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Amtliche Abkürzung:TierSchLMVG
Fassung vom:27.11.2015
Gültig ab:01.01.2016
Dokumenttyp: Gesetz
Quelle:Wappen Rheinland-Pfalz
Gliederungs-Nr:7833-2
Landesgesetz über Mitwirkungsrechte und das Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzvereine
(TierSchLMVG)
Vom 3. April 2014

§ 1
Mitwirkungsrechte
von anerkannten Tierschutzvereinen

(1) Einem nach § 2 anerkannten Verein (anerkannter Tierschutzverein) ist durch die jeweils zuständige Behörde rechtzeitig Gelegenheit zur Stellungnahme sowie zur Einsicht in tierschutzrelevante Sachverständigengutachten zu geben

1.

bei der Vorbereitung von tierschutzrelevanten Rechts- und Verwaltungsvorschriften der für den Tierschutz zuständigen Behörden des Landes und

2.

vor der Erteilung von bau- und immissionsschutzrechtlichen Genehmigungen für Vorhaben zum Halten von Tieren zu Erwerbszwecken,

soweit durch das Vorhaben der satzungsgemäße Aufgabenbereich des Vereins, auf den sich die Anerkennung bezieht, berührt ist. Satz 1 Nummer 2 gilt nicht im Falle von Vorhaben zum Halten von Tieren zu Erwerbszwecken in Einrichtungen nach § 42 Abs. 1 Satz 1 des Bundesnaturschutzgesetzes vom 29. Juli 2009 (BGBl. I S. 2542), zuletzt geändert durch Artikel 421 der Verordnung vom 31. August 2015 (BGBl. I S. 1474).

(2) In Genehmigungs- und Erlaubnisverfahren nach § 4 a Abs. 2 Nr. 2, § 6 Abs. 3, § 8 Abs. 1 Satz 1 und § 11 Abs. 1 des Tierschutzgesetzes in der Fassung vom 18. Mai 2006 (BGBl. I S. 1206, 1313) in der jeweils geltenden Fassung hat die jeweils zuständige Behörde einem anerkannten Tierschutzverein auf dessen Antrag Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben. In dem Antrag ist das betreffende Verfahren näher zu bezeichnen. Satz 1 gilt nicht im Falle eines Erlaubnisverfahrens nach § 11 Abs. 1 Satz 1 Nr. 4 des Tierschutzgesetzes, soweit es sich bei der betroffenen Einrichtung um eine Einrichtung nach § 42 Abs. 1 Satz 1 des Bundesnaturschutzgesetzes handelt, welche alle Bedingungen des § 42 Abs. 3 Nr. 1 bis 7 des Bundesnaturschutzgesetzes erfüllt.

(3) § 1 Abs. 1 des Landesverwaltungsverfahrensgesetzes vom 23. Dezember 1976 (GVBl. S. 308, BS 2010-3) in der jeweils geltenden Fassung in Verbindung mit § 28 Abs. 2 Nr. 1 und 2 und Abs. 3 und § 29 Abs. 2 des Verwaltungsverfahrensgesetzes in der Fassung vom 23. Januar 2003 (BGBl. I S. 102) in der jeweils geltenden Fassung gelten sinngemäß. Der anerkannte Tierschutzverein hat Einwendungen innerhalb von vier Wochen, nachdem ihm nach Absatz 1 Satz 1 oder Absatz 2 Satz 1 Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben wurde, gegenüber der zuständigen Behörde zu erheben.

(4) In anderen Rechtsvorschriften vorgeschriebene inhaltsgleiche oder weitergehende Formen der Mitwirkung des anerkannten Tierschutzvereins bleiben unberührt.

(5) Auf Antrag hat die zuständige Behörde den anerkannten Tierschutzverein über die Anzahl und den Gegenstand laufender Verwaltungsverfahren der in Absatz 2 Satz 1 genannten Art zu informieren. Auf das Verfahren und die Ablehnungs- und Beschränkungsgründe finden die §§ 5 und 11 bis 17 des Landestransparenzgesetzes vom 27. November 2015 (GVBl. S. 383, BS 2010-10) in der jeweils geltenden Fassung entsprechende Anwendung.


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