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Amtliche Abkürzung:LehrArbZVO
Fassung vom:16.07.2012
Gültig ab:01.08.2012
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Rheinland-Pfalz
Gliederungs-Nr:2030-1-4
Lehrkräfte-Arbeitszeitverordnung
(LehrArbZVO)
Vom 30. Juni 1999

Anlage 1

(zu § 8)

Stundenanrechnungen
für die Wahrnehmung von Funktionen und Sonderaufgaben und für
besondere unterrichtliche Belastungen

1

Schulbezogene Anrechnungen

1.1

Anrechnungen für Schulleitungsaufgaben

Für die nicht unterrichtlichen Tätigkeiten der Schulleitung (Schulleiterin oder Schulleiter, Vertreterinnen oder Vertreter, didaktische Koordinatorin oder didaktischer Koordinator) sowie für weitere Leitungsaufgaben wird jeder Schule eine Gesamtzahl von Anrechnungsstunden zur Verfügung gestellt. Die Anrechnungsstunden sind von der Schulleiterin oder dem Schulleiter im Benehmen mit den anderen Mitgliedern der Schulleitung entsprechend dem Umfang der Aufgaben aufzuteilen. Anrechnungen für Schulleitungsaufgaben werden im Rahmen der Gesamtanrechnung auch bei kommissarischer Wahrnehmung der entsprechenden Aufgaben gewährt.

Lehrkräften, die weitere Leitungsaufgaben im Sinne der Nummern 1.1.2 Buchst. b und c, 1.1.5 Buchst. b, 1.1.6 Buchst. b und 1.1.7 Buchst. b wahrnehmen, sind Anrechnungsstunden zu gewähren, und zwar in der Regel in der in den genannten Nummern für die jeweilige Aufgabe vorgesehenen Höhe.

Lehrkräften, die nicht der Schulleitung angehören und denen einzelne Schulleitungsaufgaben übertragen werden, können Anrechnungsstunden aus der Schulleitungspauschale gewährt werden.

Im Einzelnen entfallen

auf Schulen mit zu bildenden Klassen

bzw. Klasseneinheiten

Anrechnungsstunden

für Schulleitungsaufgaben

1.1.1

bei Grundschulen

 

bis

6

Klassen

8

 

bei

7

Klassen

10

 

 

8

Klassen

10,5

 

 

9

Klassen

12

 

 

10

Klassen

13

 

 

11

Klassen

14

 

 

12

Klassen

15

 

 

13

Klassen

16

 

 

14

Klassen

18

 

 

15

Klassen

19

 

 

16

Klassen

20

 

 

17

Klassen

22,5

 

 

18

Klassen

23

 

 

19

Klassen

24

 

 

20

Klassen

25

 

 

21 und mehr

Klassen

26;

1.1.2

bei Realschulen plus

a)

 

bis

6

Klassen

10

 

7

bis

9

Klassen

14

 

10

bis

12

Klassen

18

 

13

bis

14

Klassen

20

 

15

bis

18

Klassen

24

 

19

bis

21

Klassen

28

 

 

 

22

Klassen

29

 

23

bis

24

Klassen

32

 

 

 

25

Klassen

33

 

26

bis

28

Klassen

34

 

 

 

29

Klassen

35

 

 

 

30

Klassen

36

 

31

bis

34

Klassen

37

 

35

bis

46

Klassen

41

 

 

 

47 und mehr

Klassen

42;

b)

Die Schulleitungsanrechnung wird für die Aufgaben der pädagogischen Koordination bei einer durchschnittlichen Zahl der Parallelklassen in den Jahrgangsstufen 5 bis 10

- von bis zu 3,49

um 2 Anrechnungsstunden,

- von 3,5 und höher

um 3 Anrechnungsstunden

erhöht.

c)

Die Schulleitungsanrechnung wird für die Aufgaben der Koordination an einer Realschule plus mit organisatorisch verbundener Fachoberschule um 3 Anrechnungsstunden erhöht.

