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juris-Abkürzung:SoSchulO RP
Fassung vom:29.05.2000 Fassungen
Textnachweis ab:01.10.2001
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Rheinland-Pfalz
Gliederungs-Nr:223-1-40
Schulordnung für die öffentlichen Sonderschulen
Vom 29. Mai 2000

§ 47
Leistungsbeurteilung

(1) Leistungen werden nach dem Grad des Erreichens von Lernanforderungen beurteilt. Die Beurteilung berücksichtigt die Lern- und Leistungsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler, ihre Leistungsbereitschaft und ihren individuellen Lernfortschritt.

(2) In den Klassenstufen 1 und 2 des Bildungsganges Grundschule werden die Leistungen in beschreibender Form bewertet. In den Klassenstufen 3 und 4 sowie in den Bildungsgängen Hauptschule und Realschule werden die Leistungen nach dem sechsstufigen Notensystem bewertet; auf die Bewertungsmaßstäbe, die Bedeutung und Begründung der Noten sind die Schülerinnen und Schüler in verständlicher Form vorzubereiten.

(3) In den Klassenstufen 1 bis 4 der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen erfolgt die Leistungsbeurteilung in Form einer Beschreibung der erbrachten Leistungen in den einzelnen Lernbereichen auf der Grundlage der individuellen Lernziele. Dabei sind insbesondere die erzielten Fortschritte im Lern-, Leistungs- und Sozialverhalten zu berücksichtigen. In den Klassenstufen 5 und 6 der Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen werden Schülerleistungen in den Fächern Deutsch und Mathematik, in den Klassenstufen 7 bis 9 und im freiwilligen 10. Schuljahr alle Schülerleistungen nach dem sechsstufigen Notensystem benotet. In den Klassenstufen 5 und 6 sind die Leistungsbeurteilungen in beschreibender Form zu erläutern, in den Klassenstufen 7 bis 9 und im freiwilligen 10. Schuljahr können sie zusätzlich erläutert werden.

(4) Für die Leistungsbeurteilung in der Schule mit dem Förderschwerpunkt ganzheitliche Entwicklung gilt Absatz 3 Satz 1 und 2 entsprechend.

(5) Werden Schülerleistungen nach dem sechsstufigen Notensystem mit den Noten "sehr gut", "gut", "befriedigend", "ausreichend", "mangelhaft" oder "ungenügend" beurteilt, so werden den Noten folgende Definitionen zugrunde gelegt:

sehr gut

(1) =

eine Leistung, die den Anforderungen in besonderem Maße entspricht;

gut

(2) =

eine Leistung, die den Anforderungen voll entspricht;

befriedigend

(3) =

eine Leistung, die im Allgemeinen den Anforderungen entspricht;

ausreichend

(4) =

eine Leistung, die zwar Mängel aufweist, aber im Ganzen den Anforderungen noch entspricht;

mangelhaft

(5) =

eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht, jedoch erkennen lässt, dass die notwendigen Grundkenntnisse vorhanden sind und die Mängel in absehbarer Zeit behoben werden könnten;

ungenügend

(6) =

eine Leistung, die den Anforderungen nicht entspricht und bei der selbst die Grundkenntnisse so lückenhaft sind, dass die Mängel in absehbarer Zeit nicht behoben werden können.

(6) Die Leistungsbeurteilung erfolgt durch die unterrichtende Lehrkraft. Hält die Schulleiterin oder der Schulleiter in Ausnahmefällen die Änderung einer Leistungsbeurteilung für notwendig, ist das Einverständnis mit der Lehrkraft anzustreben. Kommt eine Einigung nicht zustande, entscheidet die Schulleiterin oder der Schulleiter im Benehmen mit der Klassenkonferenz.

(7) Die Schülerinnen und Schüler müssen gehört werden, wenn ein Drittel oder mehr der Noten einer Klassenarbeit oder einer schriftlichen Überprüfung unter "ausreichend" liegen. Nicht ausreichende Noten wegen Leistungsverweigerung oder Täuschung werden nicht berücksichtigt. Die Schulleiterin oder der Schulleiter entscheidet nach Anhörung der Klassenleiterin oder des Klassenleiters und der Fachlehrerin oder des Fachlehrers sowie der Sprecherin oder des Sprechers der Lerngruppe, ob der Leistungsnachweis wiederholt wird. Die Noten der Wiederholung sind maßgeblich.


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