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Einzelnorm
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juris-Abkürzung:FOSchulV RP 2011
Fassung vom:24.09.2013
Gültig ab:01.08.2014
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Rheinland-Pfalz
Gliederungs-Nr:223-1-34
Landesverordnung über die Fachoberschule
Vom 26. Mai 2011

§ 7
Abschlussprüfung

(1) Die Fachoberschule schließt mit einer Prüfung zur Erlangung der Fachhochschulreife ab. Die Prüfung wird am Ende des zweiten Schulhalbjahres der Klassenstufe 12 der Fachoberschule durchgeführt. Sie gliedert sich in eine schriftliche und eine mündliche Prüfung.

(2) Die schriftliche Prüfung in der Fachoberschule besteht aus je einer Aufsichtsarbeit in den Fächern Deutsch/Kommunikation, Erste Fremdsprache, Mathematik und zusätzlich

1.

in der Fachrichtung Gesundheit und Soziales im Fach Gesundheit und Pflege

2.

in der Fachrichtung Technik

a)

im Schwerpunkt Metalltechnik im Fach Metalltechnik/Informatik oder

b)

im Schwerpunkt Technische Informatik im Fach Technische Informatik und

3.

in der Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung im Fach Betriebswirtschaft.

(3) In der schriftlichen Prüfung der Fachoberschule

1.

werden im Fach Deutsch/Kommunikation aus verschiedenen Lernbereichen drei Aufsatzthemen mit unterschiedlichen Erschließungsformen (untersuchende, erörternde oder gestaltende Erschließungsform) zur Wahl gestellt, wovon eines zu bearbeiten ist;

2.

ist in der Fremdsprache unter Einsatz von Hilfsmitteln die Fähigkeit zur fremdsprachlichen Textproduktion auf der geforderten Niveaustufe des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen nachzuweisen. Zur Textproduktion können den Schülerinnen und Schülern eine oder mehrere Aufgaben aus unterschiedlichen Lernbereichen gestellt werden. Darüber hinaus ist unter Einsatz von Hilfsmitteln mindestens eine weitere der folgenden fremdsprachlichen Kompetenzen auf der geforderten Niveaustufe des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen nachzuweisen:

a)

Rezeption (als Text- oder Hörverständnis),

b)

Sprachmittlung (Mediation); die Sprachmittlung kann in die Zielsprache Deutsch oder in die Fremdsprache erfolgen.

Bei der Überprüfung des Text- oder Hörverständnisses und der Mediation wird die inhaltliche und nicht die sprachliche und stilistische Richtigkeit in den Mittelpunkt der Bewertung gestellt;

3.

sind im Fach Mathematik von vier gestellten Aufgaben aus verschiedenen Gebieten drei Aufgaben zu bearbeiten. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler nachweisen, dass sie in der Lage sind, kompetenzorientierte Aufgabenstellungen selbstständig zu strukturieren, zu lösen und die gefundene Lösung zu beurteilen sowie die dabei erforderlichen mathematischen Methoden und Verfahren auszuwählen und sachgerecht anzuwenden;

4.

sind im zusätzlichen Prüfungsfach in den Fachrichtungen Technik und Wirtschaft und Verwaltung von vier gestellten Aufgaben aus verschiedenen Gebieten drei Aufgaben, in der Fachrichtung Gesundheit und Soziales von drei gestellten Aufgaben aus verschiedenen Gebieten zwei Aufgaben zu bearbeiten. Dabei sollen die Schülerinnen und Schüler nachweisen, dass sie in der Lage sind, kompetenzorientierte Aufgabenstellungen selbstständig zu strukturieren, zu lösen und die gefundene Lösung zu beurteilen sowie die dabei erforderlichen Methoden und Verfahren der Fachdisziplin auszuwählen und sachgerecht anzuwenden.

(4) Für jedes Prüfungsfach ist ein Prüfungstag anzusetzen. Zur Bearbeitung der Aufsichtsarbeiten in den Fächern Erste Fremdsprache und Mathematik stehen jeweils drei Zeitstunden, im Fach Deutsch/Kommunikation und dem zusätzlichen Prüfungsfach der jeweiligen Fachrichtung jeweils vier Zeitstunden zur Verfügung; hierzu rechnet nicht die Zeitdauer für die Durchsicht der Texte, der Materialien und der Aufgabenstellungen.

(5) Die jeweilige Fachkonferenz kann anstelle der schriftlichen Abschlussprüfung im zusätzlichen Prüfungsfach der jeweiligen Fachrichtung auch eine Facharbeit mit einem anschließenden Kolloquium bestimmen. Diese Art der Abschlussprüfung ist den Schülerinnen und Schülern spätestens in der dritten Schulwoche der Klasse 12 mitzuteilen. Für alle Schülerinnen und Schüler einer Fachrichtung ist dieselbe Form der Abschlussprüfung zu wählen.

(6) Die Facharbeit beginnt frühestens im zweiten Halbjahr der Klassenstufe 12. Die Facharbeit soll berufliche Handlungskompetenz verdeutlichen, indem zu einer Aufgabe aus dem jeweiligen beruflichen Handlungsfeld praxisgerechte Lösungen geplant und die zur Realisierung notwendigen Maßnahmen durchgeführt werden, sowie das Ergebnis von den Schülerinnen und Schülern selbst beurteilt, dokumentiert und präsentiert wird. Die Facharbeit baut auf den im Verlauf des Bildungsganges abgeschlossenen Lernbereichen auf und steht zu den Lernbereichen, die zur Facharbeit zeitgleich unterrichtet werden, in einem fachlichen Zusammenhang. Die Facharbeit ist zu dokumentieren.

(7) Die Facharbeit kann einzeln oder in Gruppen bis zu vier Schülerinnen und Schülern durchgeführt werden. Die Bearbeitungszeit beträgt höchstens sechs Wochen. Das Thema, die Bearbeitungsdauer und der daraus folgende Abgabetermin der Facharbeit werden von der jeweiligen Lehrkraft oder dem jeweiligen Lehrkräfteteam festgelegt. Der Abgabetermin soll nicht später als vier Wochen vor dem ersten Tag der schriftlichen Prüfung liegen. Wird eine Facharbeit von einer Gruppe durchgeführt, ist bei der Themenvergabe sicherzustellen, dass die individuellen Leistungen der an der Arbeit beteiligten Schülerinnen und Schülern festgestellt und bewertet werden können.

(8) Die Schülerinnen und Schüler haben schriftlich zu erklären, dass die Facharbeit selbstständig und ohne fremde Hilfe verfasst wurde und keine anderen als die angegebenen Hilfsmittel verwendet wurden. Es ist zu versichern, dass alle wörtlichen und sinngemäßen Übernahmen aus anderen Quellen als solche kenntlich gemacht wurden.

(9) Die Schülerinnen und Schüler werden während der Anfertigung der Facharbeit von der jeweiligen Lehrkraft oder dem jeweiligen Lehrkräfteteam betreut. Nach Abgabe der Facharbeit findet eine Präsentation der Facharbeit durch die beteiligten Schülerinnen und Schüler statt, der sich ein Kolloquium von etwa 20 Minuten pro Schülerin und Schüler anschließt. Das Kolloquium steht unter der Leitung der jeweiligen Lehrkraft oder des jeweiligen Lehrkräfteteams. Präsentation und Kolloquium finden im Zeitraum zwischen der schriftlichen und mündlichen Prüfung statt.

(10) Die Facharbeit wird von der jeweiligen Lehrkraft oder dem jeweiligen Lehrkräfteteam bewertet. Kommt keine Einigung zustande, so entscheidet die oder der Vorsitzende des Prüfungsausschusses. Die Note tritt an die Stelle der Note der schriftlichen Prüfung. Für die Bewertung der Facharbeit gilt folgende Gewichtung:

inhaltliche Bewältigung

40 v. H.

methodische Durchführung

15 v. H.

formale Anforderungen

5 v. H.

Präsentation und Kolloquium

40 v. H.

Das Thema der Facharbeit wird in das Abschlusszeugnis übernommen.

(11) Die mündliche Prüfung kann sich auf alle Fächer der Stundentafel, mit Ausnahme der Fächer Sport und Fachpraxis, erstrecken.


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