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juris-Abkürzung:FSOModBildG RP
Fassung vom:02.10.2003
Gültig ab:01.08.2003
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Rheinland-Pfalz
Gliederungs-Nr:223-1-24
Fachschulverordnung für in modularer Organisationsform geführte Bildungsgänge in
den Fachbereichen Technik, Wirtschaft, Gestaltung sowie Ernährung und Hauswirtschaft
Vom 2. Oktober 2003

§ 21
Aufnahmevoraussetzungen für
fachrichtungsbezogene Lernmodule

(1) Aufnahmevoraussetzungen für die Fachrichtung Hauswirtschaft, Schwerpunkt Hauswirtschaftliche Betriebsleiterin/Hauswirtschaftlicher Betriebsleiter sind

1.

ein qualifizierter Sekundarabschluss I oder ein als gleichwertig anerkannter Abschluss und

2.

der Abschluss einer mindestens zweijährigen, einschlägigen, bundes- oder landesrechtlich geregelten Berufsausbildung sowie der Abschluss der Berufsschule, sofern während der Berufsausbildung die Pflicht zum Berufsschulbesuch bestand, und eine anschließende, mindestens einjährige, einschlägige Berufstätigkeit.

An die Stelle der Voraussetzungen nach Satz 1 Nr. 2 kann der Abschluss der Berufsschule und eine mindestens fünfjährige einschlägige Berufstätigkeit in einem Großhaushalt treten. Auf diese Berufstätigkeit kann die selbständige Führung eines Mehrpersonenhaushalts mit bis zu zwei Jahren angerechnet werden. Die Berufsausbildung und die Berufstätigkeit sind einschlägig, wenn sie der jeweiligen Fachrichtung entsprechen. Ist die abgeschlossene Berufsausbildung nicht einschlägig, so erhöht sich die nach Satz 1 Nr. 2 notwendige Dauer der einschlägigen Berufstätigkeit auf zwei Jahre.

(2) Aufnahmevoraussetzungen für die Fachrichtung Hauswirtschaft, Schwerpunkt Meisterin der städtischen Hauswirtschaft/ Meister der städtischen Hauswirtschaft sind der Abschluss einer einschlägigen, bundes- oder landesrechtlich geregelten Berufsausbildung mit einer Regelausbildungsdauer von drei Jahren sowie der Abschluss der Berufsschule, sofern während der Berufsausbildung die Pflicht zum Berufsschulbesuch bestand, und eine anschließende, mindestens dreijährige, einschlägige Berufstätigkeit.

(3) Aufnahmevoraussetzungen für die Fachrichtung Versorgung und Betreuung, Schwerpunkt Geprüfte Fachhauswirtschafterin/ Geprüfter Fachhauswirtschafter sind der Abschluss der Hauptschule oder ein als gleichwertig anerkannter Abschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung zur Hauswirtschafterin/ zum Hauswirtschafter und eine anschließende mindestens zweijährige Berufstätigkeit, von der mindestens ein halbes Jahr einschlägig sein muss. An die Stelle der abgeschlossenen einschlägigen Berufsausbildung und der Berufstätigkeit kann eine mindestens sechsjährige einschlägige Berufstätigkeit treten.

(4) Soweit die Berufstätigkeit nicht bei Eintritt in einen Bildungsgang nachgewiesen werden kann, muss sie bei Teilzeitbildungsgängen von Beginn des Fachschulbesuchs an abgeleistet werden und bei Vollzeitbildungsgängen spätestens nachgewiesen werden, wenn die Hälfte der Unterrichtsstunden des Bildungsgangs erteilt worden ist; ein Vollzeitbildungsgang ist für die Ableistung der Berufstätigkeit zu unterbrechen. Sofern eine abgeschlossene oder eine der jeweiligen Fachrichtung entsprechende Berufsausbildung nicht vorliegt, muss bei Teilzeitbildungsgängen die erforderliche einschlägige Berufstätigkeit bereits bei Eintritt in einen Bildungsgang mindestens zur Hälfte abgeleistet sein.

(5) Ausnahmen sind nur zulässig, wenn ein den geforderten Aufnahmevoraussetzungen gleichwertiger Bildungsstand und beruflicher Werdegang nachgewiesen werden. Sie bedürfen der Zustimmung der Schulbehörde.


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