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Amtliche Abkürzung:BVO
Fassung vom:06.07.2016
Gültig ab:01.09.2016
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Rheinland-Pfalz
Gliederungs-Nr:2030-1-50
Beihilfenverordnung Rheinland-Pfalz
(BVO)
Vom 22. Juni 2011

§ 19
Tiefenpsychologisch fundierte
und analytische Psychotherapie

(1) Aufwendungen für Behandlungen der tiefenpsychologisch fundierten und der analytischen Psychotherapie nach den Nummern 860 bis 865 des Gebührenverzeichnisses für ärztliche Leistungen der Gebührenordnung für Ärzte sind je Krankheitsfall nur in folgendem Umfang beihilfefähig:

1.

tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie:

Behandlungsabschnitt

Einzelbehandlung

Gruppenbehandlung

Stufe 1

50 Sitzungen

40 Sitzungen

Stufe 2

weitere
30 Sitzungen

weitere
20 Sitzungen

Stufe 3

höchstens weitere
20 Sitzungen

höchstens weitere
20 Sitzungen

2.

analytische Psychotherapie:

Behandlungsabschnitt

Einzelbehandlung

Gruppenbehandlung

Stufe 1
-erster Teil

80 Sitzungen

40 Sitzungen

Stufe 1
-zweiter Teil

weitere
80 Sitzungen

weitere
40 Sitzungen

Stufe 2

nochmals weitere
80 Sitzungen

nochmals weitere
40 Sitzungen

Stufe 3

höchstens weitere
60 Sitzungen

höchstens weitere
30 Sitzungen

3.

tiefenpsychologisch fundierte oder analytische Psychotherapie von Kindern:

Behandlungsabschnitt

Einzelbehandlung

Gruppenbehandlung

Stufe 1

70 Sitzungen

40 Sitzungen

Stufe 2

weitere
50 Sitzungen

weitere
20 Sitzungen

Stufe 3

nochmals weitere
30 Sitzungen

nochmals weitere
30 Sitzungen

4.

tiefenpsychologisch fundierte oder analytische Psychotherapie von Jugendlichen:

Behandlungsabschnitt

Einzelbehandlung

Gruppenbehandlung

Stufe 1

90 Sitzungen

40 Sitzungen

Stufe 2

weitere
50 Sitzungen

weitere
20 Sitzungen

Stufe 3

nochmals weitere
40 Sitzungen

nochmals weitere
30 Sitzungen

Voraussetzung für die Beihilfefähigkeit der Aufwendungen der einzelnen Behandlungsabschnitte ist, dass jeweils vor Beginn der Behandlung eine erneute eingehende Begründung der Therapeutin oder des Therapeuten vorgelegt und die Behandlung durch die Festsetzungsstelle im Vorfeld anerkannt wird. Zeigt sich bei der Therapie, dass das Behandlungsziel bis zum Abschluss der Stufe 2 nicht erreicht wird, kann in medizinisch besonders begründeten Einzelfällen eine weitere begrenzte Behandlungsdauer anerkannt werden. Voraussetzung für die Anerkennung ist das Vorliegen einer Indikation nach § 17 Abs. 1 , die nach ihrer besonderen Symptomatik und Struktur eine besondere tiefenpsychologisch fundierte oder analytische Bearbeitung erfordert und eine hinreichende Prognose über das Erreichen des Behandlungsziels erlaubt; die Anerkennung darf erst nach Abschluss der Stufe 2 erfolgen. In medizinisch besonders begründeten Ausnahmefällen kann die Beihilfefähigkeit von Aufwendungen für die durch Gutachten belegte notwendige Behandlung auch für eine über die in Satz 1 Nr. 3 und 4 zugelassene Höchstzahl von Sitzungen hinaus anerkannt werden. Hierüber entscheidet im unmittelbaren Landesdienst die Festsetzungsstelle im Einvernehmen mit dem für das finanzielle öffentliche Dienstrecht zuständigen Ministerium, im Übrigen die oberste Dienstbehörde.

(2) Der Beihilfefähigkeit steht nicht entgegen, wenn bei tiefenpsychologisch fundierter oder analytischer Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres Bezugspersonen einbezogen werden.

(3) Im Rahmen psychoanalytisch begründeter Verfahren ist die simultane Kombination von Einzel- und Gruppentherapie grundsätzlich ausgeschlossen.


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