen Union, eines weiteren Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum oder eines durch Abkommen gleichgestellten Staates erworbenen Ausbildungsabschlusses auf dem Gebiet der Sozialarbeit, der Sozialpädagogik oder einem inhaltlich vergleichbaren Gebiet, wird erteilt, wenn die Antragstellerin oder der Antragsteller die Berufsqualifikation durch einen einschlägigen Ausbildungsnachweis und einschlägige Berufserfahrungen belegt, die gemäß § 9 Abs. 1 und Abs. 2 Nr. 1 und 2 des Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes Rheinland-Pfalz vom 8. Oktober 2013 (GVBl. S. 359, BS 806-4) in der jeweils geltenden Fassung den in diesem Gesetz geregelten Anforderungen in § 1 entsprechen, und über die für die Ausübung des Berufes erforderlichen deutschen Sprach- und Rechtskenntnisse verfügt. Entspricht der Ausbildungsnachweis auf dem Gebiet der Sozialarbeit, der Sozialpädagogik oder einem inhaltlich vergleichbaren Gebiet, auch unter Berücksichtigung der nachgewiesenen Berufserfahrung, inhaltlich nur teilweise den in diesem Gesetz genannten Anforderungen, so kann die staatliche Anerkennung nach Wahl der Antragstellerin oder des Antragstellers von der erfolgreichen Ableistung eines Anpassungslehrgangs oder einer Eignungsprüfung abhängig gemacht werden.

(2) Der Anpassungslehrgang vermittelt die für die Ausübung des Berufes erforderlichen Fach- und Praxiskenntnisse sozialer Arbeit, in denen die Antragstellerin oder der Antragsteller Defizite aufweist. Im Rahmen von Fall- und Projektbearbeitungen sollen insbesondere die methodischen, rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Grundlagen sozialer Arbeit in der Bundesrepublik Deutschland und in Rheinland-Pfalz behandelt werden. Teil des Anpassungslehrgangs können auch durch die zuständige Behörde organisierte und fachlich begleitete Hospitationen in einem Arbeitsfeld oder in mehreren Arbeitsfeldern der sozialen Arbeit sein. Der Anpassungslehrgang endet mit einer Abschlussarbeit in Form einer Hausarbeit oder einer Präsentation, die von der Antragstellerin oder dem Antragsteller anzufertigen und der zuständigen Behörde zur Begutachtung vorzulegen oder vorzuführen ist.

(3) Im Rahmen der Eignungsprüfung werden ausschließlich die beruflichen Kenntnisse der Antragstellerin oder des Antragstellers geprüft, um beurteilen zu können, ob die Fähigkeit zur Berufsausübung in Rheinland-Pfalz besteht; sie erstreckt sich nur auf Bereiche, die von dem vorgelegten Ausbildungs- oder Befähigungsnachweis nicht abgedeckt werden. Die Eignungsprüfung besteht aus einer Fallbearbeitung in Form einer Hausarbeit oder einer Präsentation sowie einem mündlichen Fachgespräch; die Fallbearbeitung und das Fachgespräch dienen der Feststellung, ob die Antragstellerin oder der Antragsteller über die nach den Bestimmungen dieses Gesetzes notwendigen Fachkenntnisse verfügt. Die Beurteilung der Hausarbeit oder der Präsentation und die Durchführung des Fachgesprächs obliegen der zuständigen Behörde.

(4) Mit Ausnahme von § 9 Abs. 2 Nr. 3, § 11 Abs. 1 bis 3 und § 14 findet für die staatliche Anerkennung ausländischer Abschlüsse das Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz Rheinland-Pfalz in seiner jeweils geltenden Fassung Anwendung.

(5) Wer die staatliche Anerkennung sonstiger im Ausland erworbener Ausbildungsabschlüsse auf dem Gebiet der Sozialarbeit, der Sozialpädagogik oder einem inhaltlich vergleichbaren Gebiet beantragt, ist verpflichtet, Ausbildungsnachweise schriftlich und in beglaubigter Form einzureichen, alle sonstigen für die Feststellung der Gleichwertigkeit und die Erteilung der staatlichen Anerkennung notwendigen Unterlagen vorzulegen sowie alle dazu erforderlichen Auskünfte zu erteilen. Im Übrigen erfolgt die staatliche Anerkennung in entsprechender Anwendung der Bestimmungen der Absätze 1 bis 4.


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