1.1.3
a)

bei organisatorisch verbundenen Grund- und Realschulen plus werden Anrechnungsstunden zu 45 Minuten wie bei Realschulen plus gewährt;

b)

bei organisatorisch verbundenen Realschulen plus und Fachoberschulen werden Anrechnungsstunden wie bei Realschulen plus gewährt;

1.1.4

bei Förderschulen

a)

 

bis

4

Klassen

8

 

 

5

bis

6

Klassen

11

 

 

 

ab

7

Klassen

11

zuzüglich der Anzahl der Klasseneinheiten vermindert um 6.

b)

Die Schulen des Landes und des Bezirksverbandes Pfalz für Gehörlose und Schwerhörige sowie die Schulen des Landes für Blinde und Sehbehinderte erhalten zusätzlich für die Wahrnehmung der sozialen Aufgaben im Heim und in der Frühförderung 13 Anrechnungsstunden. Soweit an den genannten Schulen Bildungsgänge im Bereich der Berufsbildenden Schulen eingerichtet sind, ist bei der Ermittlung der Klassenzahl für je drei Teilzeitklassen eine Vollzeitklasse zu rechnen.

c)

Förderschulen, die als Stammschulen integrierte Fördermaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf an anderen Schulen durchführen, erhalten folgende zusätzliche Anrechnungsstunden für Schulleitungsaufgaben:

ab

15 bis

45

Förderstunden

1

 

46 bis

75

Förderstunden

2

 

76 bis

105

Förderstunden

3

 

106 bis

135

Förderstunden

4

 

136 bis

165

Förderstunden

5

 

166 bis

195

Förderstunden

6

 

ab 196

 

Förderstunden

7;

1.1.5

bei Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen

a)

bis

4

Klassen

8

5 bis

6

Klassen

12

7 bis

9

Klassen

16

10 bis

12

Klassen

20

13 bis

14

Klassen

23

15 bis

17

Klassen

26

18 bis

22

Klassen

32

23 bis

29

Klassen

35

30 bis

31

Klassen

37

 

32

Klassen

38

33 bis

34

Klassen

41

35 bis

42

Klassen

42

43 bis

46

Klassen

43

47 bis

52

Klassen

45

 

53 und mehr

Klassen

46;

Zur Ermittlung von fiktiven Klassenzahlen für die Sekundarstufe II ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe II durch 25 zu teilen.

Bei Integrierten Gesamtschulen erhöhen sich die Anrechnungsstunden für Schulleitungsaufgaben für jedes Mitglied der Schulleitung mit dem Regelstundenmaß 27 um 1,5 Wochenstunden.

b)

Die Schulleitungsanrechnung wird für die Leitung der gymnasialen Oberstufe in Abhängigkeit von der Zahl der Schülerinnen und Schüler in der gymnasialen Oberstufe bei

bis zu 299 Schülerinnen und Schülern

um 4 Wochenstunden,

300 bis 399 Schülerinnen und Schülern

um 5 Wochenstunden,

400 und mehr Schülerinnen und Schülern

um 6 Wochenstunden erhöht.

Bei Integrierten Gesamtschulen wird die Schulleitungsanrechnung

-

für die pädagogische Koordination für zwei Klassenstufen je Klasse in diesen beiden Klassenstufen um 0,5 Anrechnungsstunden,

-

für die didaktische Koordination um eine der durchschnittlichen Zahl der Parallelklassen in der Sekundarstufe I entsprechende Zahl von Anrechnungsstunden

erhöht. Bei einem Wert von 0,5 und mehr wird aufgerundet, unter 0,5 abgerundet.

c)

Bei Gymnasien in Landesträgerschaft mit Wohnheim wird die Schulleitungsanrechnung um bis zu 10 Stunden erhöht;

1.1.6

a)

bei Abendgymnasien

28

 

bei Kollegs

28

 

bei mit Abendgymnasien verbundenen Kollegs
zusätzlich

10

 

bei mit Gymnasien verbundenen Kollegs
zusätzlich

6;

b)

Die Schulleitungsanrechnung wird für die Leitung der gymnasialen Oberstufe an Schulen gemäß Buchstabe a um 2 Wochenstunden erhöht. Nummer 1.1.5 Buchst. b bleibt hiervon unberührt.

