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juris-Abkürzung:RSchulLehr2StPrV RP
Fassung vom:02.12.2013
Gültig ab:01.01.2014
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Rheinland-Pfalz
Gliederungs-Nr:2030-51
Landesverordnung über die
Ausbildung und Zweite Staatsprüfung
für das Lehramt an Realschulen
Vom 27. August 1997

§ 20
Mündliche Prüfung

(1) Die mündliche Prüfung umfasst

1.

eine Teilprüfung in einem der beiden Fächer mit einer Präsentation eines eigenen fachbezogenen Unterrichtsvorhabens auf der Basis einer eigenen unterrichtspraktischen Erprobung sowie der Didaktik und der Methodik des Faches,

2.

eine Teilprüfung im anderen Prüfungsfach in der Didaktik und der Methodik des Faches,

3.

eine Teilprüfung über die praktische Umsetzung bildungswissenschaftlicher Aspekte sowie über Schulrecht und Beamtenrecht.

(2) Das Landesprüfungsamt bestimmt Ort und Zeitpunkt der mündlichen Prüfung.

(3) Für die Präsentation wählt der Realschullehreranwärter eines der Fächer aus und schlägt in Abstimmung mit dem Fachleiter ein Thema vor. Der Themenvorschlag ist dem Seminarleiter zu dem von ihm festgelegten Termin vorzulegen. Der Seminarleiter setzt unter Berücksichtigung des Vorschlags das Thema fest. Weicht das festgesetzte Thema von dem Vorschlag ab, ist der zuständige Fachleiter anzuhören. Das Thema wird dem Realschullehreranwärter 20 Werktage vor der Prüfung mitgeteilt. Die Präsentation des eigenen fachbezogenen Unterrichtsvorhabens soll Gelegenheit geben zu zeigen, dass über die Einzelstunde hinaus Unterricht geplant und die Planung unterrichtspraktisch umgesetzt werden kann sowie die Ergebnisse kritisch dargestellt werden können.

(4) Jede Teilprüfung dauert etwa 30 Minuten. Die Teilprüfung gemäß Absatz 1 Nr. 1 besteht aus zwei Abschnitten:

1.

Im ersten Abschnitt mit einer Dauer von zehn Minuten trägt der Realschullehreranwärter in freier Rede und in der Regel mediengestützt Überlegungen und Ergebnisse zu dem Thema vor.

2.

Der zweite Abschnitt mit einer Dauer von 20 Minuten besteht aus einem Kolloquium ausgehend von der vorangegangenen Präsentation.

(5) Der Prüfungsausschuss oder der Unterausschuss berät über das Ergebnis jeder Teilprüfung. Kommt ein Einvernehmen nicht zustande, setzt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses oder der Leiter des Unterausschusses die Note unter Berücksichtigung der vorgetragenen Argumente und der Notenvorschläge gemäß § 21 fest.

(6) Wird eine mündliche Teilprüfung mit „ungenügend“ oder werden alle Teilprüfungen mit „mangelhaft“ bewertet, so ist die Prüfung nicht bestanden.

(7) § 19 Abs. 8 gilt entsprechend.

(8) In den Fällen des Absatzes 3 werden bei den Werktagen die Samstage nicht mitgezählt.


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