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juris-Abkürzung:AltenpflV RP 2004
Fassung vom:03.06.2020
Gültig ab:01.08.2020
Dokumenttyp: Verordnung
Quelle:Wappen Rheinland-Pfalz
Gliederungs-Nr:223-1-31
Fachschulverordnung - Altenpflegehilfe
Vom 31. August 2004

§ 5
Praktische Ausbildung

(1) Die praktische Ausbildung ist in Einrichtungen der Altenhilfe abzuleisten. In Betracht kommen:

1.

Einrichtungen im Sinne der §§ 4 und 5 des Landesgesetzes über Wohnformen und Teilhabe oder stationäre Pflegeeinrichtungen im Sinne des § 71 Abs. 2 des Elften Buches Sozialgesetzbuch, sofern es sich dabei um Einrichtungen für alte Menschen handelt,

2.

ambulante Pflegeeinrichtungen im Sinne des § 71 Abs. 1 des Elften Buches Sozialgesetzbuch, sofern deren Tätigkeitsbereich die Pflege alter Menschen einschließt,

3.

stationäre Einrichtungen der geriatrischen Akutversorgung in den zugelassenen Krankenhäusern im Sinne des § 108 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch.

(2) Für die Ausbildung geeignet sind nur solche Einrichtungen nach Absatz 1, die nachweisen können, dass die Zahl der auszubildenden Altenpflegehilfeschülerinnen und Altenpflegehilfeschüler in einem angemessenen Verhältnis zur Zahl der beschäftigten Fachkräfte steht und die gemäß den Absätzen 3 und 5 ausbilden.

(3) Die praktische Ausbildung dient der fachgerechten Einarbeitung in die Berufspraxis. Die Schülerinnen und Schüler sollen befähigt werden,

1.

die in der Fachschule erworbenen theoretischen Kenntnisse sowie praktischen Fähigkeiten als mitwirkende Kräfte in der beruflichen Praxis anzuwenden, zu erweitern und zu vertiefen,

2.

berufsspezifische Schwerpunkte der Altenpflege zu erfassen und unter Anleitung bei den spezifischen Aufgaben mitwirken zu können,

3.

sich sowohl auf die Bedürfnisse einer Gruppe als auch auf die Bedürfnisse einer Einzelperson einstellen zu lernen,

4.

eigene Wirkungsmöglichkeiten zu erproben und sich in der Zusammenarbeit mit Fachkräften zu üben,

5.

bei der Zusammenarbeit mit den Angehörigen und den Behörden mitzuwirken,

6.

nach den Grundsätzen der aktiven, fördernden Pflege unter der Verantwortung einer Altenpflegerin oder eines Altenpflegers tätig zu werden.

(4) Die Ausbildungsstelle soll im näheren Umkreis der besuchten Fachschule liegen. Die Schulbehörde kann in Ausnahmefällen auf Antrag genehmigen, dass die praktische Ausbildung in einer außerhalb des näheren Umkreises der besuchten Fachschule gelegenen Ausbildungsstelle abgeleistet wird. Sie bestimmt gegebenenfalls eine der Ausbildungsstelle näher gelegene Fachschule zur ausbildenden Schule. Die bisher besuchte Fachschule sendet die Schülerunterlagen an die ausbildende Schule.

(5) In der Ausbildungsstelle muss mindestens eine erfahrene staatlich anerkannte Altenpflegerin oder ein erfahrener staatlich anerkannter Altenpfleger oder eine entsprechend ausgebildete Fachkraft mit mindestens zweijähriger Berufserfahrung (Praxisanleiterin oder Praxisanleiter) für die Leitung der Ausbildung zur Verfügung stehen. Nach Möglichkeit sollte die Ausbilderin oder der Ausbilder eine Zusatzqualifikation in Praxisanleitung nachweisen.

(6) Die praktische Ausbildung wird von der Fachschule im Rahmen ihrer Gesamtverantwortung gelenkt und überwacht. Sie wird nach einem Rahmenplan durchgeführt. Die Wahl der Ausbildungsstelle soll im Hinblick auf § 6 Nr. 2 rechtzeitig mit der Fachschule abgestimmt werden. Die Fachschule betreut und berät die Schülerinnen und Schüler während der praktischen Ausbildung in den Ausbildungsstellen.

(7) Die praktische Ausbildung kann von der Fachschule durchgeführt werden, wenn deren Träger über entsprechende Einrichtungen verfügt oder die Benutzung entsprechender Einrichtungen sicherstellen kann.

(8) Das Nähere über den Umfang der praktischen Ausbildung und ihre Verteilung innerhalb des Schuljahres regelt die Stundentafel.


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