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Amtliche Abkürzung:BVO
Fassung vom:26.07.2018
Gültig ab:01.10.2018
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Rheinland-Pfalz
Gliederungs-Nr:2030-1-50
Beihilfenverordnung Rheinland-Pfalz
(BVO)
Vom 22. Juni 2011

Anlage 1

(zu § 8 Abs. 7 )

Beihilfefähigkeit wissenschaftlich nicht allgemein anerkannter Methoden

1.

Völliger Ausschluss

Die Aufwendungen für folgende wissenschaftlich nicht allgemein anerkannte Methoden sind von der Beihilfefähigkeit ausgeschlossen:

A

-

Anwendung tonmodulierter Verfahren, Audio-Psycho-Phonologische Therapie (z. B. nach Tomatis, Hörtraining nach Dr. Volf, Audiovokale Integration und Therapie, Psychophonie-Verfahren zur Behandlung einer Migräne)

-

Atlastherapie nach Arlen

-

Autohomologe Immuntherapien (z. B. ACTI-Cell-Therapie)

-

Autologe-Target-Cytokine-Therapie (ATC) nach Dr. Klehr

-

Ayurvedische Behandlungen, z. B. nach Maharishi

B

-

Behandlung mit nicht beschleunigten Elektronen nach Dr. Nuhr

-

Biophotonen-Therapie

-

Bioresonatorentests

-

Blutkristallisationstests zur Erkennung von Krebserkrankungen

-

Bogomoletz-Serum

-

Brechkraftverändernde Operation der Hornhaut des Auges (Keratomileusis) nach Prof. Barraquer

-

Bruchheilung ohne Operation

C

-

Colon-Hydro-Therapie und ihre Modifikationen

-

Computergestützte mechanische Distraktionsverfahren zur nichtoperativen segmentalen Distraktion an der Wirbelsäule

-

Computergestütztes Gesichtfeldtraining zur Behandlung nach einer neurologisch bedingten Erkrankung oder Schädigung

-

Cytotoxologische Lebensmitteltests

D

-

DermoDyne-Therapie (DermoDyne-Lichtimpfung)

E

-

Elektro-Neural-Behandlungen nach Dr. Croon

-

Elektro-Neural-Diagnostik

-

Epidurale Wirbelsäulen-Kathetertechnik nach Professor Racz

F

-

Frischzellentherapie

G

-

Ganzheitsbehandlungen auf bioelektrisch-heilmagnetischer Grundlage (z. B. Bioresonanztherapie, Decoderdermografie, Elektroakupunktur nach Dr. Voll, Elektronische Systemdiagnostik, Medikamententests nach der Bioelektrischen Funktionsdiagnostik -BFD-, Mora-Therapie)

-

Gezielte vegetative Umstimmungsbehandlung oder gezielte vegetative Gesamtumschaltung durch negative statische Elektrizität

H

-

Heileurythmie

-

Höhenflüge zur Asthma- oder Keuchhustenbehandlung

I

-

Immuno-augmentative Therapie (IAT)

-

Immunseren (Serocytol-Präparate)

-

Iso- oder hyperbare Inhalationstherapien mit ionisiertem oder nicht ionisiertem Sauerstoff/Ozon einschließlich der oralen, parenteralen oder perkutanen Aufnahme (z. B. Hämatogene Oxydationstherapie, Sauerstoff-Darmsanierung, Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie nach Prof. Dr. von Ardenne)

K

-

Kinesiologische Behandlung

-

Kirlian-Fotografie

-

Kombinierte Serumtherapie (z. B. Wiedemann-Kur)

-

Konduktive Förderung nach Petö, sofern nicht als pädagogische Maßnahme bereits von der Beihilfefähigkeit ausgeschlossen

L

-

Laser-Behandlung im Bereich der physikalischen Therapie

-

Laser-Behandlung von Nagelmykose

M

-

Modifizierte Eigenblutbehandlung (z. B. nach Garthe, Blut-Kristall-Analyse unter Einsatz der Präparate Autohaemin, Antihaemin und Anhaemin, Orthokin-Therapie) und sonstige Verfahren, bei denen aus körpereigenen Substanzen der Patientin oder des Patienten individuelle Präparate gefertigt werden (z. B. Gegensensibilisierung nach Theurer, Clustermedizin)

N

-

Neurotopische Diagnostik und Therapie

-

Niedrig dosierter, gepulster Ultraschall

O

-

Osmotische Entwässerungstherapie

P

-

Photodynamische Lasertherapie in der Parodontologie

-

Psycotron-Therapie

-

Pulsierende Signaltherapie (PST)

-

Pyramidenenergiebestrahlung

R

-

Regeneresen-Therapie

-

Reinigungsprogramm mit Megavitaminen und Ausschwitzen

-

Rolfing-Behandlung

S

-

Schwingfeld-Therapie

-

Sipari-Therapie

T

-

Thermoregulationsdiagnostik

-

Transorbitale Wechselstromstimulation bei Optikusatrophie

-

Trockenzellentherapie

V

-

Vaduril-Injektionen gegen Parodontose

-

Vibrationsmassage des Kreuzbeins

Z

-

Zellmilieu-Therapie

2.

