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Aktuelle Gesamtausgabe
juris-Abkürzung:MoselSchGerAbkG RP
Ausfertigungsdatum:28.04.1966
Textnachweis ab:01.10.2001
Dokumenttyp: Gesetz
Quelle:Wappen Rheinland-Pfalz
Fundstelle:GVBl. 1966, 115
Gliederungs-Nr:Anhang I 25
Landesgesetz
über den Abschluß eines Abkommens zwischen den Ländern Nordrhein-Westfalen,
Rheinland-Pfalz und dem Saarland über die Errichtung von
Moselschiffahrtsgerichten
Vom 28. April 1966 *
Zum 15.11.2019 aktuellste verfügbare Fassung der Gesamtausgabe

Fußnoten

*
GVBl. S. 115

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis

§ 1

Dem am 1. Februar, 25. Februar, 9. März 1966 unterzeichneten Abkommen zwischen den Ländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland über die Errichtung von Moselschiffahrtsgerichten wird zugestimmt. Das Abkommen wird nachstehend veröffentlicht.

§ 2 *

Dieses Gesetz tritt am Tage nach seiner Verkündung in Kraft.

Fußnoten

*

Verkündet am 30. 4. 1966

Abkommen

Abkommen
zwischen den Ländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem
Saarland über die Errichtung von Moselschiffahrtsgerichten

Das Land Nordrhein-Westfalen

- vertreten durch den Ministerpräsidenten -

das Land Rheinland-Pfalz

- vertreten durch den Ministerpräsidenten -

und das Saarland

- vertreten durch den Ministerpräsidenten -

schließen vorbehaltlich der Genehmigung ihrer verfassungsmäßig berufenen Organe nachstehendes Abkommen:

Artikel 1

Auf Grund des Artikels 34 Absatz 1 des Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland, der Französischen Republik und dem Großherzogtum Luxemburg über die Schiffbarmachung der Mosel vom 27. Oktober 1956 - Bundesgesetzbl. II S. 1838 - und der §§ 4 und 18 a des Gesetzes über das gerichtliche Verfahren in Binnenschifffahrtssachen vom 27. September 1952 - Bundesgesetzbl. I S. 641 - in der Fassung des Gesetzes zur Änderung des Gesetzes über das gerichtliche Verfahren in Binnenschiffahrts- und Rheinschiffahrtssachen vom 14. Mai 1965 - Bundesgesetzbl. I S. 389 - wird die Verhandlung und Entscheidung von Binnenschiffahrtssachen einschließlich der Moselschiffahrtssachen für den gesamten Mosellauf, auf dem deutsche Gerichtsbarkeit ausgeübt wird, im 1. Rechtszug dem Amtsgericht St. Goar übertragen.

Artikel 2

Die Verhandlung und Entscheidung über Berufungen und Beschwerden gegen die Entscheidung des Amtsgerichts St. Goar in den Artikel 1 genannten Angelegenheiten wird dem Oberlandesgericht in Köln übertragen.

Artikel 3

Für die bis zum 30. April 1966 anhängig werdenden Verfahren verbleibt es bei der bisherigen Zuständigkeit.

Artikel 4

(1) Dieses Abkommen bindet die vertragschließenden Länder nur insoweit, als von einem Land die Verhandlung und Entscheidung von Binnenschiffahrts- und Moselschiffahrtssachen einem Gericht eines anderen Landes zugewiesen wird. Soweit keine Bindung besteht, bleibt die Befugnis der Landesregierungen nach § 4 Absatz 1 des Gesetzes über das gerichtliche Verfahren in Binnenschiffahrtssachen durch dieses Abkommen unberührt.

(2) Das Abkommen kann von jedem beteiligten Land gegenüber den anderen beteiligten Ländern oder auch nur einem von ihnen mit einer Frist von drei Monaten schriftlich gekündigt werden. Im Falle einer Kündigung bleiben die zwischen den übrigen Beteiligten getroffenen Vereinbarungen unberührt.

Artikel 5

Dieses Abkommen tritt am 1. Mai 1966 in Kraft.

Düsseldorf, den 1. Februar 1966

Der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen

gez. Meyers

Mainz, den 25. Februar 1966

Der Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz

gez. Altmeier

Saarbrücken, den 9. März 1966

Der Ministerpräsident des Saarlandes

gez. Röder