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juris-Abkürzung:LehrALaufWPrV RP 2014
Fassung vom:03.07.2015
Gültig ab:30.07.2015
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Rheinland-Pfalz
Gliederungs-Nr:2030-46
Landesverordnung
über die Prüfungen von Lehrkräften zum Wechsel des Laufbahnzweiges
(Lehrkräfte-Wechselprüfungsverordnung)
Vom 29. April 2014
§ 18
Hausarbeit

(1) In der Hausarbeit soll die Lehrkraft zeigen, dass sie wissenschaftlich arbeiten, selbstständig urteilen und ein Thema eines der Prüfungsfächer sachgerecht darstellen kann.

(2) Die Lehrkraft vereinbart mit einer Fachvertreterin oder einem Fachvertreter der Hochschule, die oder der gemäß § 15 Abs. 1 Satz 2 zur Prüferin oder zum Prüfer berufen ist, einen Themenvorschlag für die Hausarbeit, der klar begrenzt sein muss. Die Fachvertreterin oder der Fachvertreter legt den Themenvorschlag dem Landesprüfungsamt vor. Ein Thema, das die Lehrkraft im Rahmen einer früheren Prüfung schriftlich bearbeitet hat, darf von ihr nicht gewählt werden. Das Landesprüfungsamt entscheidet über die Annahme des Themas. Es kann zur Sicherstellung eines gleichwertigen Niveaus der Hausarbeiten die Vorlage eines anderen Themas verlangen. Das Thema wird der Lehrkraft mit der Zulassung zur Wechselprüfung I bekannt gegeben. Lehrkräfte, die die Wechselprüfung I im Fach Bildende Kunst oder Musik ablegen, werden nach Bestehen der künstlerischen Prüfung vom Landesprüfungsamt zur Angabe des Themas der Hausarbeit aufgefordert. Das Landesprüfungsamt entscheidet gemäß den Sätzen 4 und 5 über die Annahme des Themas und gibt es der Lehrkraft schriftlich bekannt.

(3) Die Hausarbeit wird in deutscher Sprache abgefasst. Sie kann auf Antrag mit Zustimmung der Prüferinnen und Prüfer auch in einer anderen Sprache angefertigt werden. Die Entscheidung trifft das Landesprüfungsamt.

(4) Die Hausarbeit ist binnen vier Monaten nach Bekanntgabe des Themas dem Landesprüfungsamt in Maschinenschrift und gebunden vorzulegen. Die Abgabefrist wird durch Aufgabe bei einem Postamt gewahrt. Über den Zeitpunkt der Abgabe der Hausarbeit wird eine Bescheinigung ausgestellt. Wird die Hausarbeit ohne ausreichende Entschuldigung nicht fristgerecht abgeliefert, gilt die Wechselprüfung I als nicht bestanden; die Feststellung hierüber trifft das Landesprüfungsamt.

(5) Diejenigen Stellen der Hausarbeit, die anderen Werken dem Wortlaut oder dem Sinn nach entnommen sind, sind unter Angabe von Quellen kenntlich zu machen. Es ist ein Verzeichnis der benutzten Hilfsmittel beizufügen und am Schluss der Hausarbeit ist zu versichern, dass sie ohne fremde Hilfe verfasst wurde, keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel benutzt wurden und das Thema nicht bereits im Rahmen einer früheren Prüfung schriftlich bearbeitet worden ist.

(6) Für die Wechselprüfung I zum Erwerb der Befähigung für das Lehramt an Gymnasien oder für das Lehramt an berufsbildenden Schulen kann auf Antrag der Lehrkraft

1.

eine mit mindestens „gut“ bewertete wissenschaftliche Prüfungsarbeit aus der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Realschulen oder

2.

eine mit mindestens „gut“ bewertete Masterarbeit im Studiengang für das Lehramt an Realschulen plus

in einem der Prüfungsfächer als Ersatz für die Hausarbeit anerkannt werden, sofern die Prüfungsarbeit oder die Masterarbeit nicht über ein bildungswissenschaftliches Thema geschrieben wurde und nicht älter als zehn Jahre ist. Im Falle der Anerkennung wird die Note der Prüfungsarbeit oder der Masterarbeit als Note für die Hausarbeit übernommen.

(7) Für die Wechselprüfung I zum Erwerb der Befähigung für das Lehramt an Realschulen plus kann auf Antrag der Lehrkraft eine mit mindestens „gut“ bewertete wissenschaftliche Prüfungsarbeit aus der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen in einem der Prüfungsfächer als Ersatz für die Hausarbeit anerkannt werden, sofern die Prüfungsarbeit nicht über ein bildungswissenschaftliches Thema geschrieben wurde und nicht älter als zehn Jahre ist. Im Falle der Anerkennung wird die Note der Prüfungsarbeit als Note für die Hausarbeit übernommen.

(8) Als Ersatz für die Hausarbeit kann auf Antrag der Lehrkraft eine von einer wissenschaftlichen Hochschule oder einer Kunst- oder Musikhochschule angenommene Dissertation, eine Diplomprüfungsarbeit, eine Magisterarbeit, eine Masterarbeit oder eine andere schriftliche wissenschaftliche Arbeit anerkannt werden. Voraussetzung ist, dass die Abhandlung nach ihrem Gegenstand und ihrer Methode als Masterarbeit für das betreffende Lehramt angesehen werden kann und nicht älter als zehn Jahre ist. Die Entscheidung trifft das Landesprüfungsamt im Einvernehmen mit geeigneten Fachvertreterinnen oder Fachvertretern.

(9) Die Hausarbeit oder eine gemäß Absatz 8 als solche anerkannte Arbeit wird von der Fachvertreterin oder dem Fachvertreter gemäß Absatz 2 Satz 1 und einer Fachleiterin oder einem Fachleiter, die oder der vom Landesprüfungsamt gemäß § 15 Abs. 1 Satz 2 zur Prüferin oder zum Prüfer berufen ist, begutachtet und bewertet. Das Bewertungsverfahren soll nach acht Wochen mit der Vorlage der schriftlichen Gutachten abgeschlossen sein. Die sprachliche Darstellung wird bei der Beurteilung mitbewertet. Bei abweichenden Bewertungen setzt das Landesprüfungsamt die endgültige Note gemäß § 6 Abs. 1 fest. Die Note wird der Lehrkraft vor dem folgenden Prüfungsteil mitgeteilt.

(10) Wird die Hausarbeit mit „ungenügend“ bewertet, so ist die Wechselprüfung I nicht bestanden. Wird die Hausarbeit mit „mangelhaft“ bewertet, so wird ein neues Thema gemäß Absatz 2 gestellt. Wird auch die zweite Hausarbeit nicht mit mindestens „ausreichend“ bewertet, ist die Wechselprüfung I nicht bestanden.

(11) Die Hausarbeit darf einschließlich der Wiederholungsprüfung insgesamt höchstens drei Mal angefertigt werden.


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