1.1.7

bei berufsbildenden Schulen

a)

bis

4

 

Klasseneinheiten

8

5 bis

9

 

Klasseneinheiten

15

10 bis

14

 

Klasseneinheiten

21

15 bis

19

 

Klasseneinheiten

27

20 bis

26

 

Klasseneinheiten

34

27 bis

29

 

Klasseneinheiten

35

30 bis

31

 

Klasseneinheiten

39

32 bis

39

 

Klasseneinheiten

41

40 bis

49

 

Klasseneinheiten

42

50 bis

75

 

Klasseneinheiten

48

76 bis

89

 

Klasseneinheiten

53

 

90

und mehr

Klasseneinheiten

58.

Jede Klasse mit Vollzeitunterricht bildet eine Klasseneinheit; bei Klassen mit Teilzeitunterricht wird die Zahl der Klassen durch 2,5, im Berufsgrundbildungsjahr in Teilzeitform (mit 16 Stunden) durch 2 geteilt.

Zur Ermittlung von fiktiven Klassenzahlen für die beruflichen Gymnasien ist die Zahl der Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe II durch 25 zu teilen.

b)

Die Schulleitungsanrechnung wird für jede Abteilung um 5 Wochenstunden erhöht. Hierbei wird eine Abteilung für jeweils 18 Klasseneinheiten gebildet. Für Abteilungen, die darüber hinaus eingerichtet werden, erfolgt keine Erhöhung der Schulleitungsanrechnung.

Die Schulleitungsanrechnung wird für die Leitung der gymnasialen Oberstufe an beruflichen Gymnasien um 4 Wochenstunden erhöht.

1.1.8

Die Zahl der Klassen in der Sekundarstufe I wird aufgrund der Klassenmesszahl gemäß den jeweils geltenden Verwaltungsvorschriften über die Klassenbildung berechnet.

1.1.9

Bei Ganztagsschulen in verpflichtender Form wird die Zahl der Klassen in Ganztagsform mit 1,5, bei Ganztagsschulen im Förderschulbereich die Zahl der Klassen mit 1,2 multipliziert und in die jeweilige Tabelle einbezogen. Bei Integrierten Gesamtschulen als Ganztagsschulen in verpflichtender Form gilt Satz 1 mit der Maßgabe, dass bei einem Ergebnis von mehr als 47 Klassen nach Anwendung des Faktors 1,5 6 Anrechnungsstunden zusätzlich gewährt werden. Bei Ganztagsschulen in offener Form wird die Zahl der Ganztagsklassen durch Teilung der Zahl der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler durch 30 errechnet und dann in die jeweilige Tabelle einbezogen.

1.1.10

Bei der Berechnung von fiktiven Klassen oder Klasseneinheiten werden Bruchteile abgerundet.

1.1.11

Ganztagsschulen in Angebotsform erhalten für die Durchführung und Organisation ihres pädagogischen Konzepts Anrechnungsstunden. Die Anrechnungsstunden der Schulen staffeln sich in Abhängigkeit der im Schuljahr angemeldeten Ganztagsschülerinnen und -schüler wie folgt:

a)

Ganztagsschülerinnen
und -schüler in
Förderschulen

Anrechnungsstunden

 

26

bis

51

3

 

52

bis

77

4

 

78

bis

103

5

 

104

bis

129

6

 

130

bis

155

7

 

156

bis

181

8

 

182

bis

207

9

 

208

bis

233

10

 

234

bis

259

11

 

260

bis

285

12

 

286

bis

311

13

 

312

bis

337

14

 

338

bis

363

15

 

364

bis

389

16

 

390

bis

415

17

 

416

bis

441

18;

b)

Ganztagsschülerinnen und -schüler in sonstigen Schulen

Anrechnungsstunden

 

54 (in Grundschulen 36)

bis

71

3

72

bis

107

4

108

bis

143

5

144

bis

179

6

180

bis

215

7

216

bis

251

8

252

bis

287

9

288

bis

341

10

342

bis

395

11

396

bis

449

12

450

bis

503

13

504

bis

557

14

558

bis

611

15

612

bis

683

16

684

bis

755

17

756

bis

827

18.

 

Schulen, denen eine Option zur Einrichtung eines Ganztagsangebots in Angebotsform erteilt wurde, erhalten zur Vorbereitung dieses Angebots im Schulhalbjahr vor dem Errichtungszeitpunkt 3 Anrechnungsstunden.

1.2

Anrechnungspauschale für besondere unterrichtliche Belastungen und Sonderaufgaben

1.2.1

Den Schulen wird zum Ausgleich besonderer unterrichtlicher Belastungen und für schulbezogene Sonderaufgaben nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen eine Anrechnungspauschale zur Verfügung gestellt.

Die Zahl der Anrechnungsstunden, die einer Schule als Pauschale zur Verfügung gestellt werden (Anrechnungspauschale), errechnet sich aus der Zahl der Vollzeitlehrerfälle. Diese ergibt sich aus

-

der Zahl der vollbeschäftigten Lehrkräfte,

-

der Zahl der in Vollzeitlehrerfälle umgerechneten Stellenteile der teilzeitbeschäftigten Lehrkräfte,

-

der Zahl der in Vollzeitlehrerfälle umgerechneten tatsächlich erteilten Unterrichtsstunden der Fachleiterinnen und Fachleiter, der Lehramtsanwärterinnen und Lehramtsanwärter und der Referendarinnen und Referendare, sofern es sich um selbständig erteilten Unterricht handelt, der regelmäßigen Mehrarbeit und des nebenberuflichen und nebenamtlich erteilten Unterrichts.

Die Summe wird mit Hilfe des für die jeweilige Schulart geltenden Regelstundenmaßes auf Vollzeitlehrerfälle umgerechnet. Bei Integrierten Gesamtschulen wird der Wert 25 zugrunde gelegt.

Die Unterrichtsstunden der so genannten Feuerwehrlehrkräfte dürfen nicht eingerechnet werden. Bei teilabgeordneten Lehrkräften sind die Stunden gemäß dem Einsatz der jeweiligen Schule zuzurechnen.

An Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung wird für jede Klasse, an der eine pädagogische Fachkraft mit der Klassenleitung beauftragt ist, ein Vollzeitlehrerfall gezählt.

1.2.2

Im Einzelnen werden folgende Anrechnungspauschalen festgesetzt:

Bei den Realschulen plus und Förderschulen entspricht die Anrechnungspauschale einem Drittel, bei berufsbildenden Schulen, Abendgymnasien und Kollegs der Hälfte der Zahl der Vollzeitlehrerfälle.

Bei organisatorisch verbundenen Realschulen plus und Fachoberschulen, Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen entspricht die Anrechnungspauschale in der Sekundarstufe I einem Drittel und in der Sekundarstufe II der Hälfte der Zahl der Vollzeitlehrerfälle. Die Vollzeitlehrerfälle werden in dem Verhältnis auf die Sekundarstufen I und II aufgeteilt, das dem Verhältnis des Stundensolls der Sekundarstufe I zu dem der Sekundarstufe II entspricht.

Die Anrechnungspauschale entspricht in der Aufbauphase

-

für das 1. und 2. Schuljahr bei Gymnasien und

-

für die ersten 6 Schuljahre bei Integrierten Gesamtschulen

der Hälfte der Zahl der Vollzeitlehrerfälle.

Bei Realschulen plus, organisatorisch verbundenen Grund- und Realschulen plus, organisatorisch verbundenen Realschulen plus und Fachoberschulen, Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen als Ganztagsschulen in verpflichtender Form entspricht die Anrechnungspauschale der Hälfte der Zahl der Vollzeitlehrerfälle.

An den Schulen, an denen eine technische Schulassistentin oder ein technischer Schulassistent oder eine Bibliothekarin oder ein Bibliothekar beschäftigt sind, vermindert sich die errechnete Pauschale für jeden dieser Beschäftigten um 4 Stunden. Bei Schulen der Sekundarstufe I, die mit der Durchführung des integrativen Unterrichts gemäß § 10 Abs. 3 der Übergreifenden Schulordnung vom 12. Juni 2009 (GVBl. S. 224, BS 223-1-35) beauftragt sind, erhöht sich diese Anrechnungspauschale um ein Sechstel der Zahl der Vollzeitlehrerfälle.

1.2.3

Verteilung der Anrechnungsstunden

Die Gesamtkonferenz beschließt über die Grundsätze für die Verteilung der Anrechnungspauschale.

Die Schulleiterin oder der Schulleiter entscheidet über die Verteilung der Anrechnungsstunden im Einzelnen. Die Verteilung ist schriftlich festzuhalten. Die Gesamtkonferenz ist über die Verteilung zu unterrichten.

Der Personalrat ist in der gesetzlich vorgesehenen Weise zu beteiligen.

Anrechnungsstunden können halbiert werden. Sie können auch für einen geringeren Zeitraum als ein Schuljahr gewährt werden. Bei der Bemessung einer Anrechnung für die besondere unterrichtliche Belastung in Abschlussklassen sind Entlastungen durch vorzeitige Entlassungen der Schülerinnen und Schüler zu berücksichtigen. Eine gleichmäßige Verteilung der Anrechnungspauschale ist mit ihrer Zweckbestimmung nicht zu vereinbaren und unzulässig.

1.2.4

Anrechnungen an Grundschulen und Realschulen plus, organisatorisch verbundenen Grund- und Realschulen plus sowie organisatorisch verbundenen Realschulen plus und Fachoberschulen in sozialen Brennpunkten Die Schulbehörde kann Grundschulen in sozialen Brennpunkten eine Anrechnungspauschale bis zu drei Zehnteln der Zahl der Vollzeitlehrerfälle gewähren und die Anrechnungspauschale für Realschulen plus in sozialen Brennpunkten bis zu zwei Dritteln der Zahl der Vollzeitlehrerfälle erhöhen. Satz 1 gilt auch für organisatorisch verbundene Grund- und Realschulen plus mit der Maßgabe, dass die Vollzeitlehrerfälle in dem Verhältnis auf die Grund- und Realschule plus aufgeteilt werden, das dem Verhältnis des Stundensolls der Grundschule zu dem der Realschule plus entspricht. Die Anrechnungspauschale für organisatorisch verbundene Realschulen plus und Fachoberschulen kann bis zu zwei Drittel der Zahl der Vollzeitlehrerfälle erhöht werden, die dem Stundensoll der Realschule plus entspricht.

1.2.5

Anrechnungen für Förderschulen mit der Funktion einer Stammschule für integrierte Fördermaßnahmen

Den Stammschulen werden für besondere Belastungen, die aus den Aufgaben der Förderschullehrkräfte in den integrierten Fördermaßnahmen für Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf entstehen, folgende Anrechnungsstunden zusätzlich gewährt:

ab

15 bis

45

Förderstunden

1 Wochenstunde,

 

46 bis

75

Förderstunden

2 Wochenstunden,

 

76 bis

105

Förderstunden

3 Wochenstunden,

 

106 bis

135

Förderstunden

4 Wochenstunden,

 

136 bis

165

Förderstunden

5 Wochenstunden,

 

166 bis

195

Förderstunden

6 Wochenstunden,

 

ab 196

 

Förderstunden

7 Wochenstunden.

Die Schulleiterin oder der Schulleiter entscheidet unter Berücksichtigung der besonderen örtlichen Gegebenheiten und nach Beteiligung des Personalrates über die Verteilung.

1.2.6

Grundschulen, die mit der Durchführung des integrativen Unterrichts gemäß § 29 der Schulordnung für die öffentlichen Grundschulen vom 10. Oktober 2008 (GVBl. S. 219, BS 223-1-37) beauftragt sind, erhalten für die erforderlichen Kooperations- und Koordinierungsaufgaben Anrechnungsstunden in Höhe von 0,0175 je Schülerin und Schüler der Grundschule. Bei der Berechnung werden Bruchteile auf halbe Anrechnungsstunden aufgerundet. Für die Verteilung der Anrechnungsstunden gilt Nummer 1.2.3 entsprechend.

1.3

Weitere Anrechnungen

1.3.1

In schulartübergreifenden Orientierungsstufen der Realschule plus und des Gymnasiums erhält die pädagogische Leiterin oder der pädagogische Leiter 4 bis 6 Anrechnungsstunden. Die Entscheidung trifft die Schulbehörde.

1.3.2

Die Koordinatorin oder der Koordinator für den Freizeitbereich der Ganztagsschulen in verpflichtender Form erhält

bis 8 Ganztagsklassen

4 Anrechnungsstunden,

von 9 bis 19 Ganztagsklassen

6 Anrechnungsstunden,

ab 20 Ganztagsklassen

8 Anrechnungsstunden.

Dies gilt im Förderschulbereich nur für die Förderschulen mit dem Schwerpunkt Lernen als Ganztagsschule in verpflichtender Form.

Die Koordination kann auf zwei Lehrkräfte aufgeteilt werden, ohne dass sich dadurch die Zahl der Anrechnungsstunden erhöht.

1.3.3

Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen, die im Rahmen der fachpraktischen Betreuung von Schülerinnen und Schülern an Fachschulen für Sozialwesen in den Fachrichtungen Sozialpädagogik oder Heilerziehungspflege tätig sind, erhalten 1 Anrechnungsstunde für jeweils drei zu betreuende Schülerinnen und Schüler. Lehrkräfte an berufsbildenden Schulen, die an Fachschulen für Altenpflege und Altenpflegehilfe im Rahmen der Praxisanleitung tätig sind, erhalten Anrechnungsstunden aus einem Stundenpool, deren Verteilung der Schulbehörde obliegt. Insgesamt kann jede Lehrkraft bis zu 4 Anrechnungsstunden erhalten. Die Entscheidung trifft die Schulbehörde.

1.3.4

Führt eine Schule mit dem Bildungsgang Berufsreife einen Praxistag durch, so erhält die mit der Koordinierung der Maßnahmen für die berufliche Orientierung beauftragte Lehrkraft eine Anrechnungsstunde; über die Beauftragung entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter.

1.3.5

Lehrkräfte, die von der Schulleiterin oder dem Schulleiter nach Nummer 3 der Richtlinie zur Schullaufbahnberatung sowie Berufswahlvorbereitung und Studienorientierung vom 18. November 2011 (Amtsbl. 2012, S. 35) in der jeweils geltenden Fassung als verantwortliche Lehrkraft für die Koordinierung der Arbeit der Netzwerkbeteiligten an der Schullaufbahnberatung, Berufswahlvorbereitung und Studienorientierung ernannt worden sind, erhalten 1 Anrechnungsstunde.

2

Schulübergreifende Anrechnungen

Die zum Pädagogischen Beratungssystem gehörenden Beraterinnen und Berater erhalten, soweit mit der Tätigkeit keine Beförderung verbunden ist, bis zu 4 Anrechnungsstunden. Die Entscheidung über die Höhe der Anrechnungsstunden trifft das fachlich zuständige Ministerium unter Berücksichtigung von Art und Umfang der Tätigkeit.

Die Leiterin oder der Leiter und die stellvertretende Leiterin oder der stellvertretende Leiter einer Kreis- oder Stadtbildstelle erhalten

bis 250

Klassen

6 / 3

Anrechnungsstunden,

von 251 bis 400

Klassen

6 bis 8 / 3 bis 4

Anrechnungsstunden,

von 401 bis 500

Klassen

8 bis 10 / 4 bis 5

Anrechnungsstunden,

von 501 bis 600

Klassen

10 bis 12 / 5 bis 6

Anrechnungsstunden,

über 600

Klassen

11 bis 13 / 6 bis 7

Anrechnungsstunden.

Die Entscheidung über die Höhe der Anrechnung im Einzelfall trifft die Schulbehörde unter Berücksichtigung der jeweiligen Unterrichtsverhältnisse.

3

Anrechnungen für die Wahrnehmung überregionaler Aufgaben

Es werden durch das fachlich zuständige Ministerium gewährt

-

für die Tätigkeit als Leiterin oder Leiter von fachdidaktischen Kommissionen (Lehrplankommissionen) 4 Anrechnungsstunden, für die Tätigkeit als Mitglied 2 Anrechnungsstunden,

-

für die Mitarbeit im Schulfernsehen Südwest 3
1 Anrechnungsstunde,

-

Anrechnungen für Schulversuche.

Die Befugnis zur Gewährung von Anrechnungen kann für bestimmte Fallgruppen auf die Schulbehörde übertragen werden.



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