Teilweiser Ausschluss

Die Aufwendungen für folgende wissenschaftlich nicht allgemein anerkannte Methoden sind teilweise von der Beihilfefähigkeit ausgeschlossen:

-

Chelat-Therapie

Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei schwerwiegender Schwermetallvergiftung, Morbus Wilson (Kupferspeicherkrankheit) und Siderosen (Eisenspeicherkrankheit). Aufwendungen für alternative Schwermetallausleitungen gehören nicht zur Behandlung von Schwermetallvergiftungen.

-

Chirurgischer Hornhauteingriff zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit durch Laser

Aufwendungen sind nur beihilfefähig, wenn

-

eine Korrektur der Fehlsichtigkeit durch Brillen oder Kontaktlinsen nach augenärztlicher oder gegebenenfalls sonstiger fachärztlicher Feststellung objektiv nicht möglich ist, in Zweifelsfällen ist ein Gutachten einzuholen, und

-

die Festsetzungsstelle die Beihilfefähigkeit des Eingriffs vorher schriftlich anerkannt hat.

-

Hyperbare Sauerstofftherapie (Uberdruckbehandlung)

Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei Behandlung von Kohlenmonoxydvergiftung, Gasgangrän, chronischen Knocheninfektionen, Septikämien, schweren Verbrennungen, Gasembolien, diabetischem Fußsyndrom (ab Wagner Stadium II), peripherer Ischämie oder bei mit Perzeptionsstörungen des Innenohres verbundenen Tinnitusleiden.

-

Hyperthermie-Behandlung

Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei Geschwulstbehandlung.

-

Klimakammerbehandlungen

Aufwendungen sind nur beihilfefähig, soweit andere übliche Behandlungsmethoden nicht zum Erfolg geführt haben und die Festsetzungsstelle aufgrund eines amts- oder vertrauensärztlichen Gutachtens die Beihilfefähigkeit vor Beginn der Behandlung anerkannt hat.

-

Lanthasol-Aerosol-Inhalationskur

Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei Aerosol-Inhalationskuren mit hochwirksamen Medikamenten, z. B. Aludrin.

-

Magnetfeldtherapie

Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei Behandlung von atrophen Pseudarthrosen sowie bei Endoprothesenlockerung, idiopathischer Hüftnekrose und verzögerter Knochenbruchheilung, wenn sie in Verbindung mit einer sachgerechten chirurgischen Therapie durchgeführt wird sowie bei psychiatrischen Erkrankungen.

-

Ozontherapie

Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei Gasinsufflationen, wenn damit arterielle Verschlusserkrankungen behandelt werden und die Festsetzungsstelle aufgrund eines amts- oder vertrauensärztlichen Gutachtens die Beihilfefähigkeit vor Beginn der Behandlung anerkannt hat.

-

Stoßwellentherapie

-

Fokussierte Extracorporale Stoßwellentherapie (f-ESWT)

Die Aufwendungen sind im orthopädischen und schmerztherapeutischen Bereich nur beihilfefähig bei Behandlung der Tendinosis calcarea, der Pseudarthrose, der therapieresistenten Achillessehnenentzündung (therapierefraktäre Achillodynie), der therapierefraktären Epicondylitis humeri radialis oder der Fasziitis plantaris. Auf der Grundlage des Beschlusses der Bundesärztekammer zur Analogbewertung der f-ESWT sind Gebühren nach der Nummer 1800 GOÄ beihilfefähig. Daneben sind keine Zuschläge beihilfefähig.

-

Radiale Stoßwellentherapie (r-ESWT)

Die Aufwendungen sind im orthopädischen und schmerztherapeutischen Bereich nur beihilfefähig bei Behandlung der therapierefraktären Epicondylitis humeri radialis. Auf der Grundlage des Beschlusses der Bundesärztekammer zur Analogbewertung der r-ESWT sind Gebühren nach der Nummer 302 GOÄ beihilfefähig. Daneben sind keine Zuschläge beihilfefähig.

-

Therapeutisches Reiten (Hippotherapie)

Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei ausgeprägten cerebralen Bewegungsstörungen (Spastik) oder schwerer geistiger Behinderung, sofern die ärztlich verordnete und indizierte Behandlung von Physiotherapeutinnen oder Physiotherapeuten mit entsprechender Zusatzausbildung durchgeführt wird. Die Leistung wird Anlage 3 lfd. Nr. 4 bis 6 zugeordnet.

-

Thymustherapie und Behandlung mit Thymuspräparaten

Aufwendungen sind nur beihilfefähig bei Krebserkrankungen, wenn andere übliche Behandlungsmethoden nicht zum Erfolg geführt haben.



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