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Aktuelle Gesamtausgabe
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Amtliche Abkürzung:FwVO
Fassung vom:16.05.2012
Gültig ab:29.06.2012
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Rheinland-Pfalz
Gliederungs-Nr:213-50-4
Feuerwehrverordnung
(FwVO)
Vom 21. März 1991

Anlage 2

(zu § 3 Abs. 3 und 4)

Mindestbedarf an Fahrzeugen und Sonderausrüstungen

Risikoklasse

1

2

3

4

5

Brandgefahren (B)

Stufe 1

TSF oder KLF 1)

MLF 2) ,
HRF 12 3)4)5)

HLF10 2)6), HRF18 3)4), ELW 1

HLF 20,
HRF 23 4), TLF 3000 8), ELW 1

HLF 20, HLF10 2)6), HRF 23 4), TLF 4000, ELW 1

 

Stufe 2

MLF 2) ,
ELW 1

MLF 2) ,
HLF 10 2), ELW 1

2 MLF 2)

HLF 10 2)7), TLF 3000 8)

HLF 20,
HRF 23 4), TLF 4000,
KdoW

 

Stufe 3

MLF 2) ,
TLF 4000,
SW 2000-Tr

MLF 2) ,
TLF 4000, SW 2000-Tr

MLF 2) ,
TLF 4000,
SW 2000-Tr,
GW-A

MLF 2) ,
HRF 23 4)9) ,
SW 2000-Tr,
GW-A,
ELW 2

HLF102)6) ,
HRF 23 4) ,
GW-A,
SW 2000-Tr,
ELW 2,
WLF mit AB-P 12)

Technische Gefahren und Gefahren durch Natur-
ereignisse (T)

 

Ausrüstung wie unter B, zusätzlich:

Stufe 1

keine zusätzliche Ausrüstung

MS-TH 10)

keine zusätzliche Ausrüstung

keine zusätzliche Ausrüstung

keine zusätzliche Ausrüstung

 

Stufe 2

MS-TH 10)

keine zusätzliche Ausrüstung

MZF 2,
MS-TH 10)

RW

RW 11)

 

Stufe 3

HLF 10 2) ,
MZF 1

RW,
MZF 2

RW

MZF 3

WLF mit AB-P 12)13)

Gefahren durch Gefahrstoffe einschließlich radioaktiver Stoffe(ABC)

 

Ausrüstung wie unter B und T, zusätzlich:

Stufe 1

keine zusätzliche Ausrüstung

GAMS-Plus 14)

GAMS-Plus 14)

MZF-G, GW-Mess
oder
MZF-Dekon, GW-G

MZF-G, GW-Mess
oder
MZF-Dekon, GW-G

 

Stufe 2

GAMS-Plus 14)

MZF-G, GW-Mess
oder
MZF-Dekon, GW-G

MZF-G, GW-Mess
oder
MZF-Dekon, GW-G

MZF-Dekon, GW-G
oder
MZF-G, GW-Mess
= Komplettierung des Gefahrstoffzugs

MZF-Dekon, GW-G
oder
MZF-G, GW-Mess
= Komplettierung des Gefahrstoffzugs

 

Stufe 3

MZF-G,
GW-Mess,
MZF-Dekon,
GW-G

MZF-Dekon, GW-G
oder
MZF-G, GW-Mess
= Komplettierung des Gefahrstoffzugs

MZF-Dekon, GW-G
oder
MZF-G, GW-Mess
= Komplettierung des Gefahrstoffzugs

 

 

Gefahren auf und in Gewässern sowie durch Gewässer (W)

Stufe 1

keine besondere Ausrüstung

RTB 1

RTB 2

RTB 2

RTB 2,
MZB

Stufe 2

keine besondere Ausrüstung

RTB 1

RTB 2

MZB

RTB 2

 

Stufe 3

keine besondere Ausrüstung

 

MZB

 

 

Fußnoten zur Tabelle:

1)

In kleinen Ortsgemeinden, die in Risikoklasse B 1 eingruppiert sind, können noch TSA und GW-TS verwendet werden. Wird nur ein TSA vorgehalten, ist zusätzlich eine 4-teilige Steckleiter erforderlich. Der GW-TS kann auch in örtlichen Feuerwehreinheiten verwendet werden, die mit einem TSF ohne Isoliergeräte (Pressluftatmer) ausgestattet sind. In größeren Ortsgemeinden, die noch in Risikoklasse B 1 eingruppiert sind, kann auch ein TSF-W verwendet werden.

2)

Normfahrzeug mit ergänzter Ausrüstung, insbesondere Löschwassermenge 1000 Liter.

3)

In Ortsgemeinden, die in den Risikoklassen B 2 und B 3 eingruppiert sind, müssen HRF in der Alarmstufe 1 vorgehalten werden, wenn sie zur Sicherstellung des zweiten Rettungsweges erforderlich sind. Werden HRF nur als Arbeitsgeräte bei der Brandbekämpfung und beim Rüsteinsatz benötigt, ist es ausreichend, wenn sie als überörtliches Einsatzmittel im Rahmen der gegenseitigen Hilfe zwischen den Gemeinden untereinander oder zwischen den Gemeinden und Landkreisen nach dem Additionsprinzip innerhalb einer Frist von 25 Minuten (Stufe 3) nach der Alarmierung an der Einsatzstelle eintreffen.

4)

Als HRF kommen die DLK oder TMK in Betracht. Aufgrund einsatztaktischer und sicherheitstechnischer Nachteile scheidet die Verwendung des GMK zur Sicherstellung des zweiten Rettungsweges grundsätzlich aus.

5)

In Ortsgemeinden, die in Risikoklasse B 2 eingruppiert sind, können alternativ die Drehleiter DL 16-4 mit Handantrieb und die Anhängeleiter AL 16-4 verwendet werden.

6)

Im begründeten Einzelfall kann auch das HLF 20 in Betracht kommen.

7)

Für kreisfreie Städte kann auch das HLF 20 in Betracht kommen.

8)

Für kreisfreie Städte kann auch ein TLF 4000 in Betracht kommen.

9)

Für kreisfreie Städte mit Großstadtkerncharakter kann ein Eintreffen nach 15 Minuten (Alarmstufe 2) erforderlich sein.

10)

MS-TH: Stromerzeuger 5 kVA, Beleuchtungsgeräte, hydraulisches Kombigerät (Schere/Spreizer), Gerät zum Trennen von Verbundglasscheiben, Motorsäge nebst Schutzkleidung und -helm, Tauchpumpe (kann beispielsweise mitgeführt werden auf: MLF, MZF 1).

11)

Der RW ist alternativ auch als Rüstwagen-Kran (RW-Kran) [Hubkraft FH = 35 kN bei Ausladung lA = 10 m] zulässig.

12)

WLF mit AB-P: Wechselladerfahrzeug mit Abrollbehälter Pritsche (Plane mit Spriegel).

13)

Das WLF ist alternativ auch als WLF-K [FH  = 35 kN bei Ausladung lA  = 10 m] mit AB-P zulässig.

14)

GAMS-Plus: 6 x leichte Chemikalienschutzbekleidung, 6 x Chemikalienschutzhandschuhe, 6 Paar Gummistiefel, 6 x Schutzbrille, 1 Paket Einmalschutzhandschuhe, Ersteinsatzliteratur/Kurzinfo GAMS, Ex-Meter, Universalindikatorpapier, Ölnachweispapier, PE-Gewebeplane, 10 x PE-Kunststoffsäcke, 10 m Gewebeklebeband, Abdichtmaterial.

Abkürzungsverzeichnis

Es bedeuten (alphabetisch aufgeführt):

AB-P

Abrollbehälter-Pritsche

DLK

Drehleiter mit Korb

ELW

Einsatzleitwagen

GAMS-Plus

Ausstattungssatz zur Unterstützung der unaufschiebbaren Erstmaßnahmen

GMK

Gelenkmast mit Korb

GW-A

Gerätewagen-Atemschutz

GW-G

Gerätewagen-Gefahrgut

GW-Mess

Gerätewagen-Messtechnik

GW-TS

Gerätewagen-Tragkraftspritze

HLF

Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug

HRF

Hubrettungsfahrzeug

KdoW

Kommandowagen

KLF

Kleinlöschfahrzeug

MLF

Mittleres Löschfahrzeug

MS-TH

Mindestsatz-Technische Hilfe

MZB

Mehrzweckboot

MZF

Mehrzweckfahrzeug

MZF-Dekon

Mehrzweckfahrzeug-Dekontamination

MZF-G

Mehrzweckfahrzeug-Gefahrstoff

RTB

Rettungsboot

RW

Rüstwagen

SW

Schlauchwagen

TLF

Tanklöschfahrzeug

TMK

Teleskopgelenkmast mit Korb

TSA

Tragkraftspritzenanhänger

TSF

Tragkraftspritzenfahrzeug

TSF-W

Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser

WLF

Wechselladerfahrzeug

Ausrüstung mit Feuerwehr-Haltegurten

Auf den Fahrzeugen sind Feuerwehr-Haltegurte in der Anzahl bereitzuhalten, die der Hälfte der gerätebezogenen Mannschaftsstärke entspricht. Gerätebezogene Mannschaftsstärke ist die Personalstärke, die erforderlich ist, um alle fahrbaren Geräte (Löschfahrzeuge, GW-TS, TSA, SW, RW, HRF) zu gleicher Zeit ordnungsgemäß einsetzen zu können. Ausgenommen sind solche Fahrzeuge, die nur alternativ eingesetzt werden können; hier ist nur das Gerät in Ansatz zu bringen, das die größere Personalstärke erfordert.

Gerätesatz „Absturzsicherung“

In jeder Gemeinde ist mindestens ein Gerätesatz „Absturzsicherung“ vorzuhalten.

Mindestbedarf an umluftunabhängigen Atemschutzgeräten für alle Gefahrenbereiche

In der Risikoklasse 1 müssen in Stufe 1 mindestens 4 frei tragbare Isoliergeräte (Pressluftatmer) eingesetzt werden können.


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