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Amtliche Abkürzung:LehrArbZVO
Fassung vom:16.07.2012
Gültig ab:01.08.2012
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Rheinland-Pfalz
Gliederungs-Nr:2030-1-4
Lehrkräfte-Arbeitszeitverordnung
(LehrArbZVO)
Vom 30. Juni 1999

§ 14
Staatliche Studienseminare

(1) Für die an staatlichen Studienseminaren für die Lehrämter an Schulen tätigen Seminarleiterinnen und Seminarleiter, stellvertretenden Seminarleiterinnen und Seminarleiter und Fachleiterinnen und Fachleiter besteht:

1.

eine Ausbildungsverpflichtung,

2.

eine Unterrichtsverpflichtung und

3.

gegebenenfalls eine Verpflichtung zur Erfüllung anderer Aufgaben der staatlichen Studienseminare.

(2) Für die Berechnung der Ausbildungsverpflichtung werden folgende Ausbildungstätigkeiten zugrunde gelegt:

1.

im Vorbereitungsdienst nach den §§ 4 und 19 der Schullaufbahnverordnung (SchulLbVO) vom 20. Februar 2006 (GVBl. S. 116, BS 2030-45) in der jeweils geltenden Fassung,

2.

in den Praktika nach der Landesverordnung über die Anerkennung von Hochschulprüfungen lehramtsbezogener Bachelor- und Masterstudiengänge als Erste Staatsprüfung für Lehrämter vom 12. September 2007 (GVBl. S. 152, BS 223-1-53) in der jeweils geltenden Fassung,

3.

in der pädagogischen Zusatzausbildung nach § 29 Satz 1 SchulLbVO und

4.

im Anpassungslehrgang nach der EU-Lehrämter-Anerkennungsverordnung vom 14. September 1998 (GVBl. S. 261, BS 2030-58) in der jeweils geltenden Fassung.

(3) *) Die Unterrichtsverpflichtung ist abhängig

1.

vom Umfang der Ausbildungsverpflichtung,

2.

vom Umfang der Verpflichtung zur Erfüllung anderer Aufgaben der staatlichen Studienseminare,

3.

von nach Maßgabe des Absatzes 4 zu gewährenden Stundenanrechnungen und

4.

von nach Maßgabe des Absatzes 5 zu gewährenden Stundenermäßigungen

und wird auf der Grundlage der §§ 3 und 4 sowie der Anlage 2 errechnet. Erfolgt danach die Berechnung der Unterrichtsverpflichtung in Abhängigkeit von der Zahl der Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmer, so wird diese für jedes Schulhalbjahr zu den Stichtagen 15. August und 15. Februar, bei dem Lehramt an berufsbildenden Schulen zu den Stichtagen 15. Mai und 15. November festgestellt. Zu- und Abgänge von Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmern während der ersten Hälfte des Schulhalbjahres und beim Lehramt an berufsbildenden Schulen während der zweiten Hälfte des Schulhalbjahres werden hälftig angerechnet. Zu- und Abgänge während der zweiten Hälfte des Schulhalbjahres und beim Lehramt an berufsbildenden Schulen während der ersten Hälfte des Schulhalbjahres bleiben unberücksichtigt. Die Mindestunterrichtsverpflichtung beträgt in der Regel 8 Wochenstunden; für die stellvertretenden Seminarleiterinnen und Seminarleiter sowie für die Fachleiterinnen und Fachleiter für Berufspraxis beträgt sie in der Regel 4 Wochenstunden. Die Mindestunterrichtsverpflichtung kann in besonderen Fällen unterschritten werden. Die Entscheidung trifft die Seminarleiterin oder der Seminarleiter mit Zustimmung des Landesprüfungsamtes für die Lehrämter an Schulen.

(4) Stundenanrechnungen werden für die Wahrnehmung von Funktionen und Sonderaufgaben und für besondere Belastungen bei der Ausbildung gewährt; sie ergeben sich aus Anlage 2 . Bei Vorliegen der Voraussetzungen können daneben auch Stundenanrechnungen nach § 8 gewährt werden.

(5) Stundenermäßigungen werden entsprechend den §§ 9 bis 11 gewährt. Soweit nach § 9 Abs. 1 mindestens die Hälfte des Regelstundenmaßes Unterricht zu erteilen ist, wird nur der Unterricht an Schulen berücksichtigt. Abweichend von § 9 Abs. 1 beträgt die Altersermäßigung 2 Wochenstunden, wenn wegen der Zuweisung einer weiteren Person zur Ausbildung 1 Wochenstunde weniger als die Hälfte des Regelstundenmaßes Unterricht erteilt wird.

(6) Die Absätze 1 bis 5 gelten entsprechend für Lehrkräfte an Schulen, die Aufgaben der Fachleiterinnen und Fachleiter an den staatlichen Studienseminaren für die Lehrämter an Schulen wahrnehmen.

Fußnoten ausblendenFußnoten

*)

Red. Anm. Beachte zu § 14 Abs. 3 die Bestimmungen des Artikels 2 Nr. 2 der Änderungsverordnung vom 16.07.2012: Es treten in Kraft Artikel 1 Nr. 11 Buchst. b (betreffend § 14 Abs. 3) und Nr. 13 (betreffend Anlage 2) für die Seminarleiterinnen und Seminarleiter, die stellvertretenden Seminarleiterinnen und Seminarleiter und die Fachleiterinnen und Fachleiter an den Studienseminaren

a) für die Lehrämter an Grundschulen und Realschulen plus, die am 1. Februar 2012 einen neuen Ausbildungsgang aufgenommen haben, am 1. August 2012,

b) für die Lehrämter an Förderschulen, Grundschulen und Realschulen plus, die ab dem 1. August 2012 einen neuen Ausbildungsgang aufnehmen, mit dem Beginn des neuen Ausbildungsgangs,

c) für das Lehramt an Gymnasien, die ab dem 1. Februar 2013 einen neuen Ausbildungsgang aufnehmen, mit dem Beginn des neuen Ausbildungsgangs,

d) für das Lehramt an berufsbildenden Schulen am 1. Mai 2013.


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