Schnellnavigation

Steuerleiste | Navigation | Suche | Inhalt

Suche

Erweiterte Suche Tipps und Tricks zur Suche

Alle Dokumente

Suchmaske und Trefferliste maximieren
 


Hinweis

Dokument

  in html speichern drucken Ansicht maximierenDokumentansicht maximieren
Vorschrift
Normgeber:Ministerium für Bildung
Erlassdatum:31.10.2018
Fassung vom:31.10.2018
Gültig ab:01.10.2018
Gültig bis:31.12.2023
Quelle:juris Logo
Gliederungs-Nr:22350
Curriculare Standards der Studienfächer in lehramtsbezogenen Bachelor- und Masterstudiengängen - Anlage: Curriculare Standards der Studienfächer

Nichtamtliches Inhaltsverzeichnis


Zum Hauptdokument : Curriculare Standards der Studienfächer in lehramtsbezogenen Bachelor- und Masterstudiengängen



Anlage



Curriculare Standards der Studienfächer



Inhaltsübersicht



1.
Bautechnik
2.
Bildende Kunst
3.
Bildungswissenschaften
4.
Biologie
5.
Chemie
6.
Deutsch
7.
Elektrotechnik
8.
Englisch
9.
Ethik
10.
Französisch
11.
Geografie
12.
Geschichte
13.
Griechisch
14.
Grundschulbildung
15.
Holztechnik
16.
Informatik
17.
Informationstechnik/Informatik
18.
Italienisch
19.
Latein
20.
Mathematik
21.
Metalltechnik
22.
Musik
23.
Philosophie/Ethik
24.
Physik
25.
Evangelische Religionslehre
26.
Katholische Religionslehre
27.
Russisch
28.
Sonderpädagogik
29.
Sozialkunde
30.
Spanisch
31.
Sport
32.
Wirtschaft
33.
Wirtschaft und Arbeit
34.
Pflege
35.
Gesundheit


Abkürzungen:

LA = Lehramt, LÄ = Lehrämter, GS = Grundschulen, RS plus = Realschulen plus, Gym = Gymnasien, BBS = berufsbildende Schulen, FöS = Förderschulen



1.


1.1


Studienteil

Modul

Titel

Studiengang für LA

Bachelorstudiengang

1

Darstellen, Entwerfen und Zeichnen

an BBS

2

Tragwerkslehre

3

Bau- und Vertragsrecht, Baubetrieb

4

Baukonstruktion

5

Baustofftechnologie, Bauphysik

6

Vermessungskunde

7

Fachdidaktik für den bautechnischen Unterricht

8

Wahlpflichtbereich

Masterstudiengang

9

Bautechnische Bereiche: Tiefbau, Straßenbau

an BBS

10

Bautechnische Bereiche: Hochbau, Bauschäden

11

Rechnergestützte Methoden und Verfahren

12

Aspekte unterrichtlicher Praxis im Fach Bautechnik

13

Wahlpflichtbereich



Anmerkung:

Die Prüfungsordnungen der Hochschulen können eine abweichende Verteilung der Module zwischen Bachelor- und Masterstudiengang vorsehen.



1.2


Modul 1

Darstellen, Entwerfen und Zeichnen

Inhalte:

Einführung in das geometrische Raumverständnis und in geometrische Abbildungsmethoden zur Darstellung dreidimensionaler Objekte in einer zweidimensionalen Zeichenfläche

Kommunikation über Architektur mittels Zeichnungen, Abbildungsmethode der Parallelprojektion und einfache geometrische Formen, Methoden der Darstellung räumlicher Objekte in zugeordneten Normalrissen und Axonometrien sowie (in Umkehrung) der Rekonstruktion räumlicher Objekte aus Zeichnungen; Lösen einfacher räumlich-geometrischer Probleme, insbesondere an Architekturbeispielen

Methodik des architektonischen Entwurfs als rational gesteuerter Entscheidungsprozess: Entwurf einfacher räumlicher Zusammenhänge unter Berücksichtigung städtebaulicher, räumlicher, funktioneller, konstruktiver und gestalterischer Einflüsse und deren Bedeutung für Entwurfsentscheidungen; methodische Inhalte und Werkzeuge (Typologie, Analyse, Kohärenzprinzip, Selbst- und Fremdreferenzen der Architektur, Bezugsysteme/Stile); Einführung in Darstellungsmöglichkeiten und Techniken der architektonischen Sprache (Zeichnungen, Modelle, Pläne)

Einführung in die Verwendung digitaler Medien bei Entwurfsprozess und -präsentation; Grundlagen der Internetnutzung, Aufbereitung, Bildbearbeitung, Darstellung und Präsentation

Technisches Zeichnen: Geräte und Hilfsmittel, Einführung in die DIN-Zeichnungsnormen, Schriftfeld und Beschriftung, Darstellung und Bemaßung technischer Objekte, Schnittdarstellungen, Bauzeichnungen, axonometrische Darstellungen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen die Methoden der Darstellung räumlicher Objekte in zugeordneten Normalrissen und Axonometrien sowie deren Umkehrung, der Rekonstruktion räumlicher Objekte aus den Zeichnungen und können einfache räumlich-geometrische Probleme lösen, sie haben ein räumliches Vorstellungsvermögen und räumliches Denken entwickelt;

können einfache räumliche Zusammenhänge entwerfen und beherrschen die zugehörigen methodischen Inhalte und Werkzeuge; sie können die grundlegenden Techniken und Programme des computergestützten Entwerfens anwenden;

kennen Schrift-, Zeichentechniken sowie die für das Zeichnen im Bauwesen gültigen DIN-Normen und können übersichtliche, saubere und den Normen entsprechende technische Zeichnungen anfertigen.



Modul 2

Tragwerkslehre

Inhalte:

Grundlagen der Statik und Festigkeitslehre: physikalische Grundlagen, Einwirkungen aus äußeren Lasten, Modellbildung einfacher statischer Systeme, innere Reaktionskräfte in Bauteilen, Spannungen

Topologie der Tragelemente, Gelenkträger, Durchlaufträger, Fachwerkträger, Bogen, Seil- und Stützlinie, Rahmen, Grundlagen der Bemessung traditioneller Werkstoffe (Holz, Stahl, Mauerwerk, Beton)

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über Kenntnisse und Methoden zur Beurteilung ingenieurtechnischer Belange, insbesondere Grundkenntnisse in Statik und Festigkeitslehre;

kennen Wirkungsweisen und Prinzipien von statischen Systemen und können diese untersuchen; sie kennen die Wirkungsweisen grundlegender ebener und räumlicher Tragstrukturen;

können Eignungen und Einsatzmöglichkeiten verschiedener Werkstoffe für die jeweiligen Tragstrukturen beurteilen, kennen statische Prinzipien der einzelnen Systeme;

beherrschen Entwurfsstrategien für Tragwerke.



Modul 3

Bau- und Vertragsrecht, Baubetrieb

Inhalte:

Verfassungs- und berufsrechtliche Grundlagen der Architekturtätigkeit; Vertragsbeziehungen zwischen Architekten und Bauherren nach VOB und HOAI; Rechtsbeziehungen zwischen den sonst am Bau Beteiligten

Koppelungsverbot zwischen Grundstücksverkäufen und Architekturleistungen; Honorarregelungen; Bedeutung und Inhalt der VOB; Bauzahlen nach DIN 277, Kostenermittlung nach DIN 276 und HOAI, Einführung in die Kalkulation

Organisationslehre, Aufbau- und Ablauforganisation, Projektsteuerung, Facilities Management, Flächenmanagement, Technisches Gebäudemanagement, Projektentwicklung; Projektmanagement bestehend aus Organisationsmanagement, Terminmanagement, Kostenmanagement, Kapazitätsmanagement, Qualitätsmanagement, Vertragsmanagement und Sicherheitsmanagement; infrastrukturelles Gebäudemanagement, Benchmarking, strategisches und operatives Facility Management, Contracting

Projektentwicklung: Grundlagen, Feasibility-Analyse von Bauprojekten, Risiken der Projektentwicklung, Phasen der Projektentwicklung; Kalkulation von Bauleistungen: Grundlagen, Kostenstruktur von Bauwerken, Kalkulationslohnberechnung, Kalkulation über die Angebotsendsumme, Kalkulation mit vorberechneten Zuschlägen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen die für ihre spätere Tätigkeit bedeutsamen privat- und öffentlich-rechtlichen Regelungen sowohl im privatwirtschaftlichen als auch im behördlichen Bereich;

haben einen Überblick über Funktionen und Aufgaben der vertraglichen Zusammenarbeit; sie kennen die Grundlagen der Vergabe- und Vertragsordnung für Bauleistungen (VOB), insbesondere die Bestimmungen für die Vorgabe und für die Ausführung von Bauleistungen;

beherrschen die Grundlagen der Kalkulation (Preisermittlung, Kostenstruktur von Bauwerken, einzelne Kalkulationsverfahren);

kennen Methoden des Projektmanagements, insbesondere Termin-, Kosten- und Qualitätsmanagement; sie können grafische und analytische Methoden anwenden; sie kennen die Grundlagen des Facility Managements.



Modul 4

Baukonstruktion

Inhalte:

Überblick der Bauweisen und Konstruktionstypen: Massivbauweise, Schottenbauweise, Mischbauweisen mit dem Schwerpunkt auf Holzskelettkonstruktionen

Einführung in die Tragwerkskonstruktion, Grundlagen Mauerwerksbau, Eigenschaften wesentlicher Baustoffe und Verbindungsmittel, Grundlagen zu Stabtragwerken und stabförmigen Tragelementen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über einen Überblick der Bauweisen und Konstruktionstypen;

kennen die verschiedenen Typen, Varianten und Untervarianten in ihrem konstruktiven Gefüge und können ihre Umsetzung beurteilen;

können eine ganzheitliche Betrachtungsweise von Funktion, Konstruktion und Form anwenden, konstruktive Entwurfsprojekte entwickeln und in verschiedenen Maßstäben in Modellen und Zeichnungen bearbeiten sowie in Präsentationen darstellen.



Modul 5

Baustofftechnologie, Bauphysik

Inhalte:

Allgemeine Grundlagen, Holz und Holzwerkstoffe, Kunststoffe, Bitumen und Asphalt, Metallische Werkstoffe, Glas, Mauerwerk, anorganische Bindemittel, Gesteinskörnungen, Beton, Estriche, Mörtel, Verbundwerkstoffe

Wärme, Temperatur, Feuchte, Wärmeübertragungsmechanismen, Wärmebrücken, Wärmeschutz im Hochbau; Wasserdampfdiffusion, Feuchtigkeitsschutz im Hochbau, Grundlagen der Akustik, Schallschutz im Hochbau

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über das Verständnis zur sachgerechten Auswahl und Anwendung der Werkstoffe des Bauwesens; sie kennen die Grundlagen für eine gezielte Optimierung, bzw. Weiterentwicklung der Baustoffe;

besitzen grundlegende bauphysikalische Kenntnisse für die Planung, Detaillierung und Ausführung von Bauwerken aller Art.

Teilnahmevoraussetzungen:

Kenntnis der allgemeinen Grundlagen der anorganischen und organischen Chemie



Modul 6

Vermessungskunde

Inhalte:

Aufgaben und Institutionen des Vermessungswesens, Lage- und Höhenmessungen, Bauaufnahmen, Bauabsteckungen, Planherstellung, Kartiergrundlagen amtlicher Karten

Bestandsaufnahme von Einzelobjekten und/oder Ensembles, Baudokumentation; topographische Aufnahmen (geodätische und photogrammetrische Verfahren), CAD-Bearbeitung von Gebäude- und Geländeaufnahmen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen die in der Praxis wichtigsten Messmethoden und Messgeräte und sind über Wesen und Aufgaben der amtlichen Vermessung informiert;

beherrschen geodätische Messtechniken im Bauwesen und sind in der Lage zu entscheiden, ob zur Lösung von Aufgaben im Bauwesen Messungen von ihnen selbst durchgeführt werden können oder ob Vermessungsfachleute hinzugezogen werden müssen.

 

Modul 7

Fachdidaktik für den bautechnischen Unterricht

Inhalte:

Grundlagen: Schulformen und Bildungsgänge der berufsbildenden Schule, Verordnung über die Berufsausbildung in der Bauwirtschaft, Ausbildungsberufe und Ausbildungsordnungen, duales System der Berufsbildung, Lernorte

Schulart- und schulstufenspezifische Vorgaben, Unterrichtsfächer, Lernfelder, Lernfeldorientierung; didaktische Modelle und Analysen; Handlungs- und Fachsystematik

Projektorientierung, Projektbeschreibung, Projektaufgaben, Lernsituation, Lernaufgabe

Konzeptionelle Orientierung für den bau- und holzfachlichen Unterricht, Unterrichts- und Sozialformen

Medienrecherche, Mediengestaltung und -erstellung, Professionalisierung des Medieneinsatzes

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


haben einen Einblick in die Rahmenbedingungen des berufsbezogenen Unterrichtes an berufsbildenden Schulen;

verfügen über die Grundlagen der didaktischen Analyse bau- und holztechnischer Inhalte und sind fähig, fachwissenschaftliche Inhalte unter fachdidaktischer Fragestellung für den Unterricht an berufsbildenden Schulen zu erschließen;

können fachwissenschaftliche Inhalte unter Beachtung der schulart- und schulstufenspezifische Vorgaben in konkrete Unterrichtsgegenstände umsetzen, dafür geeignete konkrete Lerninhalte auswählen und diese in Form eines kleinen Unterrichtsprojektes darstellen;

beherrschen die verschiedenen Möglichkeiten, Lerninhalte abwechslungsreich und lerneffektiv zu gestalten; sie können dazu Unterrichtsmedien sichten und erstellen; sie können Lehr- und Lernkonzepte unter methodischen Aspekten planen.



Modul 8

Wahlpflichtbereich

Inhalte:

Auswahl aus folgenden Bereichen im Umfang eines Moduls

Höhere Mathematik

Baugeschichte, künstlerisches Gestalten

Entwurfsstrategien, digitales und methodisches Entwerfen

Grundlagen des Verfassungs-, Verwaltungs- und Kommunalrechts

Ingenieurgeologie

Geometrische Grundlagen

Baukonstruktion

Technische Gebäudeausrüstung

Verkehrswesen, Grundlagen der Infrastruktur- und Umweltschutztechnik: Siedlungswasserwirtschaft, Wasserwirtschaft

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


haben eine vertiefte Kenntnis innerhalb der ausgewählten Gegenstandsbereiche, beherrschen die einschlägigen Methoden, Analyse- und Anwendungsverfahren.



1.3


Modul 9

Bautechnische Bereiche: Tiefbau, Straßenbau

Inhalte:

Bodenmechanik: Einführung, Untergrunderkundung, Eigenschaften von Böden, Druckausbreitung im Untergrund, Setzungen, Konsolidierung, Scherfestigkeit, Erddruck/Erdwiderstand, zentrisch und exzentrisch belastete Fundamente, Standsicherheiten

Grundbau: Sicherheiten, Bodenverbesserung, Grundwasserhaltung, Wasserwirkungen, Baugrubenverbau, Flachgründungen, Abdichtungen, Stützwände, Pfahlgründungen

Straßenbau: Praxis des Straßenbaus, konstruktive Ausbildung von Straßen; Straßenbaustoffe: Bitumen, Zement, Mineralstoffe, Recycling-Material; Erdbau: Massenverteilung, Erdbaugeräte; bituminöser Straßenbau; Betonstraßenbau; Abdichtung/Belegsysteme Brücken; Straßenerhaltung, -unterhaltung, betriebsdienst

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können wichtige bodenmechanische Zusammenhänge erkennen und einfache erdstatische Nachweise führen;

sind fähig, Standardprobleme des Grundbaus konstruktiv und rechnerisch zu lösen;

besitzen grundlegende Kenntnisse des konstruktiven Straßenbaus.



Modul 10

Bautechnische Bereiche: Hochbau, Bauschäden

Inhalte:

Massivbau: Einführung in die Grundlagen des Stahlbeton- und Spannbetonbaus, Tragfähigkeitsnachweis von Stahlbetonquerschnitten für Biegung, Biegung mit Längskraft und Längskraft allein

Ingenieurholzbau: Bauweisen von Holzhäusern, Baustoffe im Holzbau, Bemessung von Konstruktionselementen, Holzschutz, Dachtragwerke, Hallen- und Rahmentragwerke

Bauschadensanalyse: nach Baukonstruktionsteilen gegliederter Bauschadenskatalog, praktische Bauschadensfälle aus der Sicht der Bauschadensbegutachtung

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


haben grundlegende Kenntnisse über das Verhalten, die rechnerische Behandlung und die konstruktive Gestaltung von Stahlbeton- und Spannbetonbauteilen;

haben grundlegende Kenntnisse über das Verhalten, die rechnerische Behandlung und die konstruktive Gestaltung von Holzkonstruktion und sind in der Lage, geeignete Tragsysteme zu entwerfen und zu bemessen;

haben einen Überblick über die Vielfalt der Schadensfälle; sie können sie analysieren, die Ursachen erforschen, geeignete Sanierungsmaßnahmen auswählen und deren Kosten ermitteln.



Modul 11

Rechnergestützte Methoden und Verfahren

Inhalte:

Aufbau, Arbeitsweise und Leistungsmerkmale von Rechenanlagen, Einsatz von Internettechnologien, Einführung in die Bausoftware

Matrizenalgebra, lineare Gleichungssysteme, Lösungsverfahren für lineare Gleichungssysteme, numerische Interpolation, Integration und Differenziation, Eigenwerte und Eigenvektoren

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können die elektronische Datenverarbeitung sinnvoll und effektiv in Ingenieur- und Planungsaufgaben einsetzen;

sind mit den numerischen Methoden zur Lösung praktischer Bauingenieuraufgaben vertraut und können entsprechende Anforderungen selbstständig unter Einsatz elektronischer Datenverarbeitungsanlagen lösen.



Modul 12

Aspekte unterrichtlicher Praxis im Fach Bautechnik

Inhalte:

Beobachtung, Planung und Konzeption von Unterricht der Bau- und Holztechnik: Faktoren guten Unterrichts, Verlaufsmöglichkeiten und Darstellungsformen von Unterricht, Unterrichtsphasen (Konfrontation, Strukturierung, Erarbeitung, Lösung, Präsentation, Sicherung, Transfer), Lern- und Leistungsmotivation, Ziel- und Kompetenzformulierungen, Schülerselbsttätigkeit, ermöglichungsdidaktische didaktische Ansätze

Erstellen von Unterrichtsplanungen der Bautechnik: Anwendung der Inhalte aus Modul 7 auf konkrete Fachklassen und Unterrichtsthemen, Erarbeitung schriftlicher Unterrichtsplanungen

Planung und Aufbau von Unterrichtsreihen der Bautechnik: Projektorientierung, didaktischmethodische Entscheidungen, Ablaufplan, Medienplanung, Projektmappe, Portfolio, Kompetenzraster, Kontrolle und Sicherung

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


sind fähig, Unterrichtsstunden der Bau- und Holztechnik systematisch zu beobachten und zu planen; sie können verschiedene Unterrichtsphasen, deren Abfolge und zeitliche Gliederung planen, entsprechend der aktuellen schulart- und schulstufenspezifische Vorgaben Ziele und Kompetenzen auswählen und auf konkrete Unterrichtsstunden beziehen;

können im Hinblick auf die Anforderungen der zweiten Phase der Lehrerausbildung konkrete Unterrichtsplanungen für Fachklassen der Bautechnik entwickeln und diese schriftlich darstellen;

kennen die Grundsätze für die Planung und Durchführung mehrstündiger Unterrichtsreihen; sie können Projektideen entwerfen, sie detailliert durchplanen und schriftlich darstellen.



Modul 13

Wahlpflichtbereich

Inhalte:

Auswahl aus folgenden Bereichen im Umfang eines Moduls

Raumgestaltung, Entwurfsstrategien, Künstlerisches Gestalten

Konstruktiver Ingenieurbau, Gebäudelehre, Massivbau, Stahlbau, Ingenieurholzbau

Baubetriebstechnik, baulicher Brandschutz

Bodenmechanisches Praktikum

Ingenieurmathematik, Finite Element Methode, CAD

Hydromechanik und Hydraulik

Abfallwirtschaft, Wasserversorgung, Siedlungsentwässerung, Abwasserbehandlung

Verkehrsplanung

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


haben eine vertiefte Kenntnis innerhalb der ausgewählten Gegenstandsbereiche, beherrschen die einschlägigen Methoden, Analyse- und Anwendungsverfahren.



2.


2.1


Studienteil

Modul

Titel

Studiengang für LA

Bachelorstudiengang
1. – 4. Semester

1

Fachgrundlagen und Methoden der Kunstdidaktik und Kunstwissenschaft

an GS, RS plus, Gym, FöS

2

Grundlagen der Kunstgeschichte

3

Neuere Kunstgeschichte und Sachgebiete der Kunst

4

Einführung in die künstlerische Praxis

5

Künstlerisches Projekt

Bachelorstudiengang
5. – 6. Semester

6

Kunstgeschichte und Kulturgeschichte und Sachgebiete der Kunst

an RS plus, Gym

7

Grundlagen der Fachdidaktik

8

Künstlerische Praxis – Prozesse und Ergebnisse

Masterstudiengang

9

Fachdidaktisches Arbeiten

an RS plus

10

Kunstgeschichte (Vertiefung) und Sachgebiete der Kunst

11

Künstlerische Praxis (Vertiefung) –Schwerpunkt

12

Künstlerische Praxis (Vertiefung) – Weiteres Gebiet

13

Fachdidaktisches Arbeiten

an Gym

14

Kunstgeschichte (Vertiefung) und Sachgebiete der Kunst

15

Künstlerische Praxis – Vertiefung

16

Kunstgeschichte: Entwicklungen der Bildenden Kunst

17

Kunstwissenschaft



Anmerkung:

Die Module 6 bis 8 werden hinsichtlich des Umfangs und des Vertiefungsgrades nach lehramtsspezifischen Schwerpunkten differenziert.



2.2


Modul 1

Fachgrundlagen und Methoden der Kunstdidaktik und Kunstwissenschaft

Inhalte:

Kunstdidaktik: Ziele und Inhalte der Kunstpädagogik

Kunstwissenschaft: Bild- und Kunstbegriff

Kunstdidaktik: Bildästhetisches Verhalten von Kindern und Jugendlichen

Bezugswissenschaften: z. B. aus den Bereichen: Kreativität, Wahrnehmung, Ästhetik, Gestaltungs-/Farblehre

Methoden kunstpädagogischer Vermittlung und der Werkanalyse

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen und reflektieren historische und aktuelle Fachkonzepte und können Ziele und Inhalte der Kunstpädagogik begründen;

kennen die Problematik eines Bild- bzw. Kunstbegriffes und können diese referieren;

kennen bildsprachliche Entwicklungen, Ausdrucksformen und Einstellungen von Kindern und Jugendlichen sowie die dazugehörige Forschung;

können Bildwerke von Kindern- und Jugendlichen einordnen und bewerten;

verfügen über Kenntnisse aus relevanten Bezugswissenschaften vor dem Hintergrund kunstpädagogischen Handelns;

kennen die Bedeutung der dabei zentralen Begriffe (z. B. „Kreativität“, „Wahrnehmung“, „Ästhetik“);

kennen und reflektieren spezifische Möglichkeiten der Vermittlung ästhetischer Objekte und Prozesse, um diese anderen erschließbar zu machen;

kennen und reflektieren kunstwissenschaftliche Vorgehensweisen bei der Erschließung von Bildwerken.



Modul 2

Grundlagen der Kunstgeschichte

Inhalte:

Europäische Kunst- und Kulturgeschichte (Grundlagen)

Analyse und Interpretation künstlerischer Werke und Prozesse

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


haben einen Überblick über Hauptlinien der kunstgeschichtlichen Entwicklung gewonnen und können Werke der Bildenden Kunst historisch einordnen;

können exemplarische Werke der Kunst- und Kulturgeschichte für sich und andere erschließen;

wenden geeignete Methoden der Werkanalyse in Lehr- und Lernzusammenhängen an.



Modul 3

Neuere Kunstgeschichte und Sachgebiete der Kunst

Inhalte:

Kunst- und Kulturgeschichte mit dem Schwerpunkt: Kunst des 20. Jh. und der Gegenwart

Medien

Design, Alltagsästhetik

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen Hauptlinien der Kunst des 20. Jahrhunderts und können diese referieren;

können zu aktuellen Strömungen und Ereignissen im Bereich der Bildenden Kunst sachkundig Stellung beziehen;

haben Einblick in Geschichte, Theorie und Verfahren technischer Medien und deren bildsprachliche Möglichkeiten;

kennen Entwicklungen bzw. Erscheinungen des Produktdesign und der Alltagsästhetik und können diese analysieren.



Modul 4

Einführung in die künstlerische Praxis

Inhalte:

Zeichnung

Malerei

Dreidimensionales Gestalten (z. B. Plastik, Skulptur, Objekt)

Druckgrafik

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen wesentliche Techniken, Verfahren und Materialien aus den Bereichen Zeichnung, Malerei, dreidimensionales Gestalten, Druckgrafik;

haben Fähigkeiten erworben, mit den jeweiligen bildnerischen Mitteln funktional, eigenständig und schöpferisch umzugehen.



Modul 5

Künstlerisches Projekt

Inhalte:

Künstlerisches Handeln (einführendes künstlerisches Projekt)

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über anschlussfähige Erfahrungen künstlerisch-praktischen Handelns;

können ein künstlerisches Arbeitsvorhaben entwickeln.

 

Modul 6

Kunst und Kulturgeschichte und Sachgebiete der Kunst

Inhalte:

Kunst- und Kulturgeschichte: Schwerpunkte/Vernetzungen

Kunst- und Kulturgeschichte: Künstlerische Positionen

Architektur, gestaltete Umwelt

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen Themen und Kontexte der Kunst und können diese aufeinander beziehen;

können Werke der Bildenden Kunst aus den ihnen zugrunde liegenden zeitgeistigen Verhältnissen und künstlerischen Positionen heraus erklären;

können Architektur und gestaltete Umwelt unter funktionalen, ästhetischen und technischen Aspekten analysieren;

können exemplarische Beispiele historisch-kontextuell einordnen und begründen.



Modul 7

Grundlagen der Fachdidaktik

Inhalte:

Kunstpädagogisches Projekt

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können ein kunstpädagogisches Projekt vor dem Hintergrund eines fachdidaktischen Diskurses adressatengerecht planen, begründen, durchführen und bewerten.

 

Modul 8

Künstlerische Praxis – Prozesse und Ergebnisse

Inhalte/Wahlmöglichkeiten:

Kategorie A: Zeichnung, Druckgrafik, Malerei, dreidimensionales Gestalten (Plastik, Skulptur, Objekt)

Kategorie B: Technische Bildmedien (Foto/Film, Video, elektronische Bildbearbeitung), gestaltete Umwelt (Design, Architektur), künstlerische Aktion (Figurentheater, Performance, Netzkunst), Textiles Gestalten*, Werken*


Die Studierenden wählen einen Schwerpunkt und zwei weitere Bereiche. Die Kategorie A muss berücksichtigt sein.

* Die Bereiche Textiles Gestalten und Werken innerhalb der Kategorie B sind auf den Studiengang für das Lehramt an Realschulen plus beschränkt.

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kommen mit Mitteln der Bildenden Kunst zu eigenständigen schöpferischen Ergebnissen;

können den eigenen Schaffensprozess sowie die eigenen Arbeitsergebnisse vor dem Hintergrund aktueller und historischer Erscheinungen im Bereich der Bildenden Kunst begründen und kritisch bewerten;

sind in der Lage, die eigenen Arbeiten in einer Ausstellung angemessen zu präsentieren.



2.3


Modul 9

Fachdidaktisches Arbeiten

Inhalte:

Planung und Durchführung eines kunstdidaktischen Projektes unter Berücksichtigung aktueller Konzepte und Methoden

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können Ziele und Inhalte kunstdidaktischer Konzepte kritisch reflektieren und schulartspezifisch begründen;

können ein Projekt planen, begründen, durchführen und bewerten.



Modul 10

Kunstgeschichte (Vertiefung) und Sachgebiete der Kunst

Wichtige Inhalte/Wahlmöglichkeit:

Kunstgeschichte: Künstlerische Positionen

Sachgebiete der Kunst: Medien, Design und Alltagsästhetik, Architektur und gestaltete Umwelt


Die Studierenden wählen einen Schwerpunkt aus den vorgenannten Sachgebieten.

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über vertieftes Wissen zur Entwicklung der Bildenden Kunst bzw. ausgewählter Sachgebiete.

 

Modul 11

Künstlerische Praxis (Vertiefung) – Schwerpunkt

Verbindliche Inhalte/Wahlmöglichkeiten:

Zeichnung

Druckgrafik

Malerei

Dreidimensionales Gestalten (Plastik, Skulptur, Objekt)

Technische Bildmedien (Foto/Film, Video, elektronische Bildbearbeitung)

Gestaltete Umwelt (Design, Architektur)

Künstlerische Aktion (Figurentheater, Performance, Netzkunst)


Die Studierenden wählen einen Schwerpunkt aus den vorgenannten Gebieten. Der in Modul 8 des BA-Studiums belegte Schwerpunkt kann nicht gewählt werden.

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


haben ihre künstlerischen Erfahrungen intensiviert;

kommen mit Mitteln der Bildenden Kunst zu eigenständigen schöpferischen Ergebnissen;

können den eigenen Schaffensprozess sowie die eigenen Arbeitsergebnisse vor dem Hintergrund aktueller und historischer Erscheinungen im Bereich der Bildenden Kunst begründen und kritisch bewerten;

sind in der Lage, die eigenen Arbeiten in einer Ausstellung angemessen zu präsentieren.



Modul 12

Künstlerische Praxis (Vertiefung) – Weiteres Gebiet

Inhalte

Künstlerische Arbeitsprozesse in einem Gebiet nach Wahl der Studierenden mit selbst bestimmter inhaltlicher Ausrichtung. Die Kombination verschiedener Gebiete ist möglich.

Wahlmöglichkeiten:

Zeichnung

Druckgrafik

Malerei

Dreidimensionales Gestalten (Plastik, Skulptur, Objekt)

Technische Bildmedien (Foto/Film, Video, elektronische Bildbearbeitung)

Gestaltete Umwelt (Design, Architektur)

Künstlerische Aktion (Figurentheater, Performance, Netzkunst)


Die Studierenden wählen einen Schwerpunkt aus den vorgenannten Gebieten. Der in Modul 11 des MA-Studiums belegte Schwerpunkt kann nicht gewählt werden.

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


haben ihre eigenen künstlerischen Erfahrungen intensiviert;

sind in der Lage, die eigenen Arbeitsergebnisse im Bereich der Bildenden Kunst zu begründen und kritisch zu bewerten;

kommen mit Mitteln der Bildenden Kunst zu eigenständigen schöpferischen Ergebnissen;

können den eigenen Schaffensprozess sowie die eigenen Arbeitsergebnisse vor dem Hintergrund aktueller und historischer Erscheinungen in einer Ausstellung angemessen präsentieren.



Modul 13

Fachdidaktisches Arbeiten

Inhalte:

Kunstpädagogische Konzepte und Methoden

Kunstpädagogisches Projekt

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können Ziele und Inhalte kunstpädagogischer Konzepte kritisch reflektieren und schulartspezifisch begründen;

können ein kunstpädagogisches Projekt adressatengerecht planen, begründen, durchführen und bewerten.



Modul 14

Kunstgeschichte (Vertiefung) und Sachgebiete der Kunst

Wichtige Inhalte/Wahlmöglichkeit:

Kunstgeschichte: Künstlerische Positionen

Sachgebiete der Kunst : Medien, Design und Alltagsästhetik, Architektur und gestaltete Umwelt


Die Studierenden wählen einen Schwerpunkt aus den vorgenannten Sachgebieten.

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über vertieftes Wissen zur Entwicklung der Bildenden Kunst bzw. ausgewählter Sachgebiete.



Modul 15

Künstlerische Praxis – Vertiefung

Verbindliche Inhalte/Wahlmöglichkeiten:

Zeichnung

Druckgrafik

Malerei

Dreidimensionales Gestalten (Plastik, Skulptur, Objekt)

Technische Bildmedien (Foto/Film, Video, elektronische Bildbearbeitung)

Gestaltete Umwelt (Design, Architektur)

Künstlerische Aktion (Figurentheater, Performance, Netzkunst)


Die Studierenden wählen einen Schwerpunkt aus den vorgenannten Gebieten. Der in Modul 8 des BA-Studiums belegte Schwerpunkt kann nicht gewählt werden.

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


haben ihre künstlerischen Erfahrungen intensiviert;

kommen mit Mitteln der Bildenden Kunst zu eigenständigen schöpferischen Ergebnissen;

können den eigenen Schaffensprozess sowie die eigenen Arbeitsergebnisse vor dem Hintergrund aktueller und historischer Erscheinungen im Bereich der Bildenden Kunst begründen und kritisch bewerten;

sind in der Lage, die eigenen Arbeiten in einer Ausstellung angemessen zu präsentieren.



Modul 16

Kunstgeschichte: Entwicklungen der Bildenden Kunst

Inhalte:

Kunstgeschichte vor dem 20. Jahrhundert

Kunst des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über vertieftes Wissen zur Entwicklung der Bildenden Kunst;

können ihrer Kenntnisse in kunst- und kulturimmanente Entwicklungsprozesse sowie politische und gesellschaftliche Verhältnisse einordnen.



Modul 17

Kunstwissenschaft

Inhalte:

Kunst- und Künstlertheorien

Kunst und Gesellschaft

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können kunstphilosophische Positionen und kunsthistorische Kenntnisse aufeinander beziehen;

kennen und reflektieren die Wechselbeziehung von Kunst und Gesellschaft sowie die Funktionen der Kunst im historischen Wandel.



3.


3.1


Studienteil

Modul

Titel

Studiengang für LA

Bachelorstudiengang

1

Sozialisation, Erziehung, Bildung

alle LÄ

2

Didaktik, Methodik, Kommunikation und Medien

3

Diagnostik, Heterogenität, Differenzierung und Inklusion

an RS plus, Gym, BBS

4

Erziehung und Bildung im Kindesalter

an GS

5

Psychologische Grundlagen sonderpädagogischer Förderung

an FöS

Masterstudiengang

6

Schulentwicklung und differenzielle Didaktik

an RS plus, Gym

7

Berufspädagogik

an BBS

8

Besondere Bildungs- und Förderaufgaben

an RS plus



Anmerkung:

Die Prüfungsordnungen der Universitäten können bei Fächerkombinationen mit einem beruflichen Fach in Abstimmung mit dem fachlich zuständigen Ministerium eine abweichende Verteilung der Module zwischen Bachelor- und Masterstudiengang sowie besondere, für den Unterricht an berufsbildenden Schulen relevante Schwerpunktsetzungen vorsehen.



3.2


Modul 1

Sozialisation, Erziehung, Bildung

Inhalte:

Differenz als anthropologische Grundgegebenheit

Lernen, Entwicklung und Sozialisation von Kindern und Jugendlichen innerhalb und außerhalb der Schule: kognitive, affektive, soziale und sprachliche Entwicklung, Lernen und Motivation, bio-psychosoziale Zusammenhänge und Wechselwirkungen

Erziehung und Bildung in institutionellen Prozessen: Geschichte und Theorien von Kindheit und Jugend, Theorien der Werteerziehung einschließlich Umgang mit Werten, Legitimation von Erziehung und Bildung, Schule als Lern- und Lebensort unter besonderer Berücksichtigung der Entwicklung in der Ganztagsschule

(für Lehramt BBS:) Grundlagen der Berufs- und Wirtschaftspädagogik


Die Studierenden können im Rahmen dieses Moduls durch die Wahl einer Lehrveranstaltung der Evangelischen Religionspädagogik oder der Katholischen Religionspädagogik einen Schwerpunkt setzen.

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen pädagogische, psychologische und soziologische Theorien der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und berücksichtigen sie insbesondere in Bezug auf die Wechselwirkung innerer und äußerer Faktoren im jeweiligen Sozialisationskontext;

verstehen zentrale Aspekte verschiedener Lerntheorien und wenden sie als Analysekategorien an;

verstehen Interaktion in Lehrer-Schüler-Rollen und ihre Bedeutung für die soziale Entwicklung und Bildung;

können Erziehung und Bildung in ihren unterschiedlichen Implikationen verstehen, begründen und im Sinne des Auftrages der Schule fördern;

reflektieren die eigene Erziehungs- und Bildungsbiografie;

nehmen die verschiedenen Dimensionen der Differenz der Lernenden wahr und nutzen diese als Ressource und Bereicherung für Bildungsprozesse;

(für Lehramt BBS:) können Erziehung und Bildung mit besonderem Bezug zu berufspädagogischen Erfordernissen beurteilen.



Modul 2

Didaktik, Methodik, Kommunikation und Medien

Inhalte:

Gestaltung von Lernumgebungen in Schule und Unterricht: Konzeptionelle Begründung von Unterricht, Grundlagen der Unterrichtsmethodik, Vorbereitung und Gestaltung von Lehr-Lern-Situationen verschiedener Ausgangslagen, Theorien der Didaktik unter Berücksichtigung unterschiedlicher Aneignungsniveaus (didaktische Differenzierung – mehrdimensionale Didaktik)

Kommunikation und Interaktion als grundlegende Bestandteile der Lehr- und Erziehungstätigkeit: Theorien der Kommunikation und Interaktion, Berücksichtigung non- und paraverbaler Kommunikation, Initiierung von Motivation, konstruktive Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention

Reflexiver, selbstbestimmter und kreativer Umgang mit Medien unter technischem, praktischem, ästhetisch-bildendem und emanzipatorischem Aspekt: Bildung und Medienkompetenz, Medienbegriff, Medienentwicklung und Konzepte der Medienpädagogik, Kommunikation und Medien auch im Zusammenhang mit individuellen Beeinträchtigungen (barrierefreie Medien)

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können Unterricht unter lerntheoretischen und methodischen Aspekten analysieren;

kennen grundlegende Dimensionen der Unterrichtsplanung einschließlich ihrer inklusiven Aspekte;

wenden didaktische Kenntnisse und Fähigkeiten in selbst gestalteten Unterrichtseinheiten an, reflektieren und bewerten sie, kennen einzelne Strategien der unterrichtlichen Gesprächsführung, deren Voraussetzungen und Wirkungen;

verfügen über Grundkenntnisse zur Erklärung von Interaktions- bzw. Kommunikationsabläufen im Kontext von Unterricht und Schule und berücksichtigen und reflektieren non- und paraverbale Kommunikationsinhalte;

können Konflikte analysieren, konstruktiv mit ihnen umgehen und sie in die Unterrichtskommunikation einbeziehen;

wissen um die Bedeutung von Kooperations- und Teamkompetenz und entwickeln diese in praxisorientierten Szenarien;

können den eigenen Mediengebrauch reflektieren und Medien entsprechend unterrichtlicher Ziele und unter Berücksichtigung individueller Lernvoraussetzungen auswählen und gestalten.



Modul 3

Diagnostik, Heterogenität, Differenzierung und Inklusion

Inhalte:

Diagnose, Förderung, Begleitung und Beratung individueller Lernprozesse in inklusiven Lernumgebungen: mehrdimensionale Lernprozessdiagnostik und Evaluation, individuelle Förderung und Differenzierung, Konzepte der Leistungsbegleitung und individuellen Leistungsmessung, Rekonstruktion individueller Lebens- und Lernverläufe unter Berücksichtigung biologischer, psychologischer und sozialer Wechselwirkungen

Heterogenität, individuelle, soziale und kulturelle Vielfalt als Grundlage von Schule und Unterricht: Begabungen und Beeinträchtigungen, verschiedene Dimensionen von Differenz als Bedingungen von Bildung und Lernen, (förder)pädagogische Aufgaben der Schule, Barrierefreiheit und inklusive Bildung

Aufgaben und Funktionen der Beratung in interdisziplinären Teams, Konzepte und Vorgehensweisen, Methoden der Gesprächsführung, individuelle Lernberatung

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen Grundlagen einer mehrdimensionalen Lernprozessdiagnostik und Evaluation und einzelne Ansätze und Methoden der Leistungsmessung und -beurteilung sowie deren Möglichkeiten, Probleme und Grenzen; sie können lern- und leistungsdiagnostische Methoden anwenden und auf deren Basis gemeinsame Lerngegenstände entwerfen und anbieten;

erfassen Lerngruppen in ihrer Heterogenität und können innerhalb von Konzepten des gemeinsamen Unterrichts Differenzierung realisieren;

kennen Methoden individueller Förderung in inklusiven schulischen Kontexten;

kennen die Wirkungen der sozialen Herkunft und können sozial bedingte Differenzen wie auch die interkulturelle Dimension in Unterrichts- und Lernprozessen berücksichtigen;

erkennen Benachteiligungen, Beeinträchtigungen sowie besondere Begabungen und können entsprechende pädagogische Förderkonzepte im schulischen Zusammenhang mitgestalten;

kennen Aufgaben und Funktionen pädagogischer Beratung;

können Beratungssituationen interaktions- und kommunikationstheoretisch interpretieren und konzipieren; sie kennen Methoden der Gesprächsführung und können sie situations-, adressatenorientiert und fragestellungsbezogen im Rahmen von Schüler-, Eltern- und kollegialer Beratung einsetzen.



Modul 4

Erziehung und Bildung im Kindesalter

Inhalte:

Theorien und Konzepte grundlegender Bildung, Selbst- und Welterschließung der 5- bis 10-jährigen

Zusammenhang und Wechselwirkung von biologischen, psychologischen und soziokulturellen Gegebenheiten im Rahmen der kindlichen Entwicklung

Erziehungsauftrag der Grundschule, Ethik pädagogischen Handelns

Inklusion und Chancengleichheit unter Berücksichtigung aller Dimensionen von Differenz

Inner- und außerschulische Hilfesysteme

Konzepte der Kooperation mit Eltern

Schulische und biografische Übergänge

Kinderalltag und Kinderkultur

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


reflektieren Konzeptionen grundlegender Bildung, sind fähig, Prinzipien grundlegender Bildung auf Unterrichtssituationen zu transferieren, bildungstheoretisch zu reflektieren und kennen den Erziehungsauftrag der Grundschule;

wenden Methoden individueller Förderung in kooperativen schulischen Kontexten an und nutzen diese zur Gestaltung inklusiver Lernumgebungen;

reflektieren ihre künftige Berufsrolle und die Gestaltung ihrer pädagogischen Beziehung innerhalb des Erziehungsauftrags;

kennen Theorien der Selbst- und Welterschließung von 5- bis 10-jährigen, den Zusammenhang biologischer, psychologischer und soziokultureller Einflüsse und können auf dieser Basis Handlungen von Kindern interpretieren und pädagogische Interventionsmöglichkeiten entwerfen;

verfügen über Theorien zum Modernisierungsprozess von Kindheit und Familie, kennen Konzepte des pädagogischen Umgangs mit Heterogenität und der Schaffung von Chancengleichheit in inklusiven Lernumgebungen, sind im Umgang mit verschiedenen Dimensionen der Differenz kompetent, können mit außerschulischen Hilfesystemen kooperieren und sind mit Konzepten der Elternarbeit vertraut;

haben sich Dimensionen des Alltags von Kindern auch in besonderen Lebenslagen empirisch und theoretisch-systematisch erschlossen und reflektieren Phänomene der Kinderkultur auch aus der Perspektive kindlichen Handelns;

wissen um die Bedeutung schulischer und biografischer Übergänge, können Übergänge professionell begleiten und verfügen über Kriterien zur Schullaufbahnberatung.



Modul 5

Psychologische Grundlagen sonderpädagogischer Förderung

Inhalte:

Gesellschaftliche Prozesse und Einstellungen in Bezug auf Menschen in behindernden und benachteiligenden Situationen: Erscheinungsformen, Erklärungsmodelle, Wirkungen von Einstellungen und Einstellungsänderungen

Zusammenhang und Wechselwirkung von biologischen, psychologischen und soziokulturellen Gegebenheiten, Kontextualisierung von Phänomenen der Differenz (ICF Struktur/Möglichkeiten/Teilhabe)

Psychische Entwicklung behinderter und sozial benachteiligter Personen: Entwicklungsmodelle, Entwicklungsbedingungen, Entwicklungsphasen, Beeinträchtigungen und Auswirkungen auf verschiedene Entwicklungsbereiche, Entwicklungsbegleitung im Sinne eines individuell optimierten und interindividuell moderierten Angebots

Diagnostik: Aufgaben, Funktionen, Testtheorie, Konzepte und Verfahren, rehistorisierende und kontextualisierende Fallstudien, Dokumentation

Beratung: Aufgaben und Funktionen, Kommunikationstheorien, Konzepte und Vorgehensweisen, Methoden der Gesprächsführung

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen Merkmale der Unterscheidung und Einteilung von gesellschaftlichen und institutionellen Prozessen und Einstellungen und Stereotypen, verschiedene Komponenten von Einstellungen und Bedingungen für ihre Konsistenz bzw. Inkonsistenz, verschiedene Funktionen von Einstellungen, die Wirkung von Einstellungen auf die Adressaten inklusive der Aneignung von Rollen sowie Voraussetzungen für Einstellungsänderungen;

können psychische Entwicklungen vor dem Hintergrund unterschiedlicher Modelle erklären, Entwicklungsprozesse in ihrer komplexen Bedingtheit deuten, Risikofaktoren und daraus resultierende Behinderungen sowie Verläufe und Stadien der Entwicklung in verschiedenen Entwicklungsbereichen und alterstypische Problemkonstellationen erklären;

kennen Möglichkeiten der Kompensation von Entwicklungsbeeinträchtigungen und Risikofaktoren sowie Ansätze, Entwicklungspotenziale zur Entfaltung zu bringen; sie kennen förderpädagogisch relevante Fragestellungen und sich daraus ergebende Anforderungen an die Verfahren und unterschiedliche Handlungsstrukturmodelle;

kennen die Gütekriterien diagnostischer Verfahren, können situativ und fragestellungsbezogen Untersuchungskonzepte entwickeln und Verfahren hypothesengeleitet nutzen, diagnostische Erkenntnisse sachverständig, strukturiert und handlungsrelevant darstellen;

können in pädagogisch relevanten Situationen, Aufgaben und Funktionen von Beratung erkennen, Beratungssituationen interaktions- und kommunikationstheoretisch interpretieren und konzipieren; sie kennen Methoden der Gesprächsführung und können sie situations-, adressatenorientiert und fragestellungsbezogen einsetzen;

beteiligen sich in inklusiven Settings konstruktiv an der Planung kooperativer Unterrichtsprojekte, indem sie Möglichkeiten individueller Zugänge aufweisen und an ihrer Verwirklichung mitwirken.



3.3


Modul 6

Schulentwicklung und differenzielle Didaktik

Inhalte:

Bildungswissenschaftliche Grundlagen der Schularten und Bildungsgänge sowie jeweilige Anforderungen an Lehrerinnen und Lehrer, auch im Hinblick auf inklusive Aspekte von Schule und Unterricht unter besonderer Berücksichtigung des im Masterstudium angestrebten Lehramtes,

Schulentwicklung (Organisations-, Unterrichts- und Personalentwicklung), Schul- und Unterrichtsforschung, unter anderem im Hinblick auf didaktische Innovationsnotwendigkeiten im Zusammenhang mit inklusiven Settings

Inklusion als Bestandteil schulischer Qualitätsentwicklung

Unterrichtsmethoden, Ausarbeitung, Erprobung und Bewertung von Lehr-Lern-Situationen; Berücksichtigung des Anspruchs von Individualisierung und Kooperation/Teilhabe; Kommunikation in der Unterrichtssituation

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen die Anforderungen des Lehrerinnen- und Lehrerberufs, die spezifischen Bildungsaufträge einzelner Lehrämter, die sich aus den verschiedenen Ansprüchen an Schule für den Lehrerinnen- und Lehrerberuf ergeben, und können diese reflektieren; sie kennen schulartspezifische Merkmale und können diese unter anderem in Bezug auf die Aspekte der Inklusion beurteilen und reflektieren;

verstehen die wesentlichen bildungs- und erziehungstheoretischen Ziele und können diese kritisch reflektieren;

kennen Ansätze zur Schulentwicklung und haben einen Überblick über Methoden und Ergebnisse der Schul- und Unterrichtsforschung;

kennen die Vielfalt der Unterrichtsmethoden und deren Effekte; sie können die einzelnen Methoden bewerten und die Auswahl für Unterrichtsarrangements begründen, die Prozesse der Kommunikation zwischen Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern und anderen, an Erziehung und Bildung beteiligten Personen, analysieren und bewerten;

sie beherrschen Methoden der Gesprächsführung im Rahmen von Schule und Unterricht, verfügen über Teamkompetenzen und kennen die wichtigsten medienspezifischen Gestaltungsmöglichkeiten und können ihre Anwendung beurteilen.



Modul 7

Berufspädagogik

Inhalte:

Bildungswissenschaftliche Grundlagen der Schularten und Bildungsgänge sowie jeweilige Anforderungen an Lehrerinnen und Lehrer im Hinblick auf inklusive Aspekte des Unterrichts unter besonderer Berücksichtigung des im Masterstudium angestrebten Lehramtes

Übergänge im Schulsystem

Berufspädagogische Konzepte der Entwicklung und Bewertung von Kompetenz

Theoretische und forschungsmethodische Zugänge zur Berufspädagogik

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen und verstehen die Anforderungen des Lehrerinnen- und Lehrerberufs und die spezifischen Bildungsaufträge einzelner Lehrämter, die sich aus verschiedenen gesellschaftlichen Ansprüchen an Schule für den Lehrerinnen- und Lehrerberuf ergeben, und reflektieren diese;

kennen schulartspezifische Merkmale und können diese insbesondere im Hinblick auf inklusiven Unterricht beurteilen;

verstehen die wesentlichen allgemein- und berufspädagogischen Ziele und können diese kritisch reflektieren;

können berufspädagogische Maßnahmen vor dem theoretischen Hintergrund von Berufspädagogik und Kompetenzentwicklung in kooperativ lernenden heterogenen Gruppen durchführen und beurteilen;

können berufspädagogische Erkenntnisse als Resultat entsprechender Forschung einschätzen und bewerten.



Modul 8

Besondere Bildungs- und Förderaufgaben

Inhalte:

Bildungsauftrag der Realschule plus, Ethik und Reflexion von Menschenbildern als Grundlage pädagogischen Handelns

Lernen und Lernbegleitung in heterogenen Lerngruppen; Organisation von Lernprozessen in kooperativen Lernformen in heterogenen Lerngruppen

Lernberatung und Gestaltung von schulischer Berufs- und Studienorientierung

Reflexiver, transparenter und konsequenter Umgang mit Konfliktsituationen unter Berücksichtigung auslösender Bedingungen

(Selbst-)Reflexion des Lehrerinnen- und Lehrerhandelns im Hinblick auf die spezifischen Anforderungen der Realschule plus

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


wissen um den besonderen Bildungsauftrag der Realschule plus und verfügen über Kenntnisse der Lebenswelten (z. B. soziale Lage, Migrationskontext) und Alltagsbewältigung von Jugendlichen;

sind in der Lage, unterschiedliche Unterrichtskonzepte auf die Adressatengruppe hin bezogen umzusetzen, Konzepte individueller Förderung in Kooperation zu entwickeln und zu gestalten und diese in heterogenen Lerngruppen zu realisieren;

wissen um die Bedeutung individueller Lernberatung und der Berufsorientierung sowie der Studienvorbereitung und kennen entsprechende Konzepte (z. B. Praxistag);

verfügen über Theorien der konstruktiven Konfliktbearbeitung, kennen Strategien der Gewaltreduzierung und wissen um das Netzwerk sozialer Unterstützungssysteme (z. B. Jugendhilfe, soziale Dienste);

können ihr professionelles Handeln in Bezug auf Wechselwirkungen von Lernenden, Inhalten, Methoden und Zielen analysieren sowie reflektieren und kennen Konzepte zum professionellen Umgang mit Belastungen.



4.


4.1


Studienteil

Modul

Titel

Studiengang für LA

Bachelorstudiengang

1

Grundlagen der Chemie

alle LÄ

2

Strukturen und Funktionen der Pflanzen

3

Strukturen und Funktionen der Tiere

1. – 4. Semester

4

Fachdidaktik 1: Konzeptionen und Gestaltung des Biologieunterrichts


5

Humanbiologie und Anthropologie

6

Ökologie, Biodiversität und Evolution

Bachelorstudiengang

7

Physiologie der Pflanzen

an RS plus, Gym, BBS

5. – 6. Semester

8

Physiologie der Tiere

Masterstudiengang

9

Bereichsfach Naturwissenschaften

an RS plus

10

Genetik und Mikrobiologie A

an RS plus, BBS

11

Genetik und Mikrobiologie B

an Gym

12

Fachdidaktik 2: Biologieunterricht – Forschung und Praxis

an RS plus, Gym, BBS

13

Vertiefungsmodul

an Gym



Anmerkungen:

Im Studium für das Lehramt an berufsbildenden Schulen ist eine abweichende Verteilung der Module zwischen Bachelor- und Masterstudiengang möglich. Darüber hinaus können die Inhalte einzelner Module an die besonderen Anforderungen des Biologieunterrichts an berufsbildenden Schulen angepasst werden.



Studierende des Lehramtes an Realschulen plus mit der Fächerkombination Biologie und Chemie belegen entweder Modul 9 in Biologie oder Modul 15 in Chemie. Sie belegen im Fach Physik grundlegende fachwissenschaftliche Lehrveranstaltungen im Umfang von 8 Leistungspunkten; Näheres hierzu regeln die Hochschulen in der Masterprüfungsordnung.



Studierende des Lehramtes an Realschulen plus mit der Fächerkombination Biologie und Physik belegen entweder Modul 9 in Biologie oder Modul 17 in Physik. Sie belegen im Fach Chemie grundlegende fachwissenschaftliche Lehrveranstaltungen im Umfang von 8 Leistungspunkten; Näheres hierzu regeln die Hochschulen in der Masterprüfungsordnung.



4.2


Modul 1

Grundlagen der Chemie

Inhalte:

Atom-, Molekülbau, chemische Bindung; chemische Symbolsprache in Gleichungen und Strukturen, Stöchiometrie

Chemisches Gleichgewicht, freie Enthalpie, Ordnung als Entropie-Minimierung

Säure/Base-Reaktionen, Puffer-Systeme, Redox-Reaktionen

Anorganische und organische Stoffklassen, biologisch relevante Monomere; funktionelle Gruppen und deren Reaktionen, Stereochemie, Chiralität

Reaktionen: Kinetik, Mechanismen, Übergangszustand, Katalyse, Enzyme

Durchführung exemplarischer Versuche zu den Themen Säure/Basen/Puffer, Oxidation/Reduktion, chemisches Gleichgewicht, Katalyse, Reaktionen funktioneller Gruppen, Naturstoffe, Chromatographie, Spektroskopie

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


besitzen ein strukturiertes Überblickswissen zu den Basiskonzepten und Modellvorstellungen in der Chemie;

beherrschen die chemische Fachsprache und können sie anwenden;

kennen biologisch relevante anorganische und organische Stoffklassen, funktionelle Gruppen und deren Reaktionsmechanismen;

sind vertraut mit der experimentellen Arbeitsweise unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften;

sind vertraut mit der Durchführung und Auswertung chemischer Versuche sowie chemischem Rechnen.



Modul 2

Strukturen und Funktionen der Pflanzen

Inhalte:

Kriterien des Lebens: Zelluläre Organisation, Stoffwechsel, Entwicklung, Wachstum, Vermehrung; chemische und physikalische Grundlagen des Lebens: Biomoleküle, Bioenergetik

Methoden molekular- und zellbiologischer Forschung

Struktur und Funktion biologischer Membranen und Zellkompartimente, zelluläre Bewegungsmechanismen

Genexpression und Proteinbiosynthese

Zellzyklus: Mitose und Meiose, Procyten und Eucyten, Endosymbiontentheorie, Evolution tierischer und pflanzlicher Zellen (Mitochondrien und Chloroplasten, Mehrzeller und Symplasten)

Evolution tierischer und pflanzlicher Zellen, Entwicklung: Determination, Differenzierung, Zelltod

Aspekte und Arbeitsweisen der organismischen Botanik, autotrophe und heterotrophe Organisationsformen, Organismusbegriff, Evolution der Landpflanzen, offenes Wachstum und Entwicklung

Zellwand und Turgordruck, Gewebetypen

Bau und Funktion des Organismus bei Blütenpflanzen, Sexualität bei Pflanzen, Generationswechsel, Evolutionstendenzen bei Samenpflanzen

Mikroskopie von Pflanzen mit Färbe-, Schneide- und Zeichentechniken, Bau und Struktur von Pflanzen an ausgewählten Beispielen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über ein sicheres und strukturiertes Wissen zu den genannten Inhalten, sie kennen die einschlägigen Fachbegriffe und können sie richtig anwenden;

besitzen die Fähigkeit zur selbstständigen mikro- und makroskopischen Analyse pflanzlicher Strukturen und zur Einordnung in systematische und funktionale Zusammenhänge;

sind in der Lage, Beobachtungsprotokolle und Zeichnungen anzufertigen.



Modul 3

Strukturen und Funktionen der Tiere

Inhalte:

Aspekte und Arbeitsweisen der organismischen Zoologie

Diversität und Stammbaum der Tiere

Überblick über das Tierreich: Systematik, Entwicklung, Struktur-Funktions-Beziehungen

Neurobiologie: Sinne, Nerven, Verhalten

Phylogenetische und konstruktionsmorphologische Evolutionstendenzen im Tierreich

Einführung in die Mikroskopie und Histologie der Tiere

Erlernen von Präparations- und Zeichentechniken

Überblick über die Hauptgruppen des Tierreichs

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über ein sicheres und strukturiertes Wissen von wesentlichen Inhalten der Lehrveranstaltungen;

beherrschen die einschlägigen Fachbegriffe und können sie richtig anwenden;

besitzen die Fähigkeit zur selbstständigen mikro- und makroskopischen Analyse tierischer Strukturen und zur Einordnung in systematische und funktionale Zusammenhänge;

sind in der Lage, Beobachtungsprotokolle und Zeichnungen anzufertigen.



Modul 4

Fachdidaktik 1: Konzeptionen und Gestaltung des Biologieunterrichts

Inhalte:

Arbeitsschwerpunkte der Biologiedidaktik, Bildungsziele des Biologieunterrichts und Entwicklung von Curricula und Ausbildungsgängen; Prinzipien des Biologieunterrichts, didaktische Reduktion, fachgemäße Arbeitsweisen, exemplarisches Arbeiten

Fächerübergreifende Aufgaben (Umweltbildung, Gesundheitsförderung, Sexualerziehung, Bioethik, Bionik)

Medien im Biologieunterricht, computerunterstützte Lernumgebungen, Simulationen und E-Learning, außerschulische Lernorte

Planung und Evaluation von erkenntnisorientiertem Biologieunterricht

Dokumentation und Präsentation von Experimenten, Kenntnis moderner Präsentationstechniken

Untersuchen, Beobachten, Beschreiben, Vergleichen und Systematisieren, Modellbildung, Methodik des Experimentierens, fachdidaktische Zielsetzung von Experimenten, computerunterstütztes Experimentieren, Zeichnen

Sicherheit im Biologieunterricht

Kenntnis der Inhalte der Bildungsstandards und deren Umsetzungsmöglichkeiten im Unterricht

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


besitzen ein sicheres und strukturiertes Wissen über die wesentlichen Inhalte der Fachdidaktik der Biologie und kennen spezifische Konzepte zur Steigerung der Motivation und des Interesses an biologischen Themen;

haben die Fähigkeit zur beispielhaften Erläuterung fachlicher Sachverhalte unter Berücksichtigung des Vorverständnisses von Schülerinnen und Schülern (didaktische Reduktion);

können anhand von Unterrichtssimulationen Unterrichtseinheiten planen und gestalten und geeignete Medien zur Unterstützung fachlicher Lernprozesse auswählen;

beherrschen die wichtigsten Sicherheitsvorschriften im Biologieunterricht, kennen die Kategorien von Experimenten, deren didaktisches Potential sowie Strategien zur systematischen Analyse von Fehlerquellen bei der Anwendung fachgemäßer Arbeitsweisen;

haben erste Erfahrungen mit computerunterstützten Demonstrations- und Schülerexperimenten und die Fähigkeit zur Analyse und Reflexion eigener Unterrichtstätigkeit und von Lehr-/Lernprozessen.



Modul 5

Humanbiologie und Anthropologie

Inhalte:

Evolution der Primaten und des Menschen, prähistorische und historische Anthropologie, kulturelle Evolution und soziale Entwicklung des Menschen, Diversität des Menschen

Biologische Grundlagen menschlichen Verhaltens

Bau und Funktion des menschlichen Körpers

Reproduktion, Ontogenese und Sexualität

Ernährung; Gesundheit und Krankheit, Immunbiologie

Humangenetik: menschliches Genom, Vererbung, genetische Diagnostik, Demographie

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über ein sicheres und strukturiertes Wissen über die wesentlichen Inhalte der Lehrveranstaltungen;

beherrschen die einschlägigen Fachbegriffe und können sie richtig anwenden;

begreifen den Menschen mit seinen physischen und psychischen Eigenschaften aus biologischer Sicht, als Resultat seiner stammesgeschichtlichen Entwicklung, seiner genetischen Konstitution und seiner kulturellen und sozialen Umwelt;

verstehen Ursachen und Zusammenhänge von Gesundheit und Krankheit und die Grundlagen einer gesundheitsbewussten Lebensweise;

haben Einblick in die menschliche Sexualität und sind dazu fähig, dieses Thema adäquat im Unterricht zu behandeln;

können Mechanismen der Vererbung auf den Bereich der Humanbiologie anwenden.



Modul 6

Ökologie, Biodiversität und Evolution

Inhalte:

Fragestellungen der Ökologie; Autökologie: Anpassung an abiotische und biotische Umweltfaktoren; Populationsökologie; Synökologie: Stoff- und Energieflüsse in Ökosystemen

Konzepte theoretischer Ökologie: Modellierung und Statistik

Biodiversität: Entstehung, Bedrohung durch den globalen Wandel

Evolution: Indizien und Mechanismen; adaptive Radiation und Artbildung

Fossilbelege, Datierung; molekulare Phylogenie

Bestimmungsübungen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über ein sicheres und strukturiertes Wissen, sie beherrschen die einschlägigen Fachbegriffe und können sie richtig anwenden;

haben einen Überblick über die Teildisziplinen der Ökologie und deren spezifische Fragestellungen und Forschungsmethoden;

sind in der Lage, Probleme globaler Entwicklungen auf zentrale Fragestellungen der Ökologie zu beziehen und können einfache ökologische Fragestellungen bearbeiten, kritisch interpretieren und mündlich und schriftlich darstellen;

kennen die wissenschaftlich anerkannten Prinzipien der Evolutionstheorie und alternative Auffassungen über die Entstehung der Lebewesen;

haben einen Überblick über heimische Tier- und Pflanzengruppen und ihre wichtigsten Merkmale, sind mit den Bestimmungstechniken vertraut und erhalten einen Einblick in heimische Lebensräume.



Modul 7

Physiologie der Pflanzen

Inhalte:

Funktionen der Kompartimente in Pflanzenzellen

Primäre und sekundäre Reaktionen der Photosynthese; C4- und CAM-Pflanzen

Photosynthetischer Energiestoffwechsel

Bildung, Transport, Speicherung und Mobilisierung von Assimilaten; Lipid-, Protein- und Kohlenhydrat-Stoffwechsel; Aufnahme und Transport von Mineralstoffen

Mykorrhiza- und Wurzelknöllchen-Symbiosen

Regulation der Pflanzenentwicklung, Hormone

Lichtrezeptoren, Photomorphogenese, circadiane Rhythmik; Anpassungen von Pflanzen an abiotische Stressfaktoren und Schaderreger

Wasserhaushalt und Wassertransport

Gentechnisch veränderte Pflanzen, Arabidopsis als Modellpflanze

Wahlweise: Ökologie der Pflanzen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über ein sicheres und strukturiertes Wissen über die wesentlichen Inhalte der Pflanzenphysiologie;

beherrschen die einschlägigen Fachbegriffe und können sie richtig anwenden;

kennen die physiologischen Prozesse und deren Koordination in Pflanzen auf der molekularen, zellulären und organismischen Ebene;

sind in der Lage, exemplarisch vermittelte Prinzipien physiologischer Mechanismen auf andere Mechanismen zu transferieren;

sind dazu befähigt, einfache pflanzenphysiologische Experimente durchzuführen und deren Ergebnisse adäquat darzustellen und zu interpretieren.



Modul 8

Physiologie der Tiere

Inhalte:

Funktion und Interaktion von Organen

Funktion und Wirkungsweise von Hormonen

Zelluläre Erregbarkeit, Erregungsvorgänge, neuronale Verarbeitungsmechanismen

Sinnesphysiologie (z. B. Sehen, Hören, Gleichgewichtssinn, Schmecken, Riechen)

Neurophysiologie, Lernen und Gedächtnis

Vorgänge bei der Muskelkontraktion, Verdauung, Atmung, Kreislauf und Leistungsphysiologie

Homöostase: Thermoregulation, Osmoregulation, Exkretion

Wahlweise: Ökologie der Tiere

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


besitzen ein sicheres und strukturiertes Wissen von den wesentlichen Inhalten der Tierphysiologie;

beherrschen die einschlägigen Fachbegriffe und können sie richtig anwenden;

verstehen physiologische Prozesse und Anpassungen auf der molekularen, zellulären und organismischen Ebene;

überblicken den Aufbau, die Funktionen und das Zusammenspiel tierischer und menschlicher Organe, insbesondere des Nervensystems und des Gehirns;

sind in der Lage, exemplarisch vermittelte Prinzipien physiologischer Mechanismen zu transferieren;

sind dazu befähigt, tierphysiologische Experimente durchzuführen und deren Ergebnisse darzustellen und zu interpretieren.



4.3

 

Modul 9

Bereichsfach Naturwissenschaften

Es soll eine exemplarische Konkretisierung an denjenigen Basiskonzepten erfolgen, die mit Blick auf den fächerverbindenden naturwissenschaftlichen Unterricht besondere Bedeutung für die betreffende Naturwissenschaft haben.

Inhalte:

System (Materie- und Energieströme, Information, Kreisläufe, Regulation von dynamischen Systemen, Systemebenen, Gleichgewicht, Kompartimentierung)

Struktur – Eigenschaft – Funktion (Angepasstheit und Optimierung, Funktionsweise, Bionik)

Stoff – Teilchen – Materie (Materie und Raum, Stoffe und ihre Eigenschaften, Modelle von der Struktur der Materie, Quantitative Betrachtungen)

Chemische Reaktion (Stoff- und Energieumwandlung, Umkehrbarkeit)

Wechselwirkungen (Strahlung und Materie, Schwingungen und Wellen, Felder, Kraft)

Energie (Energie als Grundgröße, Speicherformen der Energie, Energieträger, Energieaustauschprozesse, Energieerhaltung, Energieentwertung, Wirkungsgrad, Schülervorstellungen, Nachhaltigkeit)

Entwicklung (Reproduktion, biologische und technische Evolution), zeitliche Veränderungen (Lebenszyklen, Verwandtschaft), Vielfalt (Artenvielfalt, Züchtung), Nachhaltigkeit

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


besitzen ein grundlegendes Verständnis der mit den Themenfeldern verbundenen naturwissenschaftlichen Basiskonzepte;

können die naturwissenschaftlichen Konzepte gegenüber Alltagsvorstellungen abgrenzen;

kennen Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern zu naturwissenschaftlichen Konzepten und können sich daraus ergebende Lernschwierigkeiten diagnostizieren;

sind vertraut mit einschlägigen Experimentiersituationen als Lernsituationen;

können naturwissenschaftliche Sachverhalte unter Berücksichtigung des Vorverständnisses von Schülerinnen und Schülern erklären;

können Möglichkeiten zur Steigerung der Motivation des Lernens naturwissenschaftlicher Phänomene erläutern;

können eine gezielte Auswahl von Medien zur Veranschaulichung zentraler Inhalte treffen.



Modul 10

Genetik und Mikrobiologie A

Inhalte:

Mendelsche Genetik und ihre Weiterentwicklung, Chromosomen und Chromatin, Mitose und Meiose

DNA- und Genomstruktur, Replikation und Rekombination von DNA, Mutagenese und DNA-Reparatur

Genetische Kartierung

Genregulation und -expression in Pro- und Eukaryonten, Gentechnologie, Gentransfer und Mikrobengenetik, Mikroorganismen als Werkzeuge in der Biotechnologie, Genomik, Transkriptomik, Proteomik

Biologie der Mikroorganismen, insbesondere der Bakterien (Wachstum, Stoffwechsel, Regulation)

Desinfektion und Antibiotika, Mikroorganismen als Krankheitserreger

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


besitzen ein sicheres und strukturiertes Wissen, beherrschen die einschlägigen Fachbegriffe und können sie richtig anwenden;

haben einen Überblick über die Grundlagen der allgemeinen und molekularen Genetik und der Mikrobiologie;

können genetische Prinzipien und Methoden auf aktuelle biologische Sachverhalte und Fragestellungen bezogen anwenden;

kennen die besonderen Merkmale und Stoffwechselleistungen von Mikroorganismen, und die Bedeutung der Bakterien in der Natur und für den Menschen.



Modul 11

Genetik und Mikrobiologie B

Inhalte:

Mendelsche Genetik und ihre Weiterentwicklung, Chromosomen und Chromatin, Mitose und Meiose

DNA- und Genomstruktur, Replikation und Rekombination von DNA, Mutagenese und DNA-Reparatur

Genomik, Transkriptomik, Proteomik, genetische Kartierung

Genregulation und -expression in Pro- und Eukaryonten, Gentechnologie, Gentransfer und Mikrobengenetik, Mikroorganismen als Werkzeuge in der Biotechnologie, Genomik, Transkriptomik, Proteomik

Biologie der Mikroorganismen, insbesondere der Bakterien (Wachstum, Stoffwechsel, Regulation) und der Viren

Desinfektion und Antibiotika, Mikroorganismen als Krankheitserreger

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


besitzen ein sicheres und strukturiertes Wissen, beherrschen die einschlägigen Fachbegriffe und können sie richtig anwenden;

haben einen Überblick über die Grundlagen der allgemeinen und molekularen Genetik;

können genetische Prinzipien und Methoden auf aktuelle biologische Sachverhalte und Fragestellungen bezogen anwenden;

kennen die besonderen Merkmale und Stoffwechselleistungen von Mikroorganismen und die Bedeutung der Bakterien in der Natur und für den Menschen;

sind fähig, genetische, molekulargenetische und mikrobiologische Experimente durchzuführen und deren Ergebnisse korrekt darzustellen und zu interpretieren.



Modul 12

Fachdidaktik 2: Biologieunterricht – Forschung und Praxis

Inhalte:

Ausgewählte Theorie- und Forschungsansätze in der Fachdidaktik und sozial-empirische Forschungsmethoden

Geschichte der Biologie und des Biologieunterrichts und historische Entwicklung ausgewählter Themengebiete der Biologie; Erkenntnismethoden in der Biologie; biologische und alltagsweltliche Zugänge zu ausgewählten Themen

Methoden der Visualisierung, der Präsentation und Moderation, computerunterstützte Lernumgebung

Grundlegende Experimente des Biologieunterrichts, insbesondere zu den Themen Zellbiologie, Neurobiologie, Stoffwechselbiologie, Genetik, Ökologie; experimentelle Facharbeiten, Schülerpraktika, Projekte, Gestaltung und Bedeutung außerschulischer Lernorte

Ökologische Grundlagen zu Schwerpunkten der Umweltbildung

Planung und Durchführung von Exkursionen in vorbereitenden Seminaren

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


haben Kenntnis von empirischen Forschungsmethoden in der Biologiedidaktik, von der multimedialen Umsetzung von Inhalten der Biowissenschaften sowie von der Bedeutung von E-Learning-Konzepten und können Forschungsarbeiten, -methoden und -ergebnisse beurteilen und bewerten;

haben Kenntnis von Kompetenzmodellen und Standarddefinitionen sowie von Studien und Methoden zur Erfassung und Beurteilung von Schülerleistungen;

können Unterrichtskonzepte reflektieren und überprüfen sowie unter Berücksichtigung neuer biologischer Erkenntnisse weiterentwickeln, sie haben Übung in allen Aspekten des schulischen Experimentierens und sind vertraut mit den Rahmenbedingungen des schulischen Experimentierens;

können Lernumgebungen selbst gesteuerten fachlichen Lernens planen und gestalten und eine große Exkursion vorbereiten und durchführen.



Modul 13

Vertiefungsmodul

Inhalte:

Bearbeitung eines ausgewählten Themenbereiches innerhalb der Biologie

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über ein vertieftes Wissen in einem für das Lehramt relevanten Themengebiet;

sind dazu befähigt, wissenschaftliche Experimente unter Anleitung zu planen, durchzuführen und deren Ergebnisse darzustellen und zu interpretieren;

sind in der Lage, sich mit Hilfe von Fachliteratur in die wissenschaftlichen Grundlagen der Experimente einzuarbeiten und einen wissenschaftlichen Vortrag zu präsentieren.



5.


5.1


Studienteil

Modul

Titel

Studiengang für LA

Bachelorstudiengang

1

Allgemeine und anorganische Chemie 1– Grundlagen

alle LÄ

2

Allgemeine und anorganische Chemie 2 – Umgang mit Stoffen

1. – 4. Semester

3

Fachdidaktik 1 – Schülergerechtes Experimentieren

4

Organische Chemie 1 – Grundlagen

5

Organische Chemie 2 – Organische Synthesechemie

Bachelorstudiengang 5. – 6. Semester

6

Physikalische Chemie – Grundlagen

an RS plus, Gym, BBS

7

Fachdidaktik 2 – Methoden im Chemieunterricht

8

Alltags- und Umweltchemie

Masterstudiengang

9

Experimentelle Alltags- und Umweltchemie

an RS plus, BBS

10

Aktuelle Themen und vertiefende Fachdidaktik

11

Organische Chemie – Reaktionsmechanismen

an Gym

12

Anorganische Chemie – Chemie der Haupt- und Nebengruppenelemente

13

Aktuelle Themen der modernen Chemie und vertiefende Fachdidaktik

14

Physikalische Chemie – Vertiefung

15

Bereichsfach Naturwissenschaften

an RS plus



Anmerkungen:

Im Studium für das Lehramt an berufsbildenden Schulen ist eine abweichende Verteilung der Module zwischen Bachelor- und Masterstudiengang möglich. Darüber hinaus können die Inhalte einzelner Module an die besonderen Anforderungen des Chemieunterrichts an berufsbildenden Schulen angepasst werden.



Studierende des Lehramtes an Realschulen plus mit der Fächerkombination Biologie und Chemie belegen entweder Modul 9 in Biologie oder Modul 15 in Chemie. Sie belegen im Fach Physik grundlegende fachwissenschaftliche Lehrveranstaltungen im Umfang von 8 Leistungspunkten; Näheres hierzu regeln die Hochschulen in der Masterprüfungsordnung.



Studierende des Lehramtes an Realschulen plus mit der Fächerkombination Chemie und Physik belegen entweder Modul 15 in Chemie oder Modul 17 in Physik. Sie belegen im Fach Biologie grundlegende fachwissenschaftliche Lehrveranstaltungen im Umfang von 8 Leistungspunkten; Näheres hierzu regeln die Hochschulen in der Masterprüfungsordnung.



5.2


Modul 1

Allgemeine und anorganische Chemie 1 – Grundlagen

Inhalte:

Grundlegende Modelle und Konzepte, Atombau, chemische Reaktion, chemisches Gleichgewicht

Energiehaushalt, Trends im PSE, Struktur-Eigenschafts-Beziehungen

Stoffgruppen aus dem Bereich der Anorganischen Chemie

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


besitzen ein grundlegendes Verständnis über den Aufbau und das Verhalten von Stoffen und ihre Bedeutung für Mensch und Umwelt.



Modul 2

Allgemeine und anorganische Chemie 2 – Umgang mit Stoffen

Inhalte:

Grundlegende Labortechniken, Umgang mit Chemikalien, Anwendung der Gefahrstoffverordnung

Handversuche zu Stoffgruppen, Nachweisreaktionen, einfache Analysen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über grundlegende Kompetenzen in der selbstständigen Durchführung, Auswertung, Beurteilung und Nutzung chemischer Experimente.



Modul 3

Fachdidaktik 1 – Schülergerechtes Experimentieren

Inhalte:

Vermittlung des Umgangs mit zeitgemäßen Medien

Vorbereitung auf das Berufsfeld Schule

Schülergerechtes Aufarbeiten von Unterrichtsinhalten

Sicherheit im Chemieunterricht

Berücksichtigung der Gefahrstoffverordnung

Demonstrationsversuche und Schülerversuche mit dem Schwerpunkt Anorganische Chemie

Beachtung der Sicherheit

Arbeitsblattgestaltung

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


sind vertraut mit unterrichtlich relevanten Medien und deren Einsatz;

haben einen fachbezogenen Einblick im Hinblick auf das Berufsfeld Schule;

sind fähig, didaktische Reduktionen vorzunehmen;

können Bezüge zwischen Didaktik und Methodik herstellen;

sind in der Lage, schulbezogene Experimente unter Berücksichtigung didaktischer und methodischer Aspekte und entsprechendem Medieneinsatz durchzuführen.



Modul 4

Organische Chemie 1 – Grundlagen

Inhalte:

Grundbegriffe und Systematik der Organischen Chemie, Nomenklatur, funktionelle Gruppen

Grundlagen der Stereochemie

Einführung in die Stoffklassen in der Organischen Chemie

Einführung in die Naturstoffe

Grundlegende Transformationen, industrielle Prozesse

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


beherrschen die Grundlagen der Organischen Chemie;

kennen wichtige Stoffklassen und ihre Eigenschaften;

verstehen die Bedeutung organischer Stoffe für Mensch und Umwelt.



Modul 5

Organische Chemie 2 – Organische Synthesechemie

Inhalte:

Transformation funktioneller Gruppen (C-Atom-Heteroatom), Anwendung an praktischen Beispielen

Grundlagen zu wichtigen analytischen Methoden

Reaktionsmechanismen: Substitution/Addition/Eliminierung

Grundlagen spektroskopischer Methoden

Ein- bis zweistufige Präparate zu oben genannten Themenkreisen, ausgewählte Handversuche

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen ausgewählte Stoffklassen und deren Umwandlungen;

können Reaktionsmechanismen anhand von Reaktionsabläufen deuten;

können Substanzen mit Hilfe geeigneter Methoden klassifizieren.



Modul 6

Physikalische Chemie – Grundlagen

Inhalte:

Grundlegende Konzepte und Arbeitsweisen der Physikalischen Chemie; mathematische Grundlagen

Thermodynamik und Gleichgewichtslehre

Grundlagen und Anwendungen der Elektrochemie

Einführung in die Reaktionskinetik

Einführung in die Quantenchemie

Grundlagen der Spektroskopie

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


haben ein grundlegendes Verständnis physikalisch-chemischer Phänomene;

können grundlegende physikalisch-chemische Experimente planen und durchführen.



Modul 7

Fachdidaktik 2 – Methoden des Chemieunterrichts

Inhalte:

Sozial- und Aktionsformen im Unterricht

Denken in und Arbeiten mit Modellen

Demonstrations- und Schülerversuche mit dem Schwerpunkt Organische Chemie

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen verschiedene Unterrichtsformen;

können einzelne Unterrichtsformen unter didaktischen und methodischen Gesichtspunkten angemessen einsetzen;

verfügen über einen sicheren Umgang mit Unterrichtsformen;

können Modelle im Unterricht sinnvoll einsetzen;

können schulbezogene Experimente unter Berücksichtigung didaktischer und methodischer Aspekte und entsprechender Medien wirkungsvoll einsetzen.



Modul 8

Alltags- und Umweltchemie

Inhalte:

Betrachtung ausgewählter chemischer Phänomene mit engem Alltagsbezug

Untersuchung an Beispielen aus folgenden Bereichen: Chemische Stromgewinnung, Atmosphärenchemie, Luft- und Wasserreinigung, Umweltschadstoffe

Untersuchung an Beispielen aus folgenden Bereichen: Korrosionsvorgänge, Farbstoffe und Pigmente, Baustoffe, Metallgewinnung und -reinigung

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


sind in der Lage, chemische Prozesse in Alltagsphänomenen zu erkennen und zu deuten;

können Umweltschadstoffe im gesellschaftlichen und chemischen Kontext beurteilen;

können Verknüpfungen zu weiteren Fachwissenschaften herstellen.



5.3

 

Modul 9

Experimentelle Alltags- und Umweltchemie

Inhalte:

Vertiefung und Erweiterung der Kenntnisse über chemische Vorgänge in Alltag und Umwelt

Biochemische Prozesse in Lebewesen, z. B. Energiebindung und Stoffaufbau wie Photosynthese, Energiefreisetzung und Stoffabbau wie der aerobe Abbau der Glucose

Nachwachsende Rohstoffe z. B. Pflanzenöle und -fette als Energie- und Chemierohstoffe

Organische Chemie des Alltags z. B. Waschmittel, Kunststoffe, Farbstoffe

Erarbeitung und Durchführung ausgewählter Experimente zur Verdeutlichung umwelt- und alltagsrelevanter Prozesse

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


erkennen und deuten chemische Prozesse in Umwelt und Alltag;

können naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten in Umwelt und Alltag erkennen;

sind in der Lage, chemische Prozesse in Umwelt und Alltag in chemischen Experimenten nachzubilden.



Modul 10

Aktuelle Themen und vertiefende Fachdidaktik

Inhalte:

Aktuelle Themen aus einem Teilfach der Chemie und der Fachdidaktik

Beispielhafte fachdidaktische Umsetzungen und Vertiefungen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können Unterrichtsmaterialien differenziert didaktisch-methodisch aufbereiten;

sind fähig, Kenntnisse über chemische Prozesse/Verfahren zu aktualisieren und für den Unterricht aufzuarbeiten.



Modul 11

Organische Chemie – Reaktionsmechanismen

Inhalte:

Transformationen funktioneller Gruppen C-C-Bindungsknüpfungen

Oxidationen und Reduktionen

Anwendung organisch-chemischer Vorgänge an schulrelevanten Beispielen

Anspruchsvolle mehrstufige Präparate, ausgewählte Handversuche

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen ausgewählte Transformationen funktioneller Gruppen;

können Zusammenhänge zwischen Phänomen und Mechanismus erkennen;

sind in der Lage, Struktur-Eigenschafts-Beziehungen abzuleiten.



Modul 12

Anorganische Chemie – Chemie der Haupt- und Nebengruppenelemente

Inhalte:

Chemie der Haupt- und Nebengruppenelemente

Eigenschaften und Reaktivität der Elemente und ausgewählter Verbindungen

Weiterführende Modellvorstellungen zum Aufbau, zu Eigenschaften und zur Reaktionsweise von Stoffen

Analyse- und Synthesemethoden

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen und verstehen die Eigenschaften wichtiger Stoffe aus dem Bereich der anorganischen Chemie;

beherrschen grundlegende präparative Arbeitstechniken sowie die Synthese und die Charakterisierung anorganischer Stoffe.



Modul 13

Aktuelle Themen der modernen Chemie und vertiefende Fachdidaktik

Inhalte:

Aktuelle Themen aus einem Teilfach der Chemie und der Fachdidaktik

Beispielhafte fachdidaktische Umsetzungen und Vertiefungen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können Unterrichtsmaterialien differenziert didaktisch-methodisch aufbereiten;

sind fähig, Kenntnisse über chemische Prozesse/Verfahren zu aktualisieren und für den Unterricht aufzuarbeiten;

können oberstufenspezifischen Themen wie z. B. Farbstoffe, Kunststoffe, Reaktionskinetik, Arzneimittel thematisieren.



Modul 14

Physikalische Chemie – Vertiefung

Inhalte:

Vertiefung des physikalisch-chemischen Grundlagenwissens sowie Einführung in aktuelle Forschungsgebiete der Physikalischen Chemie

Ausgewählte Themen der Thermodynamik, Elektrochemie und Spektroskopie

Aktuelle Gebiete und praktische Anwendungen der Physikalischen Chemie, z. B.: Charakterisierung und Eigenschaften kolloidaler Systeme, Physik der Polymere, Quantum-Size-Effekte: Eigenschaften und Anwendung von Nanopartikeln

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


haben einen Einblick in komplexere physikalisch-chemische Zusammenhänge;

können auch anspruchsvollere physikalisch-chemische Themen vermitteln sowie ihre Komplexität didaktisch reduzieren;

können am Beispiel aktueller Themen die Bedeutung der Physikalischen Chemie darstellen.

 

Modul 15

Bereichsfach Naturwissenschaften

Es soll eine exemplarische Konkretisierung an denjenigen Basiskonzepten erfolgen, die mit Blick auf den fächerverbindenden naturwissenschaftlichen Unterricht besondere Bedeutung für die betreffende Naturwissenschaft haben.

Inhalte:

System (Materie- und Energieströme, Information, Kreisläufe, Regulation von dynamischen Systemen, Systemebenen, Gleichgewicht, Kompartimentierung)

Struktur – Eigenschaft – Funktion (Angepasstheit und Optimierung, Funktionsweise, Bionik)

Stoff – Teilchen – Materie (Materie und Raum, Stoffe und ihre Eigenschaften, Modelle von der Struktur der Materie, Quantitative Betrachtungen)

Chemische Reaktion (Stoff- und Energieumwandlung, Umkehrbarkeit)

Wechselwirkungen (Strahlung und Materie, Schwingungen und Wellen, Felder, Kraft)

Energie (Energie als Grundgröße, Speicherformen der Energie, Energieträger, Energieaustauschprozesse, Energieerhaltung, Energieentwertung, Wirkungsgrad, Schülervorstellungen, Nachhaltigkeit)

Entwicklung (Reproduktion, biologische und technische Evolution), zeitliche Veränderungen (Lebenszyklen, Verwandtschaft), Vielfalt (Artenvielfalt, Züchtung), Nachhaltigkeit


Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


besitzen ein grundlegendes Verständnis der mit den Themenfeldern verbundenen naturwissenschaftlichen Basiskonzepte;

können die naturwissenschaftlichen Konzepte gegenüber Alltagsvorstellungen abgrenzen;

kennen Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern zu naturwissenschaftlichen Konzepten und können sich daraus ergebende Lernschwierigkeiten diagnostizieren;

sind vertraut mit einschlägigen Experimentiersituationen als Lernsituationen;

können naturwissenschaftliche Sachverhalte unter Berücksichtigung des Vorverständnisses von Schülerinnen und Schülern erklären;

können Möglichkeiten zur Steigerung der Motivation des Lernens naturwissenschaftlicher Phänomene erläutern;

können eine gezielte Auswahl von Medien zur Veranschaulichung zentraler Inhalte treffen.



6.


6.1


Studienteil

Modul

Titel

Studiengang für LA

Bachelorstudiengang

1

Das Fach im Überblick

alle LÄ

2

Grundlagen der Literaturwissenschaft

3

Grundlagen der Sprachwissenschaft

1. – 4. Semester

4

Sprache und Handeln, insbesondere im Kontext der Mehrsprachigkeit

5

Gattungen und Formen (Literaturwissenschaft/Literaturdidaktik)

6

Deutschdidaktik als Theorie und Praxis des Deutschunterrichts

Bachelorstudiengang 5. – 6. Semester

7

Deutsche Literaturgeschichte (Grundmodul)

an RS plus, Gym, BBS

8

Sprachwandel

9

Themen und Motive

10

Sprachvariation

Masterstudiengang

11

Gegenwartsliteratur und ihre Vermittlung (Literaturwissenschaft und Literaturdidaktik)

an RS plus, Gym, BBS

12

Mehrsprachigkeit (Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik)

13

Deutsche Literaturgeschichte (Aufbaumodul)

an Gym

14

Richtungen und Entwicklungen der germanistischen Sprachwissenschaft

15

Epochen und Epochenschwellen

16

Sprache und Kommunikation (Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik)

an RS plus



Anmerkung:

Im Studium für das Lehramt an berufsbildenden Schulen ist eine abweichende Verteilung der Module zwischen Bachelor- und Masterstudiengang möglich. Darüber hinaus können die Inhalte einzelner Module an die besonderen Anforderungen des Deutschunterrichts an berufsbildenden Schulen angepasst werden. Es sollen verstärkt Beispiele aus der Arbeits- und Berufswelt verwendet sowie Bedeutung, Eigenarten und Verwendung der Fachsprache und der berufsbezogenen Kommunikation erarbeitet werden.



6.2


Modul 1

Das Fach im Überblick

Inhalte:

Überblick über die Aufgaben, Ziele und Methoden des Faches

Überblick über die Bereiche des Faches

Umgang mit Bibliographien und Katalogen

Normangemessenes Reden und Schreiben

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen die Gliederung des Faches und können ihr Studium danach ausrichten;

überblicken Aufgaben, Ziele und Methoden und verfügen über Einsichten in die Systematik des Faches;

können Fachliteratur sowohl im elektronischen Medium als auch in gedruckten Bibliographien und Zettelkatalogen gezielt auffinden und verarbeiten;

sind mit Formen wissenschaftlichen Arbeitens vertraut und ihre mündlichen und schriftlichen Grundfähigkeiten sind für das Studium und den späteren Beruf als Deutschlehrerin/Deutschlehrer hinreichend ausgebildet.



Modul 2

Grundlagen der Literaturwissenschaft

Inhalte:

Probleme und Methoden der wissenschaftlichen Erschließung literarischer Texte

Grundlagen des Textverständnisses

Textarten (Gattungen, Formen)

Grundlagen der Textgestaltung (Poetik, Rhetorik, Topik)

Bauelemente epischer, lyrischer und dramatischer Texte

Konkrete Analyse von Texten aus dem lyrischen, epischen und dramatischen Bereich, orientiert an den schulart- und schulstufenspezifischen Vorgaben und Bildungsstandards

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen Grundzüge relevanter Richtungen und Ansätze der Literatur- und Interpretationstheorie;

beherrschen grundlegende literaturwissenschaftliche Fachbegriffe und Arbeitsweisen;

können Gestaltungsweisen und spezifische Merkmale epischer, dramatischer und lyrischer Texte verschiedener Epochen bestimmen und darstellen;

kennen Mittel der Textgestaltung in ihrer Funktion, grundlegende Verfahren der Texterschließung und Interpretation und wenden sie bei der konkreten Textanalyse an.



Modul 3

Grundlagen der Sprachwissenschaft

Inhalte:

Soziale, historische, biologische und kognitive Aspekte von Sprache und Sprachgebrauch

Grundzüge von Phonologie, Morphologie, Syntax und Semantik

Grundlagen der Orthographie

Spracherwerb

Sprachwissenschaftlich und sprachdidaktisch akzentuierte Grammatiken

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verstehen Sprache als ein sich entwickelndes und veränderndes System;

besitzen einen Überblick über den Verlauf des Spracherwerbs;

sind in der Lage, einfache phonologische, morphologische, syntaktische, semantische und pragmatische Strukturen anhand von einschlägigen sprachlichen Beispielen zu analysieren und zu vermitteln;

können orthographische Sachverhalte erläutern und anwenden;

besitzen die Fähigkeit, sprachwissenschaftliche Termini zu reflektieren;

verfügen über Grundkenntnisse wissenschaftlicher und didaktischer Grammatiken;

sind fähig, das Gelernte selbstständig zu vertiefen und auf entsprechende Fragen und Probleme zu beziehen.



Modul 4

Sprache und Handeln, insbesondere im Kontext von Mehrsprachigkeit

Inhalte:

Pragmatik und Kommunikation: Sprechakt, Gesprächsanalyse, Konversationsstruktur

Ansätze der Wort-, Satz- und Textsemantik

Textbegriff, Funktion und Textsorten, kommunikative und strukturelle Merkmale

Entwicklung und Förderung von Sprachhandlungskompetenzen unter besonderer Berücksichtigung ein- und mehrsprachiger Bedingungen

Beobachtung und Förderung der kommunikativen Fähigkeiten von Zweitsprachlernern, einschließlich deren Schriftspracherwerbs

Konzepte und Vorschläge eines mehrsprachenorientierten Deutschunterrichts

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verstehen Sprache als soziale Handlung und sind zur Klassifizierung von Gesprächen sowie Gesprächssequenzen fähig;

können Gespräche gezielt beobachten und sachangemessen analysieren;

erfassen Merkmale gesprochener und geschriebener Sprache, von Mündlichkeit und Schriftlichkeit;

erkennen die Bedeutung des Schriftspracherwerbs – insbesondere bei Zweitsprachlernern;

sind in der Lage, grammatische und stilistische Fehler zu analysieren und können an ausgewählten Beispielen auf verschiedenen sprachlichen Ebenen Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen einzelnen ausgewählten Sprachen herausarbeiten;

vermögen im Kontext der Mehrsprachigkeit sowohl basale als auch kognitiv anspruchsvolle kommunikative Fähigkeiten zu fördern;

können mündliches und schriftliches Sprachhandeln lernerorientiert initiieren und reflektieren.



Modul 5

Gattungen und Formen (Literaturwissenschaft/Literaturdidaktik)

Inhalte:

Merkmale von Gattungen unter historischem und systematischem Aspekt und sowie deren Vermittlung: Lyrik (z. B. antike Formen, Minnesang, Barocklyrik bis zu moderner Lyrik), Heldenepos, Sage, Roman (z. B. Artus-, Bildungs- und Entwicklungsroman bis zum postmodernen Roman), Kurzepik (z. B. Märchen, Fabel, Kurzgeschichte, Novelle), Drama (z. B. antikes Drama, bürgerliches Trauerspiel, soziales, episches Drama, Theater der Moderne)

Sach- und Gebrauchstexte

Medien (z. B. Theater, Radio, Film, Hörbücher, Internet etc.)

Zur Didaktik ausgewählter Gattungen und Formen (insbesondere Auswahl und Legimitation hinsichtlich entwicklungspsychologischer Relevanz und lesepsychologischer Aspekte)

Prinzipien der unterrichtlichen Vermittlung (analytisch-diskursive sowie handlungs- und produktionsorientierte Verfahren zu Einzeltext und Textsequenzen)

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen Merkmale, die Geschichte und Theorien von Gattungen, beherrschen gattungstheoretische Grundbegriffe und Beschreibungsformen und leiten zu gattungsadäquater Rezeption an;

verfügen über Kompetenzen bei der Analyse und Vermittlung von Texten sowie audio-visuellen Medien;

besitzen Maßstäbe für den Umgang mit Massenliteratur und neuen Medien, kennen die Auswirkung medialer Veränderungen auf Literatur und literarische Rezeption;

wählen für die Schule geeignete Texte aus und sind in der Lage, Merkmale und Veränderungen von Gattungen didaktisch angemessen auf mögliche unterrichtliche Umsetzungen hin zu bedenken.



Modul 6

Deutschdidaktik als Theorie und Praxis des Deutschunterrichts

Inhalte:

Ziele, Aufgaben und Lernbereiche des Deutschunterrichts

Konzepte des Deutschunterrichts (z. B. Auswahl lebensnaher Inhalte, Einbindung der Sprachlernsituationen in praktische Handlungszusammenhänge, Öffnung des Unterrichts und Methodenvielfalt)

Didaktische Aspekte des Sprechens und Schreibens einschließlich der Sprachbetrachtung, auch unter Berücksichtigung von Leistungsmessung und -beurteilung

Didaktische Aspekte des Umgangs mit Literatur und Medien einschließlich deren Vermittlung

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


lernen die zentralen Aufgaben und Lernbereiche des Deutschunterrichts und deren Vermittlung kennen;

können Themen, Inhalte sowie didaktische Verfahren alters- und anspruchsspezifisch einschätzen, auswählen und adressatenbezogen so gestalten, dass eine weitgehend selbstständige Aneignung ermöglicht wird; dabei werden handlungsorientierte, integrative und fächerübergreifende Aspekte sowie diskursiv-analytische und handlungs- und produktionsorientierte Verfahren im Sinne einer differenzierten Förderung besonders beachtet.



Modul 7

Deutsche Literaturgeschichte (Grundmodul)

Inhalte:

Exemplarischer Einblick in die Entwicklung der deutschsprachigen Literatur insbesondere vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart (auch wichtige Autorinnen, Autoren und Werke);

Epochentypische Grundzüge (Themen, Texte, Strukturen, Motive) an Beispielen

Sinn und Zweck der Auseinandersetzung mit literaturgeschichtlichen Studien und Untersuchungen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


erwerben exemplarische Einblicke in die deutschsprachige Literatur und vermögen erworbene Kenntnisse in deren Gesamtentwicklung einzuordnen;

kennen wichtige Autorinnen und Autoren sowie exemplarische Werke aus mindestens zwei Epochen; wissen epochentypische Themen, Formen, Motive, Begriffe bei der Rezeption zu nutzen;

erkennen den Sinn und Zweck der Auseinandersetzung mit literaturgeschichtlichen Fragen und Aspekten.



Modul 8

Sprachwandel

Inhalte:

Geschichtlicher Wandel natürlicher Sprachen als Grundlage für die Analyse und Beurteilung des gegenwärtigen Sprachzustands

Überblick über Epochen bzw. Stationen der deutschen Sprachgeschichte seit dem Althochdeutschen

Analyse, Beschreibung und Beurteilung ausgewählter Phänomene des sprachgeschichtlichen Wandels, z. B. Lautwandel, Lexikwandel (Neologismen)

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


erlangen einen Einblick in die Geschichtlichkeit natürlicher Sprachen und können sprachliche Erscheinungen unter dem Gesichtspunkt ihrer Entstehungsgeschichte beschreiben und beurteilen;

haben einen Überblick über Epochen bzw. Stationen der Sprachgeschichte.



Modul 9

Themen und Motive

Inhalte:

Exemplarische Auseinandersetzung mit zentralen Problemen und Motiven in der deutschsprachigen Literaturgeschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart

Epochenübergreifende Einblicke und historische Längsschnitte

Synchron und diachron vergleichende Analysen

Fragen der Intertextualität und Verbindung zu außerliterarischen Diskursen

Vermittlung von Themen und Motiven

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen die richtungsprägenden Themen, Stoffe und Motive in der deutschen und europäischen Literatur (z. B. Minne, Schuld und Schicksal, Intrigen, Künstlerthematik);

können Stoff- und Motivhandbücher souverän benutzen und zu ihrer Benutzung anleiten;

sind in der Lage, Schüler an der Leitlinie eines Motivs oder Themas von einer literarischen Epoche zur anderen zu führen;

können die Semantik der Schlüsselmotive analysieren und Motive vergleichen;

sind in der Lage, Veränderungen von Motiven in literarischen Epochen zu kennzeichnen, zu verdeutlichen und zu vermitteln.



Modul 10

Sprachvariation

Inhalte:

Grundkenntnisse zur Sprachvariation

Sprachvariation in historischer und theoretischer Sicht

Funktion und Wirkung von Dialekten, Fachsprachen, Soziolekten und anderen Varietäten in Bezug auf die Standardsprache

Sprachkontakt (z. B. Lehnworteinfluss) und Mehrsprachigkeit im europäischen Kontext

Die Bedeutung der Standardsprache für die mündliche und schriftliche Kommunikation in der Gesellschaft, auch unter medialen Gesichtspunkten

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


erwerben Kenntnisse zur Sprachvariation;

erfassen exemplarisch die damit verbundenen historischen und sozialen Entwicklungen und Zusammenhänge;

setzen sich exemplarisch mit Theorien der Sprachvariation auseinander;

erkennen an Beispielen die Wirkung von Sprachvarietäten auf die Standardsprache und können zu Fragen der Sprachnormierung reflektiert Stellung nehmen.



6.3


Modul 11

Gegenwartsliteratur und ihre Vermittlung (Literaturwissenschaft/Literaturdidaktik)

Inhalte:

Entwicklung der Literatur im 20. und 21. Jahrhundert

Neue literarische Ausdrucksformen (z.B. Erzähltechniken, lyrische Darstellung, modernes und postmodernes Drama)

Auflösung und Veränderung des traditionellen Gattungsgefüges, Montagetechnik

Spezifische Themen und ästhetische Programme,

Probleme der literarischen Wertung, insbesondere im Blick auf den Deutschunterricht

Didaktische Aspekte der Vermittlung neuerer und neuester Literatur

Textumgangsformen bei fiktionalen und nichtfiktionalen Texten

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


überblicken Tendenzen der neueren und neuesten Literatur;

kennen Autorinnen, Autoren und Werke der Gegenwart und können deren literarischen Wert kritisch einschätzen, ihre Themen und Inhalte in die literarische Tradition adäquat einordnen und Zugänge zu neuen Texten eröffnen;

sind in der Lage, Heranwachsende für Texte der Gegenwartsliteratur zu sensibilisieren und können Neugier auf Literatur zu wecken;

kennen didaktische Konzepte der Vermittlung von Gegenwartsliteratur, die sie auch anwenden.



Modul 12

Mehrsprachigkeit (Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik)

Inhalte:

Spracherwerb und Sprachgebrauch im mehrsprachigen Kontext

Entwicklung mündlicher und schriftlicher Fähigkeiten unter mehrsprachigen Bedingungen

Interkulturalität und interkulturelle Kommunikation

Didaktik des Deutschen im Rahmen eines integrativen Sprachenkonzepts

Didaktik des Deutschen als Zweitsprache, Didaktik des Deutschen als Fremdsprache

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über Kenntnisse in den Bereichen Zwei- und Mehrsprachigkeit sowie in den Arbeitsfeldern Deutsch als Zweit- und Fremdsprache;

sind fähig zum Umgang mit sprachlichen und sozialen Phänomenen und Problemen, wie sie sich in mehrsprachigen Gesellschaften ergeben;

verfügen über die Fähigkeit zur Beurteilung des Deutschen in mehrsprachigen Gesellschaften auch außerhalb des deutschsprachigen Raums;

lernen vor dem Hintergrund der Interkulturalität von Sprache und Literatur Möglichkeiten integrativer Sprachenkonzepte kennen;

haben die Fähigkeit Deutschunterricht auch für Lernende, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, zu planen, zu beobachten und zu reflektieren;

können mehrsprachige Sprachentwicklungsprozesse diagnostizieren und Fördermaßnahmen initiieren.



Modul 13

Deutsche Literaturgeschichte (Aufbaumodul)

Inhalte:

Einblick in die Entwicklung der deutschsprachigen Literatur vom Mittelalter bis zur Gegenwart;

Kenntnis einschlägiger Autorinnen, Autoren und exemplarischer Werke von mindestens zwei der Epochen des 9.- 17. Jahrhunderts (Karolingerzeit, Staufische Klassik, Spätmittelalter/Renaissance, Barock)

Wichtige Autorinnen, Autoren und Werke der literarischen Strömungen von etwa 1700 bis zur Gegenwart

Themen, Texte, Strukturen, Tendenzen, Motive ausgewählter Epochen und mögliche Wechselwirkungen

Adressaten und ästhetische Programme

Vergleich ausgewählter Epochen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


überblicken die Entwicklung der deutschsprachigen Literatur von ihren Anfängen bis zur Gegenwart, kennen einschlägige Autoren und Autorinnen sowie exemplarische Werke verschiedener Epochen;

kennen grundlegende Merkmale und Theorien ausgewählter literarischer Epochen im Kontext der geistes- und sozialgeschichtlichen bzw. kulturellen und politisch-historischen Entwicklungen;

kennen epochentypische Themen, Formen, Motive, Begriffe und wissen sie bei der Rezeption zu nutzen; sind fähig, ausgewählte Epochen aufeinander zu beziehen und zu vergleichen.



Modul 14

Richtungen und Entwicklungen der germanistischen Sprachwissenschaft

Inhalte:

Überblick über die Entwicklung der Sprachwissenschaft in Deutschland seit dem 19. Jahrhundert anhand von ausgewählten Beispielen (u. a. Lexikologie und Lexikographie, Grammatik, Semantik, Textanalyse und Pragmatik)

Einblick in Theorien des Spracherwerbs (Erstspracherwerb, Zweitspracherwerb)

Fundierte Analyse und Bewertung von Wörterbüchern, Grammatiken und Lexika vor dem Hintergrund erworbener Kenntnisse

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


sind über wichtige Richtungen und Entwicklungen der germanistischen Sprachwissenschaft informiert und können Begriffe und Konzepte der Sprachwissenschaft auf die Analyse von ausgewählten

Spracherscheinungen in der Gegenwart und von Texten aus der deutschen Sprachgeschichte anwenden;

kennen wichtige Spracherwerbstheorien und können auf dieser Grundlage zu Sprachstandsanalysen von Schülerleistungen finden;

können Informationen aus Wörterbüchern und Grammatiken des Deutschen vor dem Hintergrund erworbener Kenntnisse angemessen analysieren, bewerten und anderen vermitteln.



Modul 15

Epochen und Epochenschwellen

Inhalte:

Modelle der Epochenkonstitution von den Anfängen bis zur Gegenwart

Kulturelle Kontinuitäten und Traditionsbrüche

Fragen der Kanonbildung, kanonisierte Autorinnen und Autoren

Auseinandersetzung mit epochentypischen und unterrichtsrelevanten literarischen Werken

Ästhetische Programme und künstlerisches Selbstverständnis

Bestimmungsmerkmale der literarischen Epochen und Strömungen

Problematik und Grenzen literaturtheoretischer Epochenbegriffe und Richtungen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


sind mit den kulturellen Weichenstellungen der europäischen und deutschen Literatur vertraut, sie überblicken die wichtigsten Muster für die Entwicklung und Auflösung kultureller Verbindlichkeiten;

können den Wandel der Epochenbilder und –selbstbilder erklären und Verbindungen der Literatur zur allgemeinen Kulturgeschichte und Soziologie ziehen, wobei sie in der Lage sind, literarische Strömungen, deren jeweiligen Bestimmungselemente und zentrale epochentypischen Werke exemplarisch zu analysieren und angemessen darzustellen;

verfügen über Kompetenzen zur Vermittlung literarischer Epochen und Strömungen, besitzen kritische Maßstäbe für den Umgang mit Epochenbegriffen und deren Beurteilung.



Modul 16

Sprache und Kommunikation (Sprachwissenschaft und Sprachdidaktik)

Inhalte:

Verwendungszusammenhänge von mündlicher und schriftlicher Kommunikation

Sprachliche Varietäten: ihre Eigenarten, Leistungen und Beschränkungen

Elemente, Ziele und Strukturen von Diskursen und Texten: Analyse schulrelevanter Beispiele

Methoden zur Vermittlung mündlicher und schriftlicher Kommunikationsfähigkeiten

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über erweiterte Kenntnisse der Gemeinsamkeiten und Unterschiede von mündlicher und schriftlicher Kommunikation;

sind fähig, mündliche und schriftliche Kommunikation insbesondere vor dem Hintergrund ein- und mehrsprachiger Voraussetzungen zu beurteilen;

entwickeln metasprachliche und metakommunikative Fähigkeiten, mit deren Hilfe sie auf sprachliche Probleme von Lernenden angemessen eingehen können;

haben vertiefte theoretische, methodische und unterrichtspraktische Kenntnisse, um mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch im Deutschunterricht vorzubereiten, zu gestalten und zu analysieren;

beherrschen Verfahren zur Dokumentation von Gesprächen sowie deren Analyse;

sind in der Lage, mediale und konzeptionelle Aspekte der Kommunikation (Nähe, Distanz) zu erfassen und zu beurteilen.



7.


7.1


Studienteil

Modul

Titel

Studiengang für LA

Bachelorstudiengang

1

Mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen

an BBS

2

Grundlagen der Elektrotechnik

3

Elektrotechnische Systeme

4

Theoretische Elektrotechnik

5

Angewandte Elektrotechnik

6

Fachdidaktik für den elektrotechnischen und informationstechnischen Unterricht

Masterstudiengang

7

Systemtechnik

an BBS


Wahlpflichtbereich:

Es ist zwischen den Schwerpunkten Automatisierungstechnik und Informations-/Kommunikationstechnik zu wählen.

Schwerpunkt Automatisierungstechnik

8

Regelungstechnik

9

Automatisierungstechnik (Wahlpflichtmodul)

Schwerpunkt Informations-/Kommunikationstechnik; darin ist zwischen den beiden Wahlpflichtmodulen 11 und 12 zu wählen.

10

Nachrichtentechnik

11

Multimedia (Wahlpflichtmodul)

12

Kommunikationsnetze (Wahlpflichtmodul)

13

Fachdidaktik



Anmerkung:

Die Prüfungsordnungen der Hochschulen können eine abweichende Verteilung der Module zwischen Bachelor- und Masterstudiengang vorsehen.



7.2


Modul 1

Mathematisch-naturwissenschaftliche Grundlagen

Inhalte:

Komplexe Zahlen, Differenzialrechnung, Kurvenintegrale

Mechanik: Grundlagen der Statik, der Kinematik und der Kinetik mit ingenieurwissenschaftlichen Anwendungen; Translation und Rotation, krummlinige Bewegung; Relativbewegung, Impuls, Drehimpuls, Impulserhaltung; Kräfte- und Momentensatz; Arbeits- und Energiesatz; Anwendungen: Stoßgesetze, Schwingungen, Bewegung von Satelliten

Wärme: Temperatur, Gasgesetze, Wärmedehnung; Wärme als Energieform, Wärmekapazität; Wärmeleitung, Wärmestrahlung, Konvektion; Zeitabhängigkeit thermischer Systeme; Temperaturmessung

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verstehen die wesentlichen mathematischen Grundlagen und deren Anwendung in der Technik, insbesondere in den für die berufsbildende Schule wichtigen Gebieten; und beherrschen die grundlegende Methodik der Mathematik;

verstehen die wesentlichen physikalischen Grundlagen und deren Anwendung in der Technik, insbesondere die für die berufsbildende Schule wichtigen Gebiete der Mechanik und Wärmelehre;

beherrschen die grundlegende Methodik der Physik im Lösen von anwendungsbezogenen Problemen.



Modul 2

Grundlagen der Elektrotechnik

Inhalte:

Physikalische Grundbegriffe, SI-Einheitensystem, elektrischer Gleichstromkreis, Sinusstromkreis und Sinusstromnetzwerke, Ortskurven, Bodediagramme, nichtsinusförmige Ströme und Spannungen

Elektrostatische Felder, elektromagnetische Felder, Ausgleichsvorgänge in linearen Schaltungen, Transformatoren, Drehstromsysteme

Grundlagen der elektrischen Energietechnik: Erzeugung, Übertragung, Verteilung und Nutzung elektrischer Energie im Überblick; Grundgesetze zur Beschreibung der elektromagnetischen Energiewandlung; Strukturen elektrischer Antriebssysteme; Grundlagen der Gleichstrommaschinen; DC-Antriebstechnik; Transformatoren für Wechsel- und Drehstrom; allgemeine Eigenschaften von Drehfeldmaschinen; Grundlagen der Drehstrom-Asynchronmaschinen; AC-Antriebstechnik mit Drehstrom-Asynchronmaschinen; Grundlagen der Drehstrom-Synchronmaschinen; Möglichkeiten der Erzeugung elektrischer Energie; Grundlagen der Übertragung und Verteilung elektrischer Energie

Elektrotechnisches Grundlagenlabor: Netzwerke, Messung von Gleichgrößen, Messung von Wechselgrößen, Kathodenstrahl-Oszillograph, Gleichstrombrücken, Wechselstrombrücken, magnetischer Kreis, Kennlinienaufnahme

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


beherrschen physikalische Grundlagen, kennen die wichtigsten passiven elektrotechnischen Bauelemente, beherrschen komplexe Rechnung und Fourierreihenentwicklung sowie die Berechnungsverfahren linearer elektrischer Netzwerke und verfügen über grundlegende Kenntnisse der Berechnung nichtlinearer Netzwerke;

verfügen über grundlegende Kenntnisse zur Bestimmung elektrostatischer und elektromagnetischer Felder, können Ausgleichsvorgängen in einfachen linearen Schaltungen berechnen, Transformatoren berechnen und Drehstromsysteme analysieren;

beherrschen die Grundlagen der Elektrotechnik zur Beschreibung der elektromagnetischen Energiewandlung, kennen die Möglichkeiten zur Erzeugung elektrischer Energie und die Netzstruktur zur Übertragung und Verteilung elektrischer Energie; sie können technische Transformatoren modellieren und deren Betriebsverhalten beschreiben, kennen die Struktur elektrischer Antriebssysteme und können die wichtigsten elektrischen Maschinen modellieren sowie deren elementares stationäres Betriebsverhalten im Antriebssystem beschreiben.



Modul 3

Elektrotechnische Systeme

Inhalte:

Elektrotechnisches Grundlagenlabor: Ortskurven, Resonanz, Filter; nichtlineare Widerstände; Transistor-Kennlinien, Transistor-Verstärker, Transistor als Schalter; elektrisches Messen nichtelektrischer Größen; Übertrager; logische Grundschaltungen

Elektronik: Materialien, passive Bauelemente; Diode, Transistor, Thyristor; analoge Schaltungen, Leistungselektronik, elektronische Messtechnik, digitale Schaltungen

Grundlagen der Informationsübertragung: Kontinuierliche und diskrete Faltung, Fourier-, z- und Diskrete Fourier-Transformation, FFT, Faltungs- und Transformationssätze, Abtasttheorem

Digitale Signalverarbeitung: Lineare verschiebungsinvariante diskrete Systeme und ihre Beschreibung im Zeitbereich, Signal- und Systembeschreibung von LSI-Systemen im Frequenzbereich, Z-Transformation, digitale Filter, diskrete Fourier-Transformation (DFT) und ihre wichtigsten Eigenschaften

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


beherrschen die Bedienung von Messgeräten, den Aufbau einfacher elektrotechnischer Schaltungen, können Messungen durchführen, haben vertiefte Kenntnisse in den Grundlagen der Elektrotechnik und können Laborversuche selbstständig durchführen;

kennen die wichtigsten Bauelemente der Elektronik und deren Eigenschaften, haben ein grundlegendes Verständnis der Grundschaltungen, können Ersatzschaltungen und Bauelementemodelle auswählen und Dimensionierungsverfahren anwenden;

beherrschen die grundlegenden Hilfsmittel zur Beschreibung analoger und digitaler Übertragungssysteme, kennen die Beschreibung von analogen Signalen und Übertragungssystemen im Zeit- und Frequenzbereich sowie von zeitdiskreten Signalen und Übertragungssystemen, kennen die wichtigsten Transformationen (Fourier-, Laplace-, Z- und Diskrete Fourier-Transformation), den Übergang zwischen zeitkontinuierlichen und zeitdiskreten Signalen und können lineare zeitinvariante analoge oder diskrete Übertragungssysteme modellieren und analysieren;

beherrschen die Systemtheorie linearer zeitdiskreter Systeme, die Berechnungsverfahren linearer zeitdiskreter Systeme im Zeit- und Frequenzbereich, kennen wichtige Systemstrukturen und verfügen über grundlegende Kenntnisse des Systementwurfs und der DFT-Anwendungen.



Modul 4

Theoretische Elektrotechnik

Inhalte:

Analyse des zeitlichen Verhaltens elektrischer Netzwerke mit Hilfe von Differenzialgleichungen, komplexe Wechselstromrechnung, Ortskurven, Pol-Nullstellen-Diagramme, Vierpole

Netzwerkanalyse und Systemanalyse im Frequenzbereich; Grundlagen der 1D- und 2D-Fourier-Reihen und Transformation, der Hilbert-Transformation, der Laplace-Transformation und der Z-Transformation

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


beherrschen die grundlegenden Hilfsmittel zur Analyse diskreter elektrischer Netzwerke;

kennen die wichtigsten Bauelemente konventioneller analoger Schaltungstechnik und ihrer Modellierung sowie die Grundlagen der Analyse nichtlinearer und zeitvarianter elektronischer Schaltungen;

beherrschen grundlegende Transformationsverfahren zur Modellierung elektronischer Systeme.



Modul 5

Angewandte Elektrotechnik

Inhalte:

Grundlagen der Automatisierung: Rückkopplungsstruktur als grundlegende Struktur bei der Automatisierung, Regelkreis und Strukturbild, kontinuierliche Systeme im Zeitbereich, Linearisierung nichtlinearer Systeme, lineare Systeme im Laplace- und im Z-Bereich, Stabilität linearer Systeme im Zeit, Laplace- und Z-Bereich, lineare Reglerstrukturen, nichtlineare Strukturerweiterungen, Berechnung der Reglerparameter, ereignisdiskrete Systeme als Automat und signalinterpretiertes Petrinetz (SIPN), Analyse und Entwurf eines SIPN

Elektrische Messtechnik: Bedeutung, Einordnung und Geschichte der elektrischen Messtechnik, Maß- und SI-Einheiten, Grundbegriffe der Messtechnik, Messabweichung und Messunsicherheit, zufällige und systematische Abweichung, Fehlerfortpflanzung, elektromechanische Messgeräte, Kenngrößen, Messung von Strom, Spannung und elektrischer Leistung, Aufbau und Anwendung des Oszilloskops, Verfahren zur Messung von Widerständen, Abgleich- und Ausschlagmessbrücken, Verfahren zur Impedanzmessung, Wechselstrombrücken, Übersicht grundlegender Aufnehmer, Prinzip und Anwendung von Messverstärkern, Sicherheitsaspekte beim Messen, Digitale Messtechnik

Elektromagnetische Umweltverträglichkeit: Handhabung normkonformer Messsysteme für niederfrequente elektrische und magnetische sowie hochfrequente elektromagnetische Felder; Normen, Strukturen, Rechtsvorschriften und Grenzwerte im Bereich EMVU, Schirmungsmaßnahmen, Software zur Feldsimulation

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verstehen rückgekoppelte kontinuierliche, ereignisdiskrete und hybride Systeme, Regelungs- und Steuerungsentwurfsprozesse, können einfache Regelungen und Steuerungen entwerfen und Regelungs- und Steuerungsalgorithmen auf dem Rechner realisieren;

verstehen Aufgaben, Möglichkeiten und Grenzen der elektrischen Messtechnik, beherrschen die mathematischen Grundlagen zur Behandlung von Messunsicherheiten, kennen die üblichen Messgeräte und ihre wesentlichen Eigenschaften für den Laborbetrieb, beherrschen grundlegende Messprinzipien für die Messung elektrischer Größen, deren Einsatzbereiche und die mit dem Prinzip verbundenen Einschränkungen, verstehen die Prinzipien und typischen Ausführungen zur Umsetzung nichtelektrischer in elektrische Größen, kennen das Prinzip idealer und realer Messverstärker und können entsprechende Schaltungen analysieren und anwenden; sie verstehen die Möglichkeiten der Erweiterung durch die Prinzipien und Möglichkeiten der Digitalen Messtechnik;

kennen grundlegende physikalische Wirkungen elektromagnetischer Felder und biologische Effekte elektromagnetischer Felder; sie kennen die wichtigsten Studien aus dem Bereich der EMVU, können normkonforme Messtechnik, Messverfahren und Simulationsverfahren anwenden, kennen grundlegende Normen, Rechtsvorschriften und Grenzwerte, können das Beeinflussungsniveau durch elektrische Anlagen beurteilen und Abhilfemaßnahmen anwenden.



Modul 6

Fachdidaktik für den elektrotechnischen und informationstechnischen Unterricht

Inhalte:

Erkenntnismethoden, handlungsorientierte Unterrichtsmethoden

Analyse kompetenzbasierter schulart- und schulstufenspezifische Vorgaben hinsichtlich ihres didaktischen Konzeptes und fachlicher wie auch fachbereichsübergreifender Themen

Entwicklung von Lernsituationen im Bereich der Grundlagen der Elektrotechnik

Entwicklung von Laborversuchen (einschl. Arbeitsmaterialien für die selbstständige Erarbeitung fachlicher Inhalte), adressatenbezogener Lernarrangements und Lernaufgaben; Simulation der entwickelten Aufgaben (Mikroteaching)

Konzeption, Simulation und Reflexion methodischer Ansätze für Lernaufgaben über Funktion von Stromrichterschaltungen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können die schulart- und schulstufenspezifische Vorgaben in Lernsituationen und die Erkenntnismethoden des Faches (Induktion, Deduktion, Idealisierung, Modellierung, Mathematisierung, experimentelle Überprüfung) in Lernarrangements umsetzen sowie diese Methoden in zentralen Bereichen der Elektrotechnik exemplarisch anwenden;

können die fachlichen Inhalte aus den Lehrveranstaltungen „Grundlagen der Elektrotechnik“ und „Elektronik“ mit Unterrichtsmethoden vernetzen;

sind in der Lage, adressatenorientierte Lernarrangements, in deren Mittelpunkt der Laborversuch oder die Funktion von Stromrichterschaltungen stehen, zu entwickeln, allgemeine Arbeitsmethoden des Faches (Beobachten, Klassifizieren, Messen, Daten erfassen und interpretieren, Hypothesen und Modelle aufstellen) sowie Methoden der Schaltungsanalyse zur Beschreibung der Funktion von Stromrichterschaltungen (Kausalketten, Signal-Zeit-Diagramme) in Lernaufgaben umzusetzen, schultypische Geräte, Materialien und Medien unter Beachtung der Sicherheitsvorschriften in Laborversuchen einzusetzen;

können Lernumgebungen selbstgesteuerten fachlichen Lernens (Projekte, Lernstationen, Freiarbeit) planen und gestalten.



7.3


Modul 7

Systemtechnik

Inhalte:

Elektrische Messtechnik: Dynamische Fehler, zeit- und wertdiskrete Signalverarbeitung, Fehlerbetrachtungen, Grundbausteine der digitalen Messtechnik, Messung von Zeit und Frequenz, technische Abtastsysteme, Abtasthalteglieder, Prinzipien und Realisierungsformen von Analog-Digital- bzw. D/A-Umsetzern mit Fehlerbetrachtung, Messsignalverarbeitung, digitale Messgeräte, Bussysteme für die Messtechnik, Messsysteme, Mixed-Signal-Tester, Software für Systeme der Messtechnik

Elektronik: Grundlagen von Schaltungen für und mit Operationsverstärkern, gleichspannungsgekoppelte Schaltungen, frequenzabhängige Betrachtung, Transistorlasten, vergleichende Betrachtung von Stromquellen und -spiegeln, Differenzverstärkern, Inverterstufen, Kaskodestufen, Folger- und Gegentaktausgangsstufen mit Bipolar- und MOS-Transistoren, Grundbausteine von Operationsverstärkern und deren Zusammenschaltung, Stabilität und Kompensation von OPVs, Eigenschaften und Kenngrößen realer OPVs, kontinuierliche und zeitdiskrete Filter (SC-Filter), Analogschalter und Abtasthalteglieder, Digital-Analog- und Analog-Digital-Umsetzer, Oszillatoren und Generatoren

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen die Grundbausteine der digitalen Messtechnik, beherrschen Verfahren zur Zeit- und Frequenzmessung mit Fehlerbetrachtung, kennen die technische Realisierung von Abtastsystemen und deren Anwendung in der Messtechnik, die wesentlichen A/D- und D/A-Wandlerprinzipien mit Fehlerbetrachtung, können grundlegende Verfahren der Messsignalverarbeitung anwenden und einschätzen und kennen die wesentlichen Geräte der Digitalen Messtechnik sowie deren Verwendung in Messsystemen;

kennen gleichspannungsgekoppelte, mehrstufige Schaltungen mit Transistorlasten, beherrschen die erweiterte Analyse von Mehrtransistorschaltungen anhand einfacher Modelle der Bauelemente mit inhärenten Kapazitäten, können die Stabilität einer vorliegenden Verstärkeranordnung prüfen bzw. sicherstellen, kennen die relevanten Kenngrößen und Eigenschaften realer Operationsverstärker, beherrschen den Einsatz von Operationsverstärkern in Schaltungen mit frequenzabhängiger Beschaltung und zeitdiskreter Signalverarbeitung und kennen den Schaltungssimulator (PSPICE) zur Ergebnisprüfung und -korrektur.



Modul 8

Regelungstechnik

Inhalte:

Modellbildung dynamischer Systeme

Eigenschaften numerischer Integrationsverfahren

Umgang mit dem Simulationsprogramm MATLAB/SIMULINK

Rechnergestützte Regelkreisanalyse mit Hilfe von MATLAB/SIMULINK

Rechnergestützter Entwurfsmethoden für klassische Verfahren (Bode-Diagramm und Wurzelortskurve) und für Zustandsverfahren (Zustandsregler nach Polvorgabe, quadratisch optimierte Zustandsregelung, Beobachterentwurf) mit Hilfe von MATLAB/SIMULINK

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können dynamische zeitkontinuierliche und zeitdiskrete Systeme in einer simulationsfähigen Form beschreiben, kennen die Eigenschaften von numerischen Integrationsverfahren, können mit dem Simulationsprogramm MATLAB/SIMULINK arbeiten und Simulationsergebnisse beurteilen;

beherrschen rechnergestützte Methoden für Reglerentwurf und für Regelkreisanalyse.



Modul 9

Automatisierungstechnik (Wahlpflichtmodul)

Inhalte:

Auswahl im Umfang eines Moduls aus folgenden Bereichen; darunter muss ein Labor ausgewählt werden.

Lineare Regelungen

Dynamische Regelantriebe/Mechatronische Antriebssysteme

Mikroelektronik

Optimale Regelungen

Labor Mikroelektronik/Automatisierungstechnik

Vertiefungslabor Automatisierungstechnik

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


haben eine vertiefte Kenntnis innerhalb der ausgewählten Gegenstandsbereiche, beherrschen die einschlägigen Analyse- und Anwendungsverfahren;

können die in den Laboren vorgegebenen Versuche planen, durchführen und deren Ergebnisse auswerten.



Modul 10

Nachrichtentechnik

Inhalte:

Signale – mathematische Grundlagen: Energie, Energiedichtespektrum, mittlere Leistung, Leistungsdichtespektrum, Korrelationsfunktionen; Signalwandler: Wandlerprinzipien für Sprache bzw. Schall, für Bilder, Sensoren und Aktoren; Signale – Signaltheorie: Signalarten, Signalabtastung, Analog-Digital-Umsetzung, PCM, zufällige Signale, Mittelwert, Varianz, Zufallsprozesse

Übertragung: Basisbandübertragung: Leitungstheorie, Übertragungswegmodelle, Störabstand, Leitungsverstärker; Übertragung digitaler Signale: Interferenz, Nyquist-Systeme, Bitfehlerwahrscheinlichkeit; frequenzversetzte Übertragung: Antennen, Strahlungsdiagramme, Gewinn, Freiraumübertragung, Strahlungsdiagramm; allgemeine Modulationstheorie, elementare Verfahren zur Modulation und Demodulation, Einseitenbandmodulation, Übertragung modulierter Schwingungen, digitale Modulation, Richtfunk-Kanal

Einführung in die Informationstheorie: Diskrete Quellen, Entropie, Quellencodierungssatz, Informationsübertragung: Transinformation, Kanalkapazität; kontinuierliche Informationstheorie, Austausch von Bandbreite und Störabstand

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


haben einen Überblick über Probleme, Verfahren und Methoden des Gesamtgebiets der Nachrichtenübertragungstechnik.



Modul 11

Multimedia (Wahlpflichtbereich)

Inhalte:

Auswahl im Umfang eines Moduls aus folgenden Bereichen; darunter muss ein Labor ausgewählt werden.

Digitale Filter

Audiosignalverarbeitung

Mobilkommunikation

Labor Digital- und Nachrichtentechnik

Labor Nachrichtentechnik Lehramt

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


haben eine vertiefte Kenntnis innerhalb der ausgewählten Gegenstandsbereiche, beherrschen die einschlägigen Analyse- und Anwendungsverfahren;

können die in den Laboren vorgegebenen Versuche planen, durchführen und deren Ergebnisse auswerten.



Modul 12

Kommunikationsnetze (Wahlpflichtbereich)

Inhalte:

Auswahl im Umfang eines Moduls aus folgenden Bereichen; darunter muss ein Labor ausgewählt werden.

Kommunikationssysteme

Mobilität in verteilten Systemen

Labor Digital- und Nachrichtentechnik

Labor Nachrichtentechnik Lehramt

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


haben eine vertiefte Kenntnis innerhalb der ausgewählten Gegenstandsbereiche, beherrschen die einschlägigen Analyse- und Anwendungsverfahren;

können die in den Laboren vorgegebenen Versuche planen, durchführen und deren Ergebnisse auswerten.



Modul 13

Fachdidaktik

Inhalte:

Unterrichtsreflexion: Modelle und Methoden des elektrotechnischen Fachunterrichts im Rahmen der didaktischen Rekonstruktion und der Erkenntnismethoden

komplexe Lernaufgaben für die Umsetzung im Rahmen der Fachpraktika und anschließender Reflexion

E-Learning: Entwicklung komplexer Lernaufgaben, einschl. Arbeitsmaterialien für die selbstständige Einarbeitung in die Software und die selbstständige Erarbeitung fachlicher Inhalte

Entwicklung adressatenbezogener Lernarrangements

Simulation entwickelter Aufgaben (Mikroteaching) und anschließender Reflexion

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können auf methodisch gesicherter reflexiver und intersubjektiver Basis Unterricht auswerten;

können Unterrichtseinheiten planen, umsetzen und sie reflektieren;

können für die Lernenden Lernarrangements entwickeln, in deren Fokus Lern-, Simulations- und CAD-Programme stehen.



8.


8.1


Studienteil

Modul

Titel

Studiengang für LA

Bachelorstudiengang

1

Einführung in die Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft und die Fremdsprachendidaktik

alle LÄ

2

Sprachpraktische Studien: schriftliche und mündliche Kommunikation, Grammatik- und Vokabeltraining

1. – 4. Semester

3

Gegenwärtige und historische Dimensionen von Sprache, Literatur und Kultur englischsprachiger Länder

4

Literarische, linguistische und landeskundliche Studien: Textanalyse und Übersetzung

5

Literarische, linguistische und landeskundliche Studien: Methoden und Theorien

Bachelorstudiengang 5. – 6. Semester

6

Literarische, linguistische und landeskundliche Studien: Ausgewählte Kapitel

an RS plus, Gym, BBS

7

Spezialisierung und Prüfungsvorbereitung

Masterstudiengang

8

Linguistische und literarische Studien hinsichtlich der Auswahl im Englischunterricht

an RS plus, Gym, BBS

9

Anwendungsbezogene Sprachpraxis und Landeskunde

an RS plus

10

Linguistische, literarische und landeskundliche Studien hinsichtlich der Auswahl im Englischunterricht

an RS plus, BBS

11

Linguistische, literarische und kulturelle Studien hinsichtlich der Auswahl im Englischunterricht 1

an Gym

12

Linguistische, literarische und kulturelle Studien hinsichtlich der Auswahl im Englischunterricht 2

13

Linguistik, Literatur und Sprachproduktion



Anmerkung:

Im Studium für das Lehramt an berufsbildenden Schulen ist eine abweichende Verteilung der Module zwischen Bachelor- und Masterstudiengang möglich. Darüber hinaus können die Inhalte einzelner Module an die besonderen Anforderungen des Englischunterrichts an berufsbildenden Schulen angepasst werden. Es sollen verstärkt Bedeutung, Eigenarten und Verwendung der Fachsprache und der berufsbezogenen Kommunikation erarbeitet sowie Beispiele aus der Arbeits- und Berufswelt verwendet werden.



8.2


Modul 1

Einführung in die Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft und die Fremdsprachendidaktik

Inhalte:

Sprachwissenschaft: Grundlagenwissen der modernen deskriptiven Linguistik (grundlegende Gegenstände, Fragestellungen und Methoden)

Literaturwissenschaft: grundlegende Gegenstände, Fragestellungen und Methoden (Literaturgeschichtsschreibung, Gattungslehre, Rhetorik, ausgewählte Theoriebildung)

Fachdidaktik: Lernen und Sprachenlernen, natürlicher L2-Erwerb und schulisches Fremdsprachenlernen, Theorien des L2-Erwerbs, Lernersprachen, Fremdsprachenlernen aus der Lehrerperspektive

Studierfähigkeit: Einführung in alle für das Studium des Englischen erforderlichen Arbeitstechniken

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen die Unterschiede zwischen deskriptiven und präskriptiven Ansätzen zur Sprache und ihre Konsequenzen für den Englischunterricht und erklären sie in kulturwissenschaftlichen Kontexten;

können englischsprachige Literatur und kulturwissenschaftlich relevante Texte auf der Basis literaturwissenschaftlicher Kenntnisse selbstständig erarbeiten, angemessen sprachlich darstellen und unterrichtlich umsetzen;

können Sprachlernprozesse und in einer ersten Analyse des Lernraums “fremdsprachliches Klassenzimmer” Lehrerhandeln beschreiben und begründen.



Modul 2

Sprachpraktische Studien: schriftliche und mündliche Kommunikation, Grammatik- und Vokabeltraining

Inhalte:

Schriftsprache: schriftliche Kommunikation im fremdsprachlichen Unterricht in Schule und Hochschule, erforderliche sprachliche Mittel und Strukturen

Gesprochene Sprache: mündliche Kommunikation im fremdsprachlichen Unterricht in Schule und Hochschule, erforderliche sprachliche Mittel und Strukturen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können dem Unterricht passiv und aktiv folgen und mit den Diskursen und Registern fremdsprachlicher Veranstaltungen in Hochschule und Schule anwendungsorientiert umgehen;

sind in der Lage, die Standardsprache präzise zu gebrauchen;

präsentieren selbstständig recherchiertes Wissen adäquat, wobei die Schwerpunkte auf Genauigkeit, Klarheit und Effektivität liegen.



Modul 3

Gegenwärtige und historische Dimensionen von Sprache, Literatur und Kultur englischsprachiger Länder

Inhalte:

Sprachwissenschaft: grundlegende Gegenstände, Fragestellungen und Methoden, einschließlich der historischen Entwicklung der englischen Gegenwartssprache

Literaturwissenschaft: literaturwissenschaftliche Theorien und Methoden und deren Anwendung bei der Erschließung von Texten (Lyrik, Drama, Prosa)

Sprachpraxis: fundierte Kenntnisse schriftlicher akademischer Kommunikation; Inhalte von Stilistik und Rhetorik im Zusammenhang mit der Vermittlung von Wissen über Texte und Medien in Hochschule und Schule

Landeskunde: ausgewählte geografische, historische, geistesgeschichtliche und künstlerische Entwicklungszusammenhänge Großbritanniens und Nordamerikas

Studierfähigkeit: Erweiterung des Repertoires an Arbeitstechniken

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen regionale, soziale und historische Varietäten der englischen Sprache als Grundlage für die selbstständige Erarbeitung, Analyse und Vermittlung eines weiten Spektrums von Texten;

gehen kompetent mit literarischen Themen um und können fachliches Wissen zur kritischen Reflexion persönlichen Wissens generieren;

analysieren komplexe grammatische und stilistische Probleme adäquat und erarbeiten anwendungsorientierte Lösungsvorschläge zur Behebung evtl. auftretender Fehler;

können komplexe Sachverhalte sprachlich angemessen darstellen und dieses Anwendungswissen auf Unterricht in Hochschule und Schule übertragen;

erkennen kulturwissenschaftliche Zusammenhänge und können unterschiedliche kulturelle Ausprägungen beurteilen.



Modul 4

Literarische, linguistische und landeskundliche Studien: Textanalyse und Übersetzung

Inhalte:

Literaturwissenschaft: diachrone Übersicht über englische Literatur am Beispiel ausgewählter Texte unter Einbezug kulturwissenschaftlicher Perspektiven und mögliche Interpretationsstrategien

Sprachwissenschaft: systematische Analyse von historischen, regionalen, sozialen, fachsprachlichen und/oder literarischen Textsorten im Zusammenhang mit Methoden aus einem spezifischen sprachwissenschaftlichen Gebiet (z. B.: Lexikologie, Stilistik literarischer Texte, Corpusanalyse)

Landeskunde: ausgewählte geografische, historische, geistesgeschichtliche und künstlerische Entwicklungszusammenhänge Großbritanniens und Nordamerikas unter Bezugnahme auf Themen aus Sprach- und Literaturwissenschaft

Sprachpraxis: Vertiefte Einführung in Übersetzungsaufgaben (vom Deutschen ins Englische), systematische Analyse von Wortwahl, Stil und Grammatik sowie eine Einführung in den professionellen Gebrauch von bilingualen Wörterbüchern

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


analysieren Texte, sowohl gattungstheoretisch und kulturwissenschaftlich reflektiert, als auch systematisch und sprachwissenschaftlich fundiert, als Voraussetzung für die Planung und Gestaltung fachlichen Lernens;

kennen die wichtigsten Unterschiede zwischen Standard- und Nicht-Standard-Varietäten des britischen und amerikanischen Englisch;

erkennen kulturwissenschaftliche Zusammenhänge und können unterschiedliche kulturelle Ausprägungen beurteilen;

können Vokabular und Syntax situations- und adressatenabhängig in Kommunikationsformen einsetzen, reflektieren diesen Einsatz und analysieren verschiedene Schreibstile.



Modul 5

Literarische, linguistische und landeskundliche Studien: Methoden und Theorien

Inhalte:

Sprachwissenschaft: Einführung in ein Spezialgebiet der Linguistik; geeignete Gebiete: Varietäten des Englischen, Lexikologie, deskriptive Grammatik, Spracherwerb, Sprachwandel, sprach- und kulturwissenschaftliche Analyse von Texten etc.

Literaturwissenschaft: diachrone Übersicht über die amerikanische Literatur am Beispiel ausgewählter Texte unter Einbezug kulturwissenschaftlicher Perspektiven und ihre unterschiedlichen Interpretationsmöglichkeiten

Landeskunde: ausgewählte geografische, historische, geistesgeschichtliche und künstlerische Entwicklungszusammenhänge Nordamerikas unter Bezugnahme auf Themen aus Sprach- und Literaturwissenschaft

Sprachpraxis: Advanced Grammar – Analyse, Erklärung und Anwendung komplexer Strukturen

Fachdidaktik: Perspektiven fremdsprachendidaktischer Forschung (Sprachlehr- und lernforschung); fachdidaktische Rekonstruktion und Reduktion fachlichen Wissens und fachlicher Erkenntnisweisen; Methoden zur Beschreibung von Unterricht, Auswahl und Bewertung von Unterrichtsmaterialien, Lernstrategien, Lern- und Arbeitstechniken, neue Technologien, Leistung und ihre Bewertung

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen moderne linguistische Ideen in einem definierten Bereich, sie untermauern ihre Argumente und Analysen mit konkreten Beispielen aus Lexik, Grammatik, Semantik etc.;

analysieren Texte selbstständig und methodisch, gattungstheoretisch und kulturwissenschaftlich reflektiert;

erkennen und beschreiben kulturwissenschaftliche Zusammenhänge sowohl in ihrer gesellschaftspolitischen Einbettung als auch in ihrer theoretischen Verankerung;

sind in der Lage, Englischunterricht wissenschaftlich fundiert zu beschreiben.



Modul 6

Literarische, linguistische und landeskundliche Studien: ausgewählte Kapitel

Inhalte:

Literaturwissenschaft: Bearbeitung eines klar begrenzten Forschungsgebietes (Gattung, Epoche, Methode) und Vertiefung komplexer Interpretationsstrategien oder

Sprachwissenschaft: Einführung in ein Spezialgebiet der modernen Linguistik (z. B.: Grammatik, Semantik/Pragmatik, Psycho- oder Soziolinguistik, Angewandte Linguistik, Spracherwerb, Korpuslinguistik, historische Linguistik)

Landeskunde: Vertiefung geografischer, historischer, geistesgeschichtlicher und künstlerischer Entwicklungszusammenhänge Großbritanniens oder Nordamerikas an ausgewählten Einzelbeispielen unter Bezugnahme auf Themen aus Sprach- und Literaturwissenschaft

Sprachpraxis: integrierte, anwendungsorientierte Übungen zu Lese-, Schreib- und Sprechfertigkeit

Fachdidaktik: Sprache und Erwerbsalter, Lerntypus, Lernvoraussetzungen, Lernstile; Sprachlernspezifika in unterschiedlichen Schulstufen und -arten; Erwachsenenbildung; fachdidaktische Zugänge in den verschiedenen Lerngruppen/Schularten, Motivation, Leistung und Bewertung; Verzahnung mit Unterrichtspraktika

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können Texte aus einem ausgewählten Forschungsgebiet selbstständig, methodisch und sowohl gattungstheoretisch als auch kulturwissenschaftlich reflektiert analysieren;

lesen, verstehen und erklären kritisch die Primärliteratur eines klar fokussierten und begrenzten Spezialgebietes der modernen Linguistik, wobei sie die Relevanz der Theorie für die Schulpraxis evaluieren; erklären kulturwissenschaftliche Zusammenhänge an ausgewählten Einzelbeispielen und verstehen Kultur in ihrer gesellschaftspolitischen Einbettung und theoretischen Verankerung sowie der kulturellen Praxis als Versuch der Sinnstiftung;

wenden vertiefte Kenntnisse von Syntax, Stilistik und Rhetorik in der Übermittlung komplexer Sachverhalte in Hochschule und Schule an;

bewerten fachdidaktisch die Rahmenbedingungen in den unterschiedlichen Schularten und diversifizieren deren Unterrichtsmethoden.



Modul 7

Spezialisierung und Prüfungsvorbereitung

Inhalte:

Literaturwissenschaft: eigenständige Bearbeitung einer klar begrenzten Fragestellung (Gattung, Epoche, Methode) bei Anwendung komplexer literaturwissenschaftlicher Interpretationsstrategien oder Sprachwissenschaft: eigenständige Bearbeitung eines Spezialgebietes der modernen Linguistik

Sprachpraxis: Vertiefung des integrierten, anwendungsorientierten Sprachunterrichts, der die einzeln eingeübten Lese-, Schreib- und Sprechfertigkeiten in komplexer Weise verbindet und zu prüfungsrelevanten Fähigkeiten führt

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


analysieren selbstständig methodisch, gattungstheoretisch und kulturwissenschaftlich reflektiert literarische Texte;

erklären, kritisch reflektiert, einfache aber grundlegende Zusammenhänge zwischen Gebieten der Linguistik und zwischen Theorie und Schulpraxis;

setzen sich mit komplexen Texten und Kommunikationssituationen schriftlich und mündlich kompetent auseinander und evaluieren und korrigieren ihre eigenen Leistungen kritisch.



8.3


Modul 8

Linguistische und literarische Studien hinsichtlich der Auswahl im Englischunterricht

Inhalte:

Literaturwissenschaft: Auswahl und Analyse literarischer und kulturwissenschaftlicher Texte, die für den Englischunterricht relevant sind (in Absprache mit der Fachdidaktik); vertiefte Erarbeitung komplexer literaturwissenschaftlicher Interpretationsstrategien, Entwicklung von Deutungsstrategien und Einübung von Steuerungsimpulsen bei der Textanalyse

Sprachwissenschaft: vertiefte Behandlung von ausgewählten Gegenständen, Fragestellungen und Methoden der englischen Sprachwissenschaft

Vertiefte Erschließung eines Spezialgebietes der modernen Linguistik in Absprache mit der Fachdidaktik (z. B. Grammatik, Semantik/Pragmatik, Psycho- oder Soziolinguistik, angewandte Linguistik, Spracherwerb, Korpuslinguistik, historische Linguistik)

Sprachpraxis: vertiefte Erarbeitung komplexer mündlicher Kommunikation in Hochschule und Schule

Fachdidaktik: Fremdsprachenlernen in der Sekundarstufe I (nationale Bildungsstandards, Lehrplan, Lehrwerk). Lernen mit Lehrwerken und Ergänzungsmaterialien (Lehrwerkkritik); Planung, Durchführung und Reflexion von Unterricht

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen englischsprachige Literatur und Literaturwissenschaft als Basis für die selbstständige Erarbeitung, Analyse, angemessene sprachliche Darstellung und unterrichtliche Vermittlung von Texten im Unterricht;

kennen Gegenstände, Fragestellungen und Methoden der englischen Sprachwissenschaft; analysieren selbstständig, methodisch, gattungstheoretisch und kulturwissenschaftlich reflektiert Texte als Voraussetzung für die Planung und Gestaltung fachlichen Lernens;

können ein klar fokussiertes und begrenztes Gebiet der Primärliteratur kritisch lesen, verstehen und erklären und evaluieren die Relevanz theoretischer Erkenntnisse für die Schulpraxis;

können problemlos rezeptiv und produktiv an Unterrichtsabläufen teilnehmen und präsentieren selbstständig recherchiertes Wissen mündlich, wobei der Schwerpunkt auf Genauigkeit, Klarheit und Effektivität liegt;

wählen für die Lerngruppen/Lernenden relevante Themen aus, um auf der Basis unterschiedlicher Materialien nachhaltiges Lernen zu fördern, sinnstiftende Kontexte zu erstellen und Unterrichtseinheiten/Unterrichtsstunden mit angemessenem fachlichen Niveau und unter Berücksichtigung aller Lernbereiche zu planen und die Rolle des Experten in einer Experten-Laienkommunikation zu übernehmen.



Modul 9

Anwendungsbezogene Sprachpraxis und Landeskunde

Inhalte:

Vorstellung interaktiver handlungsorientierter Konzepte (Rollenspiel, Simulation, szenisches Spiel, Projekt) zur Vermittlung von Redemitteln für die sprachliche Bewältigung von Alltagssituationen unter besonderer Berücksichtigung zielsprachentypischer Konventionen

Erprobung schüleraktivierender Konzepte zum Aufbau einer elementaren Medienkompetenz

Beschreibung von Konzepten zur Erschließung von Filmen, Videoclips, Jugendbroschüren, Zeitschriften zu zielsprachenspezifischen Themenbereichen, die zum Vergleich zwischen unterschiedlichen Kulturen und ihren Wertvorstellungen anregen

Vorstellung und Bearbeitung von Medien zur Dokumentation und Bewertung von Lernanstrengungen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


sind fähig, eine repräsentative Auswahl an Sprachfunktionen in schüleraktivierenden Lernarrangements zu vermitteln;

führen Schülerinnen und Schüler durch geeignete Lernstrategien sukzessive an die selbstständige Erarbeitung von zielsprachentypischen Themenbereichen heran und befähigen sie zum vorurteilsfreien Vergleich zwischen eigen- und fremdkulturellen Phänomenen;

wenden traditionelle und innovative Methoden für die Dokumentation und valide Bewertung von mündlichen Sprachprodukten an;

wählen für die Lerngruppen/Lernenden relevante Themen aus, um auf der Basis unterschiedlicher Materialien nachhaltiges Lernen zu fördern, sinnstiftende Kontexte zu erstellen und Unterrichtseinheiten/Unterrichtsstunden mit angemessenem fachlichen Niveau und unter Berücksichtigung aller Lernbereiche zu planen und die Rolle des Experten in einer Experten-Laienkommunikation zu übernehmen.



Modul 10

Linguistische, literarische und landeskundliche Studien hinsichtlich der Auswahl im Englischunterricht

Inhalte:

Sprachpraxis/Landeskunde: Praxisnahe Erarbeitung komplexer Kenntnisse kultureller und sprachlicher Besonderheiten unterschiedlicher englischsprachiger Länder, sprachpraktisches Erproben von originalen Begegnungen unter kulturübergreifenden Fragestellungen

Fachdidaktik: Wissen um Texterschließungsstrategien, Verfahren der Textproduktion, Möglichkeiten und Grenzen der Neuen Technologien, Leistungsmessung und Bewertung

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


entwickeln die Fähigkeit, kulturspezifische Besonderheiten verschiedener englischsprachiger Länder zu analysieren und ihre Relevanz für die Lebenswirklichkeit der Lernenden zu beschreiben;

entwickeln die Bereitschaft zum Perspektivenwechsel und erkennen die Bedeutung originaler Begegnungen für die Ausbildung der Lernenden, Texte zu analysieren, Lernziele für die Texterschließung zu formulieren, bei den Lernenden Strategien für die Texterschließung zu entwickeln; Textverständnis und Produktion zu messen und Stundenkonzepte für die Textarbeit zu planen.



Modul 11

Linguistische, literarische und kulturelle Studien hinsichtlich der Auswahl im Englischunterricht 1

Inhalte:

Literaturwissenschaft: Erschließung eines klar umgrenzten Forschungsgebiets der Literaturwissenschaft (Gattung, Epoche, Methode) und Erarbeitung literaturwissenschaftlicher Interpretations- und Deutungsstrategien

Sprachwissenschaft: Erschließung eines klar umgrenzten Forschungsgebiets der Linguistik (z. B. Grammatik, Semantik, Pragmatik, Soziolinguistik etc.)

Kulturelle Studien: Erarbeitung der wichtigsten geografischen, historischen, geistesgeschichtlichen und künstlerischen Zusammenhänge, die die Britischen Inseln prägen; Vernetzung mit Themen literatur- oder sprachwissenschaftlicher Lehrveranstaltungen

Sprachpraxis: Vertiefte Erarbeitung komplexer Kenntnisse schriftlicher akademischer Kommunikation

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


entwickeln die Fähigkeit, Texte selbstständig methodisch, gattungstheoretisch und kulturwissenschaftlich zu analysieren, die Primärliteratur eines Spezialgebiets der Linguistik kritisch zu lesen, zu verstehen und zu erklären und die Relevanz der Theorie für die Schulpraxis zu evaluieren;

entwickeln die Fähigkeit, auf die Britischen Inseln bezogene kulturwissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und divergierende kulturelle Manifestationen innerhalb gesamtgesellschaftlicher Zusammenhänge zu relationieren, vertieft verschiedene Bereiche der Sprachausbildung zusammenzuführen und ihre Kenntnisse von Syntax, Stilistik und Rhetorik in Schule und Hochschule einzusetzen.



Modul 12

Linguistische, literarische und kulturelle Studien hinsichtlich der Auswahl im Englischunterricht 2

Inhalte:

Literaturwissenschaft: Darstellung eines klar umgrenzten Forschungsgebiets der Literaturwissenschaft (Gattung, Epoche, Methode), Auswahl und Analyse von Texten, Bearbeitung literaturwissenschaftlicher Interpretations- und Deutungsstrategien

Sprachwissenschaft: Darstellung eines klar umgrenzten Forschungsgebiets der Linguistik (z. B. Grammatik, Semantik, Pragmatik, Soziolinguistik, Angewandte Linguistik, Korpuslinguistik, Historische Linguistik etc.)

Kulturelle Studien: Bearbeitung der wichtigsten geografischen, historischen, geistesgeschichtlichen und künstlerischen Zusammenhänge, die Nordamerika prägen; Vernetzung mit Themen literatur- oder sprachwissenschaftlicher Lehrveranstaltungen

Fachdidaktik: Analyse des Lehrplans, Arbeit mit Lektüren der Oberstufe, Einführung in das Erstellen eigener Unterrichtsreihen, in die Arbeit mit authentischen Materialien, in die Planung von Unterricht in der Übergangsphase von SI zu SII

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


entwickeln die Fähigkeit, Texte selbstständig methodisch und gattungstheoretisch und kulturwissenschaftlich zu analysieren;

entwickeln die Fähigkeit, die Primärliteratur eines Spezialgebiets der Linguistik kritisch zu lesen, zu verstehen und zu erklären und die Relevanz der Theorie für die Schulpraxis zu evaluieren;

entwickeln die Fähigkeit, auf Nordamerika bezogene kulturwissenschaftliche Zusammenhänge zu verstehen und divergierende kulturelle Manifestationen innerhalb gesamtgesellschaftlicher Zusammenhänge zu relationieren;

entwickeln die Fähigkeit, mit Blick auf die Lerngruppe relevante Themen auszuwählen, Unterrichtseinheiten und Unterrichtsstunden mit angemessenem fachlichen Niveau zu planen, die Rolle des Experten in einer Experten-Laienkommunikation zu planen.



Modul 13

Linguistik, Literatur und Sprachproduktion

Inhalte:

Literaturwissenschaft: Bearbeitung einer klar begrenzten Fragestellung (Gattung, Epoche, Methode) und Anwendung komplexer literaturwissenschaftlicher Interpretationsstrategien

Sprachwissenschaft: Bearbeitung eines Spezialgebietes der modernen Linguistik (z. B. Grammatik, Semantik/Pragmatik, Psycho- oder Soziolinguistik, Angewandte Linguistik, Spracherwerb, Korpuslinguistik, historische Linguistik)

Sprachpraxis: Vertiefung des integrierten, anwendungsorientierten Sprachunterrichts, der die einzeln eingeübten Lese-, Schreib- und Sprechfähigkeiten in komplexer Weise zusammenführt

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


analysieren Texte selbstständig, methodisch, gattungstheoretisch und kulturwissenschaftlich reflektiert; lesen, verstehen und erklären kritisch ein geeignetes, klar fokussiertes und begrenztes Gebiet der Fachliteratur und beschreiben einfache, aber grundlegende inhaltliche und methodische Zusammenhänge sowohl zwischen Gebieten der Linguistik als auch zwischen linguistischer Theorie und Schulpraxis;

setzen sich kompetent mit komplexen Texten und Kommunikationssituationen auseinander und können ihre eigenen sprachlichen Leistungen kritisch evaluieren und korrigieren.



9.


9.1


Studienteil

Modul

Titel

Studiengang für LA

Bachelorstudiengang

1

Grundlagen und Grundfragen der Ethik

an GS, RS plus, BBS, FöS

2

Philosophische Anthropologie

1. – 4. Semester

3

Natur und Kultur in lebensweltlichen Zusammenhängen

4

Alteritätsprobleme in Religion, Recht, Weltanschauung und Gesellschaft

5

Fachdidaktik

Bachelorstudiengang
5. – 6. Semester

6

Theoretische Philosophie 1

an RS plus, BBS

7

Theoretische Philosophie 2

Masterstudiengang

8

Vertiefendes fachwissenschaftliches und fachdidaktisches Studium

an BBS

9

Vertiefendes fachwissenschaftliches und fachdidaktisches Studium zu Modul 3

an RS plus

10

Vertiefendes fachwissenschaftliches und fachdidaktisches Studium zu Modul 4

an RS plus



Anmerkung:

Die Module 1 bis 7 des Fachs Ethik stimmen überein mit den Modulen 1 bis 7 des Fachs Philosophie/Ethik. Im Studium für das Lehramt an berufsbildenden Schulen ist eine abweichende Verteilung der Module zwischen Bachelor- und Masterstudiengang möglich. Darüber hinaus können die Inhalte einzelner Module an die besonderen Anforderungen des Ethikunterrichts an berufsbildenden Schulen angepasst werden.



9.2

 

Modul 1

Grundlagen und Grundfragen der Ethik

Inhalte:

Geschichte der Ethik: Überblick über die geschichtlichen Entwicklungen der Ethik; Grundkonzeptionen von der Antike bis zur Gegenwart; Überblick über wichtige Ethiken aus anderen Kulturkreisen

Systematik der Ethik: Grundbegriffe (Werte, Normen, Gesetze); Grundpositionen (deontologische Ethik, teleologische Ethik, Tugendethik, Metaethik, angewandte Ethik)

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können ethische Konzepte in die historisch einschlägig gewordenen verschiedenen Arten der Begründungen von allgemeingültigen Normen moralischen Handelns und Urteilens einordnen;

erfassen die moralische Qualität menschlicher Praxis und erörtern ihren zentralen Stellenwert für Humanität und können menschliche Moralität im Spannungsfeld von Freiheit und Determination, Autonomie und Heteronomie an historischen Beispielen einordnen;

können wichtige Ethiken aus anderen Kulturkreisen einordnen und dadurch die eigene Position in übergeordnete kulturelle Zusammenhänge einbetten und kritisch reflektieren;

können Grundbegriffe der Ethik in systematische Zusammenhänge einordnen;

können strittige Normen unter verschiedenen Aspekten beleuchten und Entscheidungen für bestimmte Normen und Werte rational begründen; sie erkennen den Zusammenhang von Rechtsnormen und moralischen Normen und können ihn an aktuellen sozialen und politischen Entwicklungen aufzeigen;

unterscheiden die verschiedenen Annahmen über die Grundlagen menschlicher Moralität und können sie kritisch gegeneinander abwägen.



Modul 2

Philosophische Anthropologie

Inhalte:

Geschichte der philosophischen Anthropologie: Menschenbilder von der Antike bis zur Gegenwart, philosophische Anthropologie des 20. Jahrhunderts

Anthropologische Grundlagen und Ethik: Grundbegriffe (Weltoffenheit, Lebenswelt, Handlung, Mitwelt) und Grundpositionen (Menschenbilder in Philosophie und Bio- und Kognitionswissenschaften)

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können die philosophiehistorisch repräsentativen Menschenbilder beschreiben und gegeneinander abwägen und verstehen es, die kritische Reflexion des Menschen auf sich selbst als Aufgabe der Anthropologie anzuwenden;

können die verschiedenen Ansätze der modernen Anthropologie beschreiben und beurteilen und reflektieren auf der Grundlage neuerer wissenschaftlicher Erkenntnisse Anthropologie interdisziplinär;

können Grundbegriffe der Anthropologie auf ethische Probleme beziehen, deren Relevanz beurteilen, überschauen die zentralen Konzepte der Anthropologie und können sie auf aktuelle weltanschauliche Debatten anwenden;

können die widerstreitenden Menschenbilder der philosophischen Anthropologie in ihrer Vielfalt beschreiben und gegeneinander abwägen;

können die Konsequenzen neurowissenschaftlicher und biologischer Forschung für das zeitgenössische Menschenbild kritisch erörtern.

 

Modul 3

Natur und Kultur in lebensweltlichen Zusammenhängen

Inhalte:

Umwelt: Wissenschaft und Technologie, Ökonomie und Ökologie

Gesundheit und Leben: Anfang und Ende menschlichen Lebens, Biotechnologie, ethische Fragestellungen der Medizin

Medien: Information und Manipulation, Realität und Virtualität, Mediatisierung der Lebenswelt, Verantwortung und Medien

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen verschiedene Sichtweisen auf die Natur als Um- und Mit-Welt, überschauen die Geschichte der Natur- und Technikphilosophie und können die philosophischen Ansätze zu Umwelt etc. auf aktuelle Fragen anwenden;

kennen und reflektieren Zusammenhänge zwischen Ökonomie und Ökologie;

kennen anthropozentrische, pathozentrische, biozentrische und holistische Grundpositionen der Umweltethik;

kennen und reflektieren rechtliche und moralische Grenzbestimmungen menschlichen Lebens und kennen religiöse Vorstellungen vom Lebensbeginn und Lebensende;

kennen die aktuellen biotechnologischen Möglichkeiten und die ethischen Fragestellungen in der Medizin und können die technischen, ethischen und religiösen Probleme zusammenführen;

kennen Grundzüge der Wissenssoziologie und Ideologieforschung und Grundpositionen der Medienphilosophie; sie können die rechtliche und ethische Problematik der Mediatisierung darstellen und diskutieren.

 

Modul 4

Alteritätsprobleme in Religion, Recht, Weltanschauung und Gesellschaft

Inhalte:

Frieden und Gerechtigkeit: Recht und Gesetz, Politik und Moral, Legitimation von Gewalt, Konflikte und Konfliktbewältigung

Völkerverständigung: Menschenrecht; Völkerrecht, Multikulturalität, Integration, Identität

Gesellschaftlicher und religiöser Pluralismus: Patriotismus, Nationalismus, Toleranz vs. Fundamentalismus, interreligiöser Dialog

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Wertvorstellungen der großen Religionen;

können die Problematik von Frieden und Gerechtigkeit unter historischen Aspekten veranschaulichen;

kennen religionsphilosophische und rechtsphilosophische Positionen zum Thema;

können unterschiedliche Konfliktarten analysieren und Methoden der Konfliktbewältigung darstellen und bewerten;

kennen die philosophische Auseinandersetzung um die Menschenrechte und das Völkerrecht; sie kennen und reflektieren Probleme einer Kultur des Zusammenlebens;

kennen die philosophische Diskussion über Fragen von Interkulturalität und gesellschaftlichem Pluralismus sowie historische und philosophische Grundlagen des interreligiösen Dialogs und können die Wechselwirkung verschiedener Pluralismusformen darstellen.

 

Modul 5

Fachdidaktik

Inhalte:

Auftrag und Anspruch des Ethik- bzw. des Philosophieunterrichts, Konzepte der intellektuellen und moralischen Entwicklung des Individuums: philosophische, psychologische und soziologische Konzepte; Untersuchungen zur moralischen Sozialisation und zur Entwicklung von moralischer Einsicht und Werthaltungen, Probleme der geschlechtsspezifischen Moral

Fachdidaktische Konzepte: Geschichte und Systematik, Ansätze zur Werte- und/oder Moralerziehung, bildungstheoretische Ansätze, dialogische Ansätze, fachdidaktische Umsetzungen in den Schulart- und schulstufenspezifischen Vorgaben; Fachmethoden und Unterrichtsmethoden: allgemeine Methoden der Philosophie (Begriffsbildung, Prädikation, Argumentation und Kritik), besondere Methoden der Philosophie (Sprachanalyse, Rekonstruktion, Phänomenologie, Dialektik, Hermeneutik, Dekonstruktion), Arbeits- und Sozialformen im Ethik- und Philosophieunterricht (Text- und Bilderschließungsverfahren, Gesprächsformen, Darstellendes Spiel, Dilemma-Methode)

Planung von Lernprozessen: Prinzipien der Unterrichtsplanung (Schüler-, Problem-, Erfahrungs-, Traditions-, Wissenschaftsorientierung), fachübergreifendes und fächerverbindendes Arbeiten im Ethik- und im Philosophieunterricht, Aktualisierung dieser Prinzipien an fachlichen Inhalten; Evaluation von Lernprozessen: Rückmeldeinstrumente zur Evaluation von Unterricht, Reflexion der Lehrerrolle, Leistungsbeurteilung

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können die für die Fächer Philosophie und Ethik konstitutiven didaktischen Ziele und Aufgabenfelder darstellen, deren Fragestellungen identifizieren, den Beitrag der Fächer Philosophie und Ethik zur Bildung einer intellektuellen, sittlichen und moralischen Kompetenz reflektieren sowie erörtern, welchen Beitrag Philosophie und Ethik zur Persönlichkeitsbildung leisten können;

kennen grundlegende Konzeptionen zur kognitiven und moralischen Entwicklung bei Kindern und Jugendlichen, können die fachspezifischen Konsequenzen reflektieren, die sich aus den Entwicklungsaufgaben des Heranwachsenden im Spannungsfeld von Lernen und Selbstfindung ergeben, und kontroverse Positionen zur Frage der geschlechtsspezifischen Moral beurteilen;

kennen unterschiedliche didaktische Konzeptionen für die Fächer Philosophie und Ethik den Schulart- und schulstufenspezifischen Vorgaben und in der wissenschaftlichen Diskussion und können philosophische und ethische, sowie philosophie- und ethikrelevante Fragestellungen problemorientiert erörtern, die hinsichtlich der Ziele des Philosophie- und Ethikunterrichts angemessenen Arbeits- und Sozialformen und die Weise philosophischen und ethischen Argumentierens erläutern sowie die sozialwissenschaftlichen Befunde jugendlicher Lebenswelten im Hinblick auf ihre philosophie- und ethikdidaktischen Konsequenzen reflektieren;

können die erweiterten Zielerwartungen des die Fachgrenzen überschreitenden Unterrichts aufzeigen, die Relevanz des Affektiv-Emotionalen für den Lernprozess erörtern, die Prinzipien der Unterrichtsplanung an fachlichen Inhalten verdeutlichen sowie Aufgabe und Selbstverständnis des Philosophie- und Ethiklehrers reflektieren; sie kennen Methoden zur Leistungsbeurteilung und können den Leistungsbegriff kritisch reflektieren.



Modul 6

Theoretische Philosophie 1

Inhalte:

Logik: Klassische Logik (Begriff, Urteil, Schluss), Aussagenlogik, Prädikatenlogik, Argumentationstheorie

Erkenntnistheorie: Geschichte und Systematik der Theorien des Erkennens und der Theorien über Natur, Ursprung und Umfang der Erkenntnis, zentrale erkenntnistheoretische Positionen (Empirismus, Rationalismus, Transzendentalphilosophie), grundlegende Themen der Erkenntnistheorie (Sinn-Verstehen; Glauben, Meinen, Wissen; Subjekt-Objekt-Problematik; Kognition)

Metaphysik: Geschichte und Systematik der Metaphysik, Grundfragen und Grundthemen der Metaphysik (Sein, Gott, Welt, Seele), Metaphysikkritik

Ästhetik: Geschichte und Systematik der Ästhetik, zentrale ästhetische Positionen (Werkästhetik, Rezeptionsästhetik, Künstlerästhetik), grundlegende Themen (Natur, Kunst)

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen die Regeln des Denkens in Begriffen und Begriffsverbindungen und können sie im bewussten Vollzug des begrifflichen Denkens sowie in der Analyse seiner Erzeugnisse anwenden, erfassen den besonderen sprachlogischen Ansatz der formalisierten Logik; sie beherrschen die logischen Grammatiken von Aussagen- und Prädikatenlogik, können sie in der Konstruktion und in der Analyse von Beweisen sowie zur Feststellung logischer Eigenschaften anwenden und verstehen es, auf der Basis argumentationstheoretischer Kenntnisse Argumentationen zu konstruieren bzw. zu analysieren und zu bewerten;

kennen und reflektieren grundlegende historische und zeitgenössische erkenntnistheoretische Positionen, sind zur Bestimmung des Status des Wahrheitsbegriffs innerhalb der verschiedenen erkenntnistheoretischen Ansätze in der Lage, entfalten und problematisieren im Spannungsfeld der Subjekt-Objekt-Problematik sowohl die den jeweiligen Ansätzen korrespondierenden Unterschiede im Selbstverständnis des Erkenntnissubjekts als auch die Unterschiede in der Bestimmung des Objekts der Erkenntnis;

unterscheiden die Ansätze des Empirismus, des Rationalismus und der Transzendentalphilosophie, wägen ihre Grundannahmen gegeneinander ab und reflektieren signifikante Modifikationen innerhalb ihrer Traditionen;

kennen und reflektieren verschiedene metaphysische Ansätze, können die Systematik dieser Disziplin explizieren, speziell die metaphysischen Zentralbegriffe (Sein, Gott, Welt, Seele) darin verorten und in ihren Beziehungen entfalten, kennen historische und zeitgenössische Metaphysikkritik und können das metaphysische Denken vor diesem Hintergrund problematisieren;

kennen und wägen wichtige historische und zeitgenössische Ansätze ästhetischer Theorie gegeneinander ab, analysieren, wie Natur in verschiedener Weise für Ästhetik thematisch werden kann, welche Modifikationen im Selbstverständnis des Subjekts der ästhetischen Erfahrung damit verbunden sind und entfalten verschiedene Positionen zum Gegenstandscharakter des Kunstwerks, zur Rolle des Kunstschaffenden und zu der des Kunstrezipienten.

 

Modul 7

Theoretische Philosophie 2

Inhalte:

Wissenschaftstheorie: Geschichte des Wissenschaftsbegriffs und Rechtfertigungsmodelle von Wissenschaft, Wissenschaftskritik

Sprachphilosophie: Geschichte und Systematik der Sprachphilosophie, grundlegende Themen (Sprache und Denken, Sprache und Handlung, Sprache und Wirklichkeit), zentrale Positionen (sprachanalytische Philosophie, anthropologische Ansätze)

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können Hauptstationen der historischen Entwicklung des Wissenschaftsbegriffs darstellen, die grundlegende Differenzierung der Wissenschaften nach Natur- und Geisteswissenschaften wissenschaftstheoretisch explizieren und verfügen über ein Problembewusstsein hinsichtlich des Wissenschaftscharakters beider Wissenschaftsbereiche;

verfügen über ein wissenschaftstheoretisch reflektiertes Bewusstsein von der Sonderstellung der Mathematik und der Philosophie;

verstehen es, wesentliche historische und zeitgenössische Theorien der Sprache philosophisch zu verorten und gegeneinander abzuwägen, können die unterschiedliche Bedeutsamkeit einschätzen und darlegen, welchen Stellenwert die jeweiligen Ansätze der Sprache unter dem Gesichtspunkt eines adäquaten menschlichen Selbstverständnisses beimessen;

beweisen ein differenziertes Problembewusstsein hinsichtlich des Verhältnisses von Sprache und Denken, hinsichtlich ihres Gegenstandsbezugs und hinsichtlich ihrer Handlungsrelevanz; sie kennen und reflektieren die Unterscheidung zwischen natürlichen Sprachen und logischen Formalsprachen.

Hinweis:

In dem lehramtsspezifischen Schwerpunkt Realschule plus kann dieses Modul durch ein Wahlmodul aus der evangelischen oder katholischen Religionslehre ersetzt werden.



9.3


Modul 8

Vertiefendes fachwissenschaftliches und fachdidaktisches Studium

Inhalte:

Vertiefung von Inhalten aus Modulen des Bachelorstudiums; zur Auswahl stehen die Module 14

Vertiefung von Inhalten aus Modul 5: Fachdidaktik

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen in den ausgewählten Bereichen über erweiterte Kenntnisse von Gegenständen und Methoden;

können Problemstellungen reflektieren;

haben die im Bachelorstudiengang erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten exemplarisch und forschungsbezogen vertieft.



Modul 9

Vertiefendes fachwissenschaftliches und fachdidaktisches Studium zu Modul 3

Inhalte:

Vertiefung von Inhalten aus dem Modul 3

Vertiefung des dazugehörigen fachdidaktischen Inhaltes

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen in den ausgewählten Bereichen über erweiterte Kenntnisse von Gegenständen und Methoden;

haben die im Bachelorstudium erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten exemplarisch und forschungsbezogen vertieft;

können aktuelle Problemstellungen inhaltlich wie didaktisch reflektieren.



Modul 10

Vertiefendes fachwissenschaftliches und fachdidaktisches Studium zu Modul 4

Inhalte:

Vertiefung von Inhalten aus dem Modul 4

Vertiefung des dazugehörigen fachdidaktischen Inhaltes

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen in den ausgewählten Bereichen über erweiterte Kenntnisse von Gegenständen und Methoden;

haben die im Bachelorstudium erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten exemplarisch und forschungsbezogen vertieft;

können aktuelle Problemstellungen inhaltlich wie didaktisch reflektieren.



10.


10.1


Studienteil

Modul

Titel

Studiengang für LA

Bachelorstudiengang

1

Mündliche und schriftliche Kommunikation 1: Grundlagen

alle LÄ

2

Mündliche und schriftliche Kommunikation 2: Vertiefung, Anwendung

1. – 4. Semester

3

Grundlagen der französischen Sprachwissenschaft

4

Französische Literaturwissenschaft 1: Grundlagen

5

Französische Kulturwissenschaft 1: Grundlagen

Bachelorstudiengang
5. – 6. Semester

6

Mündliche und schriftliche Kommunikation 3: Übersetzung, Fachsprachen, Fachdidaktik

an RS plus, Gym, BBS

7

Sprache der Gegenwart; Lernen und Lehren der französischen Sprache

8

Französische Literaturwissenschaft 2: Vertiefung, Literaturdidaktik

Masterstudiengang

9

Mündliche und schriftliche Kommunikation 4: Authentisches Sprechen und Schreiben in der Fremdsprache mit integrierter Fachdidaktik

an RS plus, BBS

10

Integriertes Modul Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Fachdidaktik

11

Integriertes Modul Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Fachdidaktik

an Gym

12

Mündliche und schriftliche Kommunikation 4: Authentisches Sprechen und Schreiben in der Fremdsprache

13

Vertiefungsmodul Sprach- und Literaturwissenschaft: Ausgewählte Themen

14

Französische Kulturwissenschaft 2: Vertiefung mit Landeskundedidaktik

15

Integriertes Vertiefungsmodul; Französisch als Nachbarsprache

an RS plus



Anmerkungen:

Voraussetzung für die Aufnahme des Studiums sind hinreichende Kenntnisse der französischen Sprache. Es ist Aufgabe der Studierenden, sich in angemessener Zeit, z. B. über Vorkurse, Begleitkurse, Tutorien, Förderkurse an oder außerhalb der Universität die geforderten sprachpraktischen Kenntnisse und Fertigkeiten anzueignen. Die Aufnahme des lehramtsspezifischen Schwerpunktes Gymnasium gemäß § 5 Abs. 3 der Landesverordnung setzt ausreichende Lateinkenntnisse voraus.



Im Studium für das Lehramt an berufsbildenden Schulen ist eine abweichende Verteilung der Module zwischen Bachelor- und Masterstudiengang möglich. Darüber hinaus können die Inhalte einzelner Module an die besonderen Anforderungen des Französischunterrichts an berufsbildenden Schulen angepasst werden. Es sollen verstärkt Bedeutung, Eigenarten und Verwendung der Fachsprache und der berufsbezogenen Kommunikation erarbeitet sowie Beispiele aus der Arbeits- und Berufswelt verwendet werden.



10.2


Modul 1

Mündliche und schriftliche Kommunikation 1: Grundlagen

Inhalte:

Phonetik: Einführung in die Grundlagen der akustischen und artikulatorischen Phonetik; praktische Phonetik: Ausspracheschulung; Aussprachekorrektur

Grammatik: Morphologie und Syntax

Mündliche Kommunikation: Rezeptionstraining auf der Basis von authentischen Hörtexten/Hörsehtexten; gelenkte Diskussion; themengebundenes Sprechen; konversationelle Strukturen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


haben eine Aussprachekompetenz, die der von Muttersprachlern nahe kommt;

verfügen über gefestigte und vertiefte Kenntnisse in den Bereichen der Morphologie und Syntax;

sind fähig, in der Fremdsprache weitgehend problemlos zu verstehen, resümieren, diskutieren, argumentieren und zu interagieren.



Modul 2

Mündliche und schriftliche Kommunikation 2: Vertiefung, Anwendung

Inhalte:

Mündliche Kommunikation: intensives, gezieltes Rezeptions- und Kommunikationstraining; gelenktes Sprechen/freies Sprechen

Grammatik mit dem Schwerpunkt Syntax: z. B. Haupt- und Nebensatzverknüpfung, Infinitivkonstruktion, Modus, Tempus, Passiv; gezielte Fehleranalyse

Textredaktion: Verfassen von Berichten und Aufsätzen in Französisch; Erarbeitung einer schriftsprachlichen Kompetenz durch lexikalisch-stilistische Analyse von narrativen, deskriptiven, argumentativen Texten; réécriture z. B. journalistischer Texte

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können spontan und grammatisch korrekt über ein breites Themenspektrum sprechen;

verfügen über einen ausgedehnten Wortschatz und können ihn anwenden;

verfügen über gefestigte und vertiefte Kenntnisse der Syntax;

erkennen textsortenspezifische Strukturen und Argumentationsmuster;

sind in der Lage, gängige Textsorten zu produzieren.



Modul 3

Grundlagen der französischen Sprachwissenschaft

Inhalte:

Einführung in die Terminologie und Methodik der Sprachbeschreibung auf den verschiedenen Strukturebenen: Phonetik/Phonologie, Morphologie und Morphosyntax, Syntax, Lexikon und lexikalische Semantik, Wortbildungslehre

Überblick über die Epochen der Sprachgeschichte

Einflüsse aus anderen Sprachen; externe Sprachgeschichte

Überblick über die Grundzüge des Sprachwandels; Einführung in die älteren Sprachstufen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen Terminologie und Methodik der Sprachwissenschaft;

kennen sprachliche Strukturebenen sowie Methoden und Techniken für deren Analyse;

verstehen die Historizität der Sprache und kennen die wesentlichen sprachhistorischen Fakten;

kennen die grundlegende Fachliteratur.



Modul 4

Französische Literaturwissenschaft 1: Grundlagen

Inhalte:

Einführung in die Grundlagen der französischen Literaturwissenschaft, ihre Gegenstände, ihre Fragestellungen und Methoden

Überblick über die Geschichte der französischen Literatur sowie ihre Bezüge zu anderen kulturellen Ausdrucksformen

Fachterminologie, insbesondere die Terminologie der Textanalyse, der literarischen Rhetorik, der Stilistik, der Metrik und der Gattungspoetik

Autoren, Werke der französischen Literatur unter besonderer Berücksichtigung der neueren und neuesten Literatur und ihrer medialen Formen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen die wesentlichen Gegenstände, Fragestellungen und Methoden der französischen Literaturwissenschaft;

verfügen über grundlegende Kenntnisse über die Entstehung und Entwicklung der französischen Literatur und ihrer kulturellen Ausdrucksformen;

beherrschen die Textanalyse sowie deren sprachlich und fachlich korrekte Darstellung in der französischen Sprache.



Modul 5

Französische Kulturwissenschaft 1: Grundlagen

Inhalte:

Einführung in die Kulturwissenschaft: Aktuelle Aspekte und Entwicklungen Frankreichs und der frankofonen Länder im Überblick (unter Einschluss des relevanten Wortschatzes); Einführung in den Ländervergleich; Analyse von Stereotypen

Strukturen Frankreichs und der frankofonen Länder, historische Entwicklungen: Politisches System, Parteienkonstellation, Wirtschafts- und Sozialstrukturen, Migrationsthematik, zentrale/regionale Strukturen, Bildungswesen, Massenmedien, Kunst usw., geschichtlicher Überblick, Verbindung zur Sprach- und Literaturgeschichte; Beziehungen Deutschlands zu Frankreich und frankofonen Ländern

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


haben einen Überblick über die wichtigsten kulturwissenschaftlichen Gegenstände, Fragestellungen und Methoden sowie über Verfahren der Datengewinnung;

kennen die Fachterminologie;

können mit Stereotypen reflektiert umgehen;

verfügen über eine vertiefte Kompetenz zur Analyse und Darstellung von Aspekten Frankreichs und der frankofonen Länder.



Modul 6

Mündliche und schriftliche Kommunikation 3: Übersetzung, Fachsprachen, Fachdidaktik

Inhalte:

Übersetzung: Übersetzung von literarischen Texten/Sachtexten aus der/in die Zielsprache; Training des situations-/adressaten- und registerspezifischen schriftsprachlichen Ausdrucks

Fachsprache: Kennenlernen verschiedener fachspezifischer Textsorten einschließlich ihrer syntaktischen Merkmale; Einführung in ausgewählte Felder fachspezifischen Wortschatzes

Fachdidaktik, Aussprache- und Intonationsschulung; Grammatik und Wortschatzarbeit im Unterricht; Motivationsschulung

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über eine erweiterte Wortschatzkompetenz und stilistische Sicherheit;

können sprachliche Strukturen der Muttersprache in adäquate lexikalische und strukturelle Entsprechungen der Fremdsprache übertragen und verfügen über eine fachsprachliche Grundkompetenz in ausgewählten Bereichen; sie beherrschen einen fachbezogenen Grundwortschatz;

besitzen eine Grundkompetenz für den bilingualen Unterricht;

kennen Verfahren zur Initiierung und Verbesserung von mündlicher und schriftlicher Rezeption und Produktion;

sind fähig, sich sprachliche Strukturen und deren Anwendung bewusst zu machen und sie zu festigen;

sie sind in der Lage, sprachliche Fehler zu diagnostizieren und zu korrigieren.



Modul 7

Sprache der Gegenwart; Lernen und Lehren der französischen Sprache

Inhalte:

Beschreibung der Gegenwartssprache: Standardsprache und Varietäten (diaphasisch, diastratisch, diatopisch) in ausgewählten Bereichen (Lexikon, Semantik, Syntax, Pragmatik); Begriff der sprachlichen Norm; Formen und Funktionen mit exemplarischer Anwendung (z. B. Tempussystem, Pronomina, gesprochene-geschriebene Sprache)

Theorien des Spracherwerbs: natürlicher/schulischer Fremdsprachenerwerb; Formen von Fremdsprachenvermittlung: z. B. lernpsychologische Grundlagen; gesteuertes vs. autonomes Lernen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über eine vertiefte Kenntnis des Verhältnisses zwischen Standardsprache und Sprachvarietäten;

kennen Sprachnormkonzeptionen;

sind zur differenzierten Analyse der Gegenwartssprache fähig;

kennen Sprachlerntheorien;

sind zur theoriegestützten Planung von Fremdsprachenunterricht fähig.



Modul 8

Französische Literaturwissenschaft 2: Vertiefung, Literaturdidaktik

Verbindlich Inhalte:

Ausgewählte Themen der französischen Literaturwissenschaft 2: Epochen, Gattungen, Autoren, Werke mit exemplarischen Vertiefungen

Literaturdidaktik: schülergemäße Textauswahl (u. a. Jugendliteratur); gezielte inhaltliche und formale Schwerpunktsetzung; Texterschließungsverfahren am Beispiel literarischer Texte und Sachtexte; kreativer Umgang mit Texten (nach Maßgabe der geltenden Schulart- und schulstufenspezifischen Vorgaben)

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über vertiefte literaturwissenschaftliche Kenntnisse und Fähigkeiten;

kennen Kriterien der Textauswahl;

sind fähig, Texte didaktisch und methodisch aufzubereiten;

können die „Lust am Lesen“ wecken.



10.3


Modul 9

Mündliche und schriftliche Kommunikation 4: Authentisches Sprechen und Schreiben in der Fremdsprache mit integrierter Fachdidaktik

Inhalte:

Initiieren und Fördern von Sprachlernprozessen in den Lernzielbereichen Sprache und Texte, Kommunikation, Wortschatz, Phonetik, Pragmatik, Grammatik

Differenzierung im Französischunterricht; Schülerberatung und Vermittlung von individuellen Lernstrategien

Evaluierung von Schülerleistungen in den Kompetenzbereichen der Bildungsstandards

Einsatz von Gebrauchstexten und Ganzschriften; Verfassen und Verwenden unterrichtsrelevanter Texte sowie deren didaktische Aufbereitung

Bilingualer Unterricht

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


beherrschen allgemeinsprachliche Kommunikation in unterschiedlichen Gesprächsrollen und unterschiedlichen interkulturellen Zusammenhängen sowie Phonetik, Wortschatz und Grammatik in kontextueller Verwendung;

können sicher Grammatikwissen in Grammatikkönnen überführen;

können verschiedene Textformen rezipieren und produzieren;

sind fähig zur stofflich-didaktischen Analyse und zur Bestimmung didaktischer Lösungswege hinsichtlich der verschiedenen Lernzielbereiche;

können differenzierende Aufgabenstellungen gestalten sowie Lernkontrollen als Tests und Klassenarbeiten vorbereiten, planen, durchführen und auswerten;

können Ganzschriften und Gebrauchstexte lehrplangerecht auswählen und behandeln;

verfügen über eine unterrichtliche Handlungskompetenz im bilingualen Unterricht.



Modul 10

Integriertes Modul Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Kulturwissenschaft, Fachdidaktik

Inhalte:

Ausgewählte Themen der synchronen Sprachwissenschaft: vertiefte Beschäftigung mit einzelnen Bereichen der deskriptiven Sprachwissenschaft des Französischen

Einzelne Bereiche der französischen Literatur unter besonderer Berücksichtigung der neueren und neuesten Literatur und ihrer medialen Formen

Landesaspekte im europäischen Vergleich: Ideengeschichtliche Entwicklungen; Wertewandel/Wertekonflikt; Konversations- und Höflichkeitsstile; Europäische Integration; interregionale Kooperation; Verhältnis von Staat und Kirche; Generationenverhältnisse in Gesellschaft und Literatur; Minderheiten und Minderheitenpolitik; Sprache und Identität; Nationenbildung und nationale Mythen im Vergleich

Methoden der Landeskundedidaktik einschließlich mediendidaktischer Implikationen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


haben vertiefte Kenntnisse von Gegenständen, Problemstellungen und Methoden der deskriptiven Sprachwissenschaft;

verfügen über vertiefte literaturwissenschaftliche Kenntnisse;

verfügen über vertiefte Kompetenzen zur historischen Analyse, zum Ländervergleich, zur Konkretisierung interkultureller Inhalte sowie zur Förderung des Interesses für Frankreich.



Modul 11

Integriertes Modul Sprachwissenschaft, Literaturwissenschaft, Fachdidaktik

Inhalte:

Ausgewählte Themen der synchronen und diachronen Sprachwissenschaft des Französischen: Vertiefung einzelner Bereiche aus der historischen und der deskriptiven Sprachwissenschaft

Ausgewählte Themen der französischen Literaturwissenschaft: Vertiefung einzelner Bereiche der französischen Literatur mit besonderer Berücksichtigung neuerer und neuester Literatur und ihrer medialen Formen

Sprache und Literatur im Unterricht: Motivationsstrategien; Differenzierung im Unterricht; Beratung von Schülern und Optimierung von Lernstrategien; Beurteilen und Bewerten in den Kompetenzbereichen der Bildungsstandards; exemplarische Behandlung von literarischen Ganzschriften

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen Gegenstände, Problemstellungen und Methoden der deskriptiven und historischen Sprachwissenschaft und haben früher erworbene Kenntnisse und Fähigkeiten exemplarisch und forschungsbezogen vertieft;

können Fremdsprachenlerner motivieren und individuelle Lernprogramme gestalten;

können Spracherwerbsprozesse evaluieren;

können Tests, Klassen-, Abitur- und Facharbeiten konzipieren, beurteilen und bewerten;

können literarische Ganzschriften lehrplangemäß auswählen und sie methodisch-didaktisch aufbereiten.



Modul 12

Mündliche und schriftliche Kommunikation 4: Authentisches Sprechen und Schreiben der Fremdsprache

Inhalte:

Textredaktion: Verfassen komplexer Texte in Französisch; Behandlung spezifischer Kommunikations- und Textformen (z. B. fachliche Erörterungen, Schilderung, Erzählung, Dissertation)

Textorientierte Grammatik: Vertiefung satzübergreifender textgrammatischer Aspekte; Grammatik im Kontext, Anwendung grammatischen Wissens auf geschriebene und gesprochene Texte

Mündliche Kommunikation: Kommunikationstraining mit fachsprachlichen Anteilen; Darstellen, Erklären, Verhandeln und Gesprächsführung in der Fremdsprache

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können sprachlich und sachlich anspruchsvolle Textformen verfassen;

beherrschen die Grammatik in textueller Verwendung sicher;

wenden ihr Grammatikwissen in der Kommunikation an;

können sprachliche Fehler erkennen;

sind fähig zu phonetisch korrekter allgemeinsprachlicher und fachsprachlicher Kommunikation in unterschiedlichen Gesprächsrollen und interkulturellen Zusammenhängen (z. B. als Gesprächsteilnehmer, als Moderator, als Lehrkraft, als Geschäftspartner).



Modul 13

Vertiefungsmodul Sprach- und Literaturwissenschaft: Ausgewählte Themen

Inhalte:

Ausgewählte Themen der synchronen und diachronen Sprachwissenschaft des Französischen

Ausgewählte Bereiche der französischen Literaturwissenschaft und ihrer medialen Formen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über eine vertiefte Kenntnis von Gegenständen, Problemstellungen und Methoden der deskriptiven und historischen Sprachwissenschaft; sie sind fähig, eine Masterarbeit im Bereich der Sprachwissenschaft abzufassen;

haben früher erworbene Kenntnisse und Fertigkeiten exemplarisch und forschungsbezogen vertieft; sie sind fähig, eine Masterarbeit im Bereich der Literaturwissenschaft abzufassen.



Modul 14

Französische Kulturwissenschaft 2: Vertiefung mit Landeskundedidaktik

Inhalte:

Strukturen Frankreichs und der frankophonen Länder, historische Entwicklungen: problemorientierte Studien im zeitlichen Längsschnitt (Fallstudien)

Landesaspekte im europäischen Vergleich: Ideengeschichtliche Entwicklungen; Wertewandel, Wertekonflikt; europäische Integration, interregionale Kooperation; Verhältnis von Staat und Kirche; Generationenverhältnisse in Gesellschaft und Literatur; Minderheiten, Minderheitenpolitik; Sprache und Identität; Nationenbildung, nationale Mythen im Vergleich; Konversations- und Höflichkeitsstile

Landeskundedidaktik: Ansätze und Methoden der Landeskundedidaktik (von der Realienkunde bis zur interkulturellen Analyse) einschl. Medieneinsatz und Medienbeschaffung

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über eine vertiefte Kompetenz zur historischen Analyse und zum Ländervergleich – in Verbindung mit Sprache und Literatur;

können landeskundliche Inhalte konkretisieren und das Interesse für Frankreich fördern.



Modul 15

Integriertes Vertiefungsmodul; Französisch als Nachbarsprache

Inhalte:

Mündlicher und schriftlicher Gebrauch des Französischen als Nachbarsprache im Blick auf alltägliche interkulturelle Kommunikationskontexte; Differenzierung in produktive und rezeptive Teilkompetenzen

Soziolinguistische Kommunikationskompetenz, idiomatische Redewendungen, Kommunikationsrituale

Analyse von schulform- und stufenspezifischen Lehr-/Lernsituationen; Orientierung an den realen sprach- und kulturspezifischen Bedürfnissen der Lernenden; Prinzipien der Mehrsprachigkeitsdidaktik

Kulturelle Aspekte der frankofonen Nachbarländer im Vergleich; Sprache und Identität; interregionale Kooperation; Analyse von Stereotypen; Lebensbedingungen in der Grenzregion; Bildung und Ausbildung

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können sprachliche und kulturelle Anforderungen der fremdsprachigen Kommunikation in verschiedenen Lebensbereichen realistisch einschätzen;

sind in der Lage, ein differenziertes Lehr-/Lernangebot im Bezug auf unterschiedliche Kompetenzniveaus sowohl im rezeptiven wie im produktiven Bereich zu konzipieren;

können berufsqualifizierende Teilkompetenzen im Französischen vermitteln;

verfügen über eine vertiefte Kompetenz zur Analyse und Darstellung kulturspezifischer Aspekte Frankreichs und der frankofonen Nachbarländer;

sind mit den unterschiedlichen Facetten interkultureller Kommunikation vertraut.



11.


11.1


Studienteil

Modul

Titel

Studiengang für LA

Bachelorstudiengang

1

Einführung in die Humangeografie

alle LÄ

2

Einführung in die Physische Geografie

1. – 4. Semester

3

Regionalgeografie Deutschland

4

Geografiedidaktik 1

5

Raumdarstellung und Raumplanung

Bachelorstudiengang
5. – 6. Semester

6

Geografiedidaktik 2

an RS plus, BBS

7

Geografiedidaktik 2

an Gym

8

Numerische Methoden in der Geografie

an RS plus, Gym, BBS

Masterstudiengang

9

Regionalgeografie Europa/Außereuropa

an RS plus, Gym, BBS

10

Fragen und Methoden geografischer Forschung

an RS plus, Gym, BBS

11

Spezielle Geografiedidaktik: Ausgewählte Prinzipien des Geografieunterrichts

an RS plus, BBS

12

Spezielle Geografiedidaktik: Ausgewählte Prinzipien des Geografieunterrichts

an Gym

13

Projektstudie: Raum und Landschaft

14

Fächerverbindendes Wahlpflichtmodul

15

Bereichsfach Gesellschaftswissenschaften

an RS plus



Anmerkungen:

Im Studium für das Lehramt an berufsbildenden Schulen ist eine abweichende Verteilung der Module zwischen Bachelor- und Masterstudiengang möglich. Darüber hinaus können die Inhalte einzelner Module an die besonderen Anforderungen des Geografieunterrichts an berufsbildenden Schulen angepasst werden.



Studierende des Lehramtes an Realschulen plus mit der Fächerkombination Geografie und Geschichte belegen entweder Modul 15 in Geografie oder Modul 13 in Geschichte. Entsprechend ihrer Wahl erwerben sie weitere 8 Leistungspunkte in Lehrveranstaltungen nach Maßgabe der Hochschule; Näheres hierzu regeln die Hochschulen in der Masterprüfungsordnung.



Studierende des Lehramtes an Realschulen plus mit der Fächerkombination Geografie und Sozialkunde belegen entweder Modul 15 in Geografie oder Modul 12 in Sozialkunde. Entsprechend ihrer Wahl erwerben sie weitere 8 Leistungspunkte in Lehrveranstaltungen nach Maßgabe der Hochschule; Näheres hierzu regeln die Hochschulen in der Masterprüfungsordnung.



11.2

 

Modul 1

Einführung in die Humangeografie

Inhalte:

Bevölkerungs- und Siedlungsgeografie: Aufgabenfeld der Bevölkerungs- bzw. Siedlungsgeografie im System der Geografie; Bevölkerungsentwicklung, -verteilung und -strukturen; Migration; Tragfähigkeit; kulturgenetische Siedlungstypen; Stadtgliederungsansätze (historisch, physiognomisch, funktional, sozialräumlich); Stadt-Umland-Beziehungen; Verstädterungsprozesse; Siedlungssysteme; Stadt- und Stadtentwicklungsplanung

Wirtschafts- und Verkehrsgeografie: Aufgabenfeld der Wirtschafts- bzw. Verkehrsgeografie im System der Geografie; Standortentscheidungen (unter Berücksichtigung von Verkehrs- und Kommunikationssystemen) und staatliche Einflussnahme; räumliche Wirkungen von Industrie und Verkehr; Typen und Strukturwandel industriell geprägter Räume; Kerne und Peripherie auf unterschiedlichen Skalenniveaus; Veränderungen durch Globalisierung

Vertiefungen (z. B. städtische/urbane und industriegeprägte Räume) in den Übungen und anwendungsbezogene Arbeiten auf Geländetagen vor Ort (z. B. Kartierungen oder Befragungen zur räumlichen Differenzierung in Städten, zu Stadt-Umland-Beziehungen oder zu Standortfaktoren und Raumwirksamkeit)

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verfügen über ein strukturiertes humangeografisches Orientierungswissen, sie verstehen wichtige Strukturen, Prozesse und Probleme in Bevölkerungs-, Siedlungs- und Wirtschaftsräumen sowie grundlegende Ansätze und Kategorien humangeografischen Erkenntnisgewinns (wie z. B. Raum, Struktur, Prozess, System);

wenden Theorien und Modelle der Humangeografie an, überblicken humangeografisch relevante benachbarte (wirtschafts-, sozial-, politik- und geschichtswissenschaftliche) Sachverhalte und können humangeografische Theorie und Empirie wechselseitig aufeinander beziehen;

beherrschen die humangeografische Fachterminologie in angemessener Breite und Differenzierung, die humangeografischen Arbeitsweisen sowie die Darstellung geografischer Sachverhalte.



Modul 2

Einführung in die Physische Geografie

Inhalte:

Systematik, Inhalte und grundlegende Arbeitsweisen der Physischen Geografie

Einführung in die geoökologische Betrachtungsweise

Einführung in die Erdgeschichte und den geowissenschaftlichen Aufbau der Erde, Entstehung der Großformen des Reliefs durch plattentektonische Prozesse

Aus den folgenden fünf Inhaltsbereichen müssen mindestens drei angeboten werden:

Geomorphologie: Formen der Erdoberfläche und deren Entstehung; wechselseitige Abhängigkeit von Form, Prozess und Substrat; Ansprache von Relief und Substrat im Gelände

Klimageografie: Klimaelemente; synoptische Klimatologie; globales Klimasystem; Klimaklassifikationen; Klimamodelle; Messung und Interpretation von Klimaparametern im Gelände

Hydrogeografie: Eigenschaften des Wassers; Wasserkreislauf und Landschaftswasserhaushalt; Wasserverfügbarkeit und Wassernutzung in unterschiedlichen Klimazonen; Gewässertypen; Abflussregimes; biologische und chemische Gewässergüte; Gewässerstrukturgüte; Hochwasserentstehung, -gefährdung und -schutz

Bodengeografie: Bodenarten und Bodentypen; Bodensystematik; Prozesse in Böden; Bodenfunktionen; Ansprache von Böden im Gelände

Vegetationsgeografie: Anpassung von Pflanzen an unterschiedliche Umweltbedingungen; räumliche Verbreitung von Pflanzenarten und Vegetationsgesellschaften (insbesondere in Mitteleuropa); Biodiversität; Vegetationsgeschichte

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


kennen Inhalte und Methoden der Physischen Geografie, sie verstehen wichtige Strukturen und Prozesse in der Geoökosphäre und können einfache physisch-geografische Arbeitsmethoden anwenden;

können geografische sowie relevante nachbarwissenschaftliche (insbesondere geowissenschaftliche) Sachverhalte geoökologisch und geosystemisch betrachten und analysieren;

kennen grundlegende Ansätze, Kategorien und Methoden physisch-geografischen Erkenntnisgewinns und können physisch-geografische Theorie und Empirie wechselseitig aufeinander beziehen;

beherrschen die physisch-geografische Fachterminologie in angemessener Breite und Differenzierung und können physisch-geografische Sachverhalte adäquat darstellen.



Modul 3

Regionalgeografie Deutschland

Inhalte:

Strukturen und Funktionen Deutschlands an ausgewählten Räumen und auf unterschiedlichen Maßstabsebenen

Grundlegender Überblick über die physisch- und humangeografische räumliche Ordnung Deutschlands sowie eine problemorientierte Regionalgeografie Deutschlands

Physisch-geografische Aspekte: geomorphologische und geologische Struktur; Klima und Gewässer; Böden und Vegetation; Landschaftsökologie und Naturschutz; naturräumliche Gliederung

Humangeografische Aspekte: Verteilung, Strukturen und Entwicklung von Bevölkerung, Siedlungen und Territorien; Wirtschaftssektoren, Verkehr und Tourismus

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verstehen die physisch- und humangeografischen Strukturen Deutschlands im Überblick, sie kennen Strukturmerkmale und Inhalte einer problemorientierten Regionalgeografie und beherrschen die prozessuale Betrachtungsweise am „System“ Deutschland;

können spezifische regionalgeografische Aspekte Deutschlands an ausgewählten Regionen unterschiedlicher Größe hinsichtlich ihrer Ausprägungen erklären sowie grundlegende Ansätze, Kategorien und Methoden regionalgeografischen Erkenntnisgewinns (wie z. B. Raum, Struktur, Prozess, System) handhaben;

können themenbezogen und fachinhaltlich eine Deutschland-Geländeübung planen und dabei einfache physisch-geografische sowie humangeografische Arbeitsmethoden praktisch anwenden.

 

Modul 4

Geografiedidaktik 1

Inhalte:

Lernende: geografierelevante affektive Merkmale wie Einstellungen, Interesse, mental map; geografierelevante kognitive Merkmale wie die Fähigkeit zu raumbezogener Begriffsbildung, zum räumlichen Denken, zum kausalen Verständnis erdräumlicher Sachverhalte; affektive wie kognitive Merkmale in lern- wie entwicklungspsychologischer Hinsicht

Ziele: Zielorientierung; Ziel- vs. Bildungsorientierung; Ziele als raumbezogene Qualifikationen/Verhaltensdispositionen; Leitziele des Geografieunterrichts; Ausdifferenzierung von Leitzielen nach Lernniveau und Lerndimension; operationale Zielformulierung

Inhalte: inhaltliche Grundkonzepte im Wandel seit 1950 (länderkundlich, allgemeingeografischexemplarisch, thematisch, thematisch-regional usw.); Merkmale des allgemeingeografischexemplarischen sowie des thematischen bzw. thematisch-regionalen Inhaltszuschnitts; Probleme der allgemeingeografisch-exemplarischen Inhaltskonzeption; spezielle inhaltliche Erschließungskonzepte wie der sozialgeografische, der geoökologische, der systemtheoretische, der prozessuale Ansatz; Hierarchisierung der Inhalte; Bestimmung signifikanter Raumbeispiele

Curriculum: Lehrplan vs. Curriculum; Merkmale des Curriculums; die implikative Beziehung zwischen den Curriculumelementen; Modelle zur Hierarchisierung geografischer Curricula

Unterrichtsplanung als fachdidaktische Mikrotheorie; die implikative Beziehung zwischen Lernenden, Zielen, Inhalten, Methoden und Medien; themenbezogene lern- und entwicklungspsychologische Analyse; begründete Formulierung adäquater Ziele; lernenden- und zieladäquate Auswahl und Analyse signifikanter Raumbeispiele; Erörterung und Bestimmung geeigneter Methoden und Medien

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


verstehen den Geografieunterricht aus seinem politisch-gesellschaftlichen Kontext und aus seinem fachhistorischen Kontinuum heraus und können ihn als Beitrag zur Befähigung der Lernenden zu einem verantwortungsvollen raumbezogenen Verhalten in der Welt verstehen; sie können die geografieunterrichtlich relevanten lern- und entwicklungspsychologischen/-physiologischen Bedingungen und Potentiale der Lernerinnen und Lerner einschätzen;

können die einzelnen Ziele und Inhalte des Geografieunterrichts bestimmen, didaktisch reduzieren und strukturieren;

beherrschen und praktizieren Exemplarik und Transfer geografischer Sachverhalte, können Querschnittsthemen sowie aktuelle und nachbarwissenschaftliche Sachverhalte aufgreifen, kritisch prüfen und unterrichtlich begründet integrieren;

können Unterricht theoriegeleitet planen, den Unterricht wissenschaftlich begründen und effektiv gestalten sowie Theorie und Praxis wechselseitig aufeinander beziehen;

verstehen die implikative Beziehung zwischen den Komponenten des Unterrichts und können Unterricht planen und analysieren unter Berücksichtigung des Implikationszusammenhanges in Theorie und Praxis.

 

Modul 5

Raumdarstellung und Raumplanung

Inhalte:

Grundlagen der Kartographie, topographische Karten, thematische Kartographie, Geschichte der Kartographie

Planungen zur Entwicklung, Ordnung und Sicherung des Raumes auf Landes-, Bundes- und EU-Ebene

Raumplanerische Zusammenarbeit zwischen Gebietskörperschaften innerhalb von und zwischen Staaten

Raumplanerische Konzepte in der Bevölkerungs-, Wirtschafts-, Siedlungs- und Infrastrukturentwicklung

Fachplanungen und Planungsebenen; nationale und internationale Planungen im Vergleich; Planungskonzepte und Planungsziele, Planungsinstrumente, Planungsverfahren; ökologische Dimension von Planung; Raumanalyse als Grundlage von Planung; Zielkonflikte von Planungen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


beherrschen die Grundlagen der allgemeinen Kartographie sowie topographischer und thematischer Kartenwerke, die geografisch-kartographische Fachterminologie, können kartographische Informationen und Techniken kartographischer Darstellungen im Rahmen einer praktischen Übung im Gelände (Feldmesspraktikum) erfassen und topographische und thematische Karten auswerten;

verstehen den Wandel des Weltbildes im Spiegel der Kartographie;

verstehen Grundlagen und Aufgabenbereiche der Raumordnung und Landesplanung und beherrschen die Fachterminologie zur Raumordnung und Landesplanung;

kennen Rahmenbedingungen und Verfahren der Raum- und Landesplanung, können einen konkreten inländischen oder ausländischen Raum unter Planungsaspekten analysieren und Planungsentwürfe/Planungskonzepte kritisch analysieren sowie mögliche Alternativen aufzeigen.

 

Modul 6

Geografiedidaktik 2

Inhalte:

Grundlegende Gegenstandsbereiche: Methoden, Medien, Prinzipien, Unterrichtsplanung, Lernerfolgskontrolle

Unterrichtsverfahren: regionalgeografisch orientierte (z. B. dynamische Länderkunde, problemorientierte Länderkunde, regionale Systemanalyse, Einzelbildverfahren) und allgemeingeografisch orientierte (z. B. allgemeingeografisch-exemplarischer Geografieunterricht, thematische Geografie, modellorientierte Raumerschließung) Verfahren

Unterrichtsformen: unmittelbare Begegnung (z. B. Feldarbeit, Unterrichtsgang, Exkursion, Schullandheimaufenthalt), mittelbare Begegnung (z. B. Schilderung, computerunterstützter Unterricht, freies Unterrichtsgespräch, Rollenspiel, Planspiel, Gruppenunterricht)

Arbeitsweisen: unterschieden nach dem dabei benutzten Medium (z. B. mit Karten, Plänen, graphischen Darstellungen, Skizzen, Texten, statistischem Material oder mit dem Computer)

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können den Unterricht wissenschaftlich begründen und effektiv gestalten sowie Theorie und Praxis wechselseitig aufeinander beziehen, können die lerntheoretische Rolle und Funktion von Methoden und Medien im geografischen Lernprozess reflektieren und zur Geltung bringen, die Methoden und Medien in ihrer systematischen und funktionalen Ordnung und Beziehung verstehen und adäquat anwenden bzw. einsetzen und geografiedidaktische Medien kritisch reflektieren sowie Möglichkeiten der Manipulation durch Medien erkennen;

haben ein Grundverständnis von Unterrichtsprinzipien, beherrschen die Unterrichtsplanung und -analyse unter Berücksichtigung des Implikationszusammenhanges in Theorie und Praxis und beherrschen fachrelevante Wege zur Lernerfolgskontrolle;

verstehen Methoden als Wege zu selbstständigem Lernen und können Methoden nach Gesichtspunkten der Adäquanz, der Effektivität, der Vielfalt auswählen, konzipieren und einsetzen.



Modul 7

Geografiedidaktik 2

Inhalte:

Grundlegende Gegenstandsbereiche: Methoden, Medien, Prinzipien, Unterrichtsplanung, Lernerfolgskontrolle in der Geografie

Geschichte der Geografie: Weltbilder, Paradigmen und Paradigmenwechsel in der Geografie; wichtigste Vertreter der Geschichte der Geografie in Deutschland

Anglophone und frankofone Geografien im zeitlichen Wandel

Zukunft der Geografie: Einheit oder Vielfalt, Grundlagen- oder Angewandte Wissenschaft, Disziplinarität oder/und Interdisziplinarität

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können den Unterricht wissenschaftlich begründen und effektiv gestalten sowie Theorie und Praxis wechselseitig aufeinander beziehen, können die lerntheoretische Rolle und Funktion von Methoden und Medien im geografischen Lernprozess reflektieren und zur Geltung bringen, die Methoden und Medien in ihrer systematischen und funktionalen Ordnung und Beziehung verstehen und adäquat anwenden bzw. einsetzen und geografiedidaktische Medien kritisch reflektieren sowie Möglichkeiten der Manipulation durch Medien erkennen;

haben ein Grundverständnis von Unterrichtsprinzipien, beherrschen die Unterrichtsplanung und -analyse unter Berücksichtigung des Implikationszusammenhanges in Theorie und Praxis und beherrschen fachrelevante Wege zur Erfolgskontrolle

kennen Ansätze, Strömungen und Paradigmen wissenschaftlichen Erkenntnisgewinns in der Geografie und deren Wandel und können sie beurteilen, können nationale und internationale disziplingeschichtliche Phasen unterscheiden, vergleichen und interpretieren, kennen und verstehen wichtige Vertreterinnen und Vertreter einzelner Phasen und Paradigmen und können aktuelle Strömungen in das disziplinäre Kontinuum einordnen.



Modul 8

Numerische Methoden in der Geografie

Inhalte:

Einführung in die Statistik, statistische Grundkonzepte

Befragungstechnik, Fragebogenentwurf, Datenerhebung, -analyse und -auswertung, elektronische Datenverarbeitung in Kombination mit Methoden der empirischen Regionalforschung

Organisation und Ablauf einer empirischen Untersuchung von der Hypothesenbildung über die Methodenwahl und deren Operationalisierung bis zum Pretest

Ergebnisdarstellung in Tabellen, Grafiken, Karte und Text

Neue Technologien im geografischen Erkenntnisprozess: Fernerkundung durch Luft- und Satellitenbilder, geografische Informationssysteme und deren Funktionen, raumzeitliche Modellierung von Prozessen in geografischen Informationssystemen

Diese Inhalte sollten an konkreten Raum-Beispielen für die Studierenden aufbereitet werden.

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können Statistiken und andere Datensammlungen kritisch lesen, auswerten und verarbeiten, erkennen die Leistungsfähigkeit quantitativer Methoden in der Geografie und können eigene Untersuchungen, auch im Gelände, durchführen und die Ergebnisse formal korrekt darstellen;

beherrschen Konzeption, Durchführung und Analyse von (teil-)standardisierten Erhebungen, können Daten der amtlichen Statistik analysieren und selbst erhobene Daten verschiedener Aggregatebenen auswerten;

beherrschen die Darstellung der Analyseergebnisse in Kreuztabellen, Diagrammen sowie die textliche Interpretation der Ergebnisse, können quantitative Analyseergebnisse kritisch hinterfragen und evtl.

Mängel selbstständig erkennen;

kennen Möglichkeiten der Fernerkundung von Strukturen und Prozessen an der Erdoberfläche, kennen und beherrschen Möglichkeiten der kartographischen Darstellung von Strukturen und der Modellierung von Prozessen in geografischen Informationssystemen, können thematische Karten mit Hilfe geografischer Informationssysteme erstellen, interpretieren und die Ergebnisse kritisch reflektieren;

beherrschen beispielhaft die Darstellung von Räumen unterschiedlicher Problemprägung (ökologische, wirtschafts- und sozialräumliche sowie politische Problemstellungen)



11.3


Modul 9

Regionalgeografie Europa/Außereuropa

Inhalte:

Theoretische, methodische und regionalgeografische Vorbereitung des Praktikums-(Exkursions-)raumes (Beispiele aus dem europäischen oder außereuropäischen Ausland)

Regionalgeografischer Überblick über den Praktikumsraum in Physischer und Humangeografie

Wirkungsgefüge fremder Natur- und Kulturräume, Abgrenzung und Vergleich zu anderen Räumen

Regionsspezifische Themen (z. B. ethnische Konflikte, Wanderungsbewegungen, Trockengebiete)

Einordnung der Region in den Kontext der Weltgesellschaft und/oder des globalen Geoökosystems

Analyse raumwirksamer Kräfte und Prozesse (Ressourcenpotentiale, physisch-geografische Zusammenhänge, ökologische Schäden, wirtschaftliche Nutzung und strategische Planung)

Staaten und Räume unterschiedlicher Entwicklung: Charakterisierung von Staaten und Großregionen nach ihrem Entwicklungsstand; sozioökonomische Disparitäten auf unterschiedlichen räumlichen Größenstufen

Modelle sozioökonomischer Entwicklung; Entwicklungstheorien: endogene und exogene Ursachen von Entwicklung; Entwicklungskonzepte und -strategien in Regionen unterschiedlicher Struktur

Verflechtung von Problembereichen untereinander und im Geosystem zonaler Ausprägung, sub-/kontinentaler Größe sowie zwischen-/staatlicher Ebene und regionaler Ebene, Wege der Problemlösung

Einordnung in globale räumliche Strukturen: Geozonen, Landschaftsgürtel, Wirtschaftsräume, Kulturräume, Staatensysteme

Klassifikation von Staaten und supranationalen Zusammenschlüssen; globale Strukturen und Verflechtungen der Wirtschaft, ihre Entstehungsbedingungen und ihre sozialräumlichen Auswirkungen

Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


können Datenerhebungsmethoden und -techniken anwenden, Karten, Statistiken und Literatur auswerten und auf die Raumstrukturen übertragen; sie können hypothesengeleitet beobachten, Strukturen erkennen, deuten und interpretieren, geografische Theorien und Fachwissen auf den Raum anwenden und sich Landschaft und Gesellschaft systematisch erschließen;

können Selbstbilder/Fremdbilder im Kontext des interkulturellen Lernens hinterfragen, das „Andere“ erkennen und respektieren, Vorurteile abbauen und die eigene Verortung hinterfragen;

beherrschen die eigenständige inhaltliche Vorbereitung einzelner Geländepraktikumsabschnitte;

beherrschen die systemische Betrachtung von Gesellschaft und Umwelt, verstehen die Interaktion von Mensch/Umwelt, Systemansätze und unterschiedliche Systemtheorien unter besonderer Berücksichtigung dynamischer Systeme;

können die Vielfalt erdräumlicher Sachverhalte nach klassen- und relationslogischen Aspekten großräumig ordnen und strukturieren, sachliche und methodische Bedingungen und Voraussetzungen globaler Regionalisierungen und Strukturierungen erkennen und kritisch reflektieren, die Konstrukteigenschaft derartiger globaler Strukturen verstehen und belegen, ihren Geltungsanspruch einschätzen und sie als Erkenntnishilfen kritisch nutzen und begründen;

können die gegenwärtigen globalen wirtschafts- und sozialräumlichen Disparitäten aus ihrer historischen Entwicklung verstehen und Wege ihrer Minderung aufzeigen, Entwicklungsprozesse erkennen, verstehen und beurteilen;

können Problemräume unterschiedlicher Maßstabsebenen in ihrer Bedeutung für das Geosystem und die Weltgesellschaft beschreiben und bewerten sowie Raum- und Problemlösungsverhalten im Hinblick auf die Problemfelder Ökologie, Wirtschaft und Politik wie auch in Problemräumen verstehen und bewerten.



Modul 10

Fragen und Methoden geografischer Forschung

Inhalte:

Methoden zur Datenverarbeitung: qualitativ (Inhaltsanalyse, Hermeneutik, Interpretation, Diskursanalyse) und quantitativ (analytische Statistik, multivariate Statistik, Zeitreihenanalyse, Pfadanalyse, GIS)

Methoden zur Datenauswertung: Generalisierung, Prüfen, Interpretieren, deduktiv-nomologische Erklärung, Prognose, Trendermittlung

Forschungsrelevante methodische Spezialprobleme und Methodenanwendung:

Gewinnung und Formulierung forschungsleitender Hypothesen; Ermittlung hypothesenrelevanter Datenquellen und Beschaffungsweisen von Daten; Sichtung, Auswahl, Prüfung und Anwendung hypothesen- und datenspezifischer Methoden der Datenverarbeitung

Dateninterpretation und Gewinnung regionalgeografisch-idiographischer oder allgemeingeografischnomologischer Erkenntnisse, Rückbezug gewonnener Erkenntnisse auf die Ausgangstheorie/-hypothese; kritische Prüfung und Wertung, Falsifikation oder Verifikation

Wahrheit, Richtigkeit, Gültigkeit von Aussagen; Gütekriterien von Methoden und Aussagen; Determinismus vs. Wahrscheinlichkeit

Empirische Grundlagenforschung und (empirisch-)normative Anwendungsforschung



Qualifikationen, erwartete Kompetenzen:

Die Studierenden


erkennen Methoden als normierte, standardisierte Instrumente zur Lösung von Erkenntnis- und ansatzweise auch Anwendungsproblemen, verstehen die Stellung von Methoden zwischen Universalität und Fachlichkeit, besitzen einen Überblick über das geografisch relevante Methodenrepertoire und können die geografische Relevanz und Eignung von Methoden aufzeigen und beurteilen;

erkennen die Theoriegeleitetheit von Forschung, verstehen die Konstrukteigenschaft von Erkenntnissen, können die Idealstruktur eines Forschungs-/Erkenntnisprozesses im geografischen Kontext nachvollziehen und Erkenntnisfortschritt auch als Funktion des Methodenfortschritts erkennen und fachhistorisch belegen;

beherrschen grundlegende Methoden geografischen Erkenntnisgewinns, sehen die Problemabhängigkeit von Methoden sowie die Methodenabhängigkeit von Erkenntnissen ein, haben die Fähigkeit, Methoden problem- und fragestellungsbezogen auszuwählen, intersubjektiv überprüfbar anzuwenden und kritisch zu reflektieren, können den (Erd-)Raumbezug als konstitutiv für geografische Forschung erkennen und operationalisieren.



Modul 11

Spezielle Geografiedidaktik: Ausgewählte Prinzipien des Geografieunterrichts

Verbindliche Inhalte: