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juris-Abkürzung:RSchulLehr2StPrV RP
Fassung vom:02.12.2013
Gültig ab:01.01.2014
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Rheinland-Pfalz
Gliederungs-Nr:2030-51
Landesverordnung über die
Ausbildung und Zweite Staatsprüfung
für das Lehramt an Realschulen
Vom 27. August 1997

§ 19
Praktische Prüfung

(1) Die praktische Prüfung besteht aus je einer Lehrprobe in den beiden Fächern, in denen die Lehrbefähigung erworben werden soll.

(2) Das Landesprüfungsamt bestimmt die Termine für die Lehrproben.

(3) Die Klassen für die Lehrproben bestimmt der Seminarleiter im Einvernehmen mit dem Leiter der Ausbildungsschule. Die Lehrproben finden in der Regel in den durch Ausbildungsunterricht bekannten Klassen statt. Wünsche der Realschullehreranwärter sollen nach Möglichkeit berücksichtigt werden.

(4) Der Fachleiter legt das Thema der Lehrprobe fest. Das Thema wird dem Realschullehreranwärter am fünften Werktag vor der Lehrprobe bekanntgegeben. Finden beide Lehrproben an demselben Tag statt, so werden beide Themen am zehnten Werktag vor diesem Tag bekanntgegeben.

(5) Der Realschullehreranwärter reicht jeweils am Vormittag des letzten Werktages vor der praktischen Prüfung den schriftlichen Entwurf der Lehrprobe in fünffacher Ausfertigung für die Mitglieder des Prüfungsausschusses an der von der Seminarleitung bestimmten Stelle ein. Der Entwurf ist zu den Prüfungsakten zu nehmen.

(6) Der Prüfungsausschuß oder der Unterausschuß berät nach Anhörung des Realschullehreranwärters über das Ergebnis jeder Lehrprobe. An der Beratung über das Ergebnis nimmt der Fachlehrer mit beratender Stimme teil. Findet die Lehrprobe im eigenverantwortlich zu erteilenden Unterricht statt, so nimmt der Schulleiter oder der von diesem beauftragte schulische Ausbildungsleiter mit beratender Stimme teil. Kommt ein Einvernehmen im Ausschuß nicht zustande, setzt der Vorsitzende des Prüfungsausschusses oder der Leiter des Unterausschusses unter Berücksichtigung der vorgetragenen Argumente und der Vorschläge die Note gemäß § 21 fest. Der Vorsitzende oder der Leiter gibt dem Realschullehreranwärter die Note für jede Lehrprobe mit Begründung am Prüfungstag bekannt.

(7) Sind beide Lehrproben mit "mangelhaft" oder eine Lehrprobe mit "ungenügend" bewertet, ist die Prüfung nicht bestanden.

(8) Die Anwesenheit dienstlich interessierter Personen ist mit Zustimmung des Vorsitzenden des Prüfungsausschusses, bei Unterausschüssen mit Zustimmung des Leiters des Unterausschusses, möglich. Personen, die Prüfer oder Vorsitzende gemäß § 15 Abs. 1 Satz 2 und 3 sein können, sowie an der Ausbildung beteiligte Lehrkräfte dürfen mit Zustimmung des Vorsitzenden, bei Unterausschüssen mit Zustimmung des Leiters des Unterausschusses, bei der Prüfung einschließlich der Beratung und Beschlussfassung anwesend sein. Der Realschullehreranwärter kann die Anwesenheit von nicht in Satz 2 genannten Personen ablehnen.

(9) In den Fällen der Absätze 4 und 5 werden bei den Werktagen die Samstage nicht mitgezählt